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Dreiteilige Serie zur diesjährigen Berufsorientierungsmesse Ahaus - Teil 3: Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen am Berufskolleg Lise Meitner in Ahaus / Bildungsgang präsentiert sich bei der BOMAH 2019 am 8. und 9. Oktober

Erstellt von pressemeldungen@kreis-borken.de (Kreis Borken) | | Pressemeldung

"Das Sprungbrett für Ausbildung, Studium und Beruf" – so wird die Fachoberschule (FOS) für Sozial- und Gesundheitswesen auf der Website des Berufskollegs Lise Meitner in Ahaus beworben. Der zweijährige Bildungsgang bietet jungen Menschen viele Möglichkeiten: "Mit erfolgreichem Abschluss erlangen die Schülerinnen und Schüler die Fachhochschulreife", erklärt Sebastian Kotte, Abteilungsleiter Fachoberschule am Berufskolleg Lise Meitner. "Sie können im Anschluss ein Studium mit der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen oder eine Ausbildung aufnehmen, alles ist möglich", macht er deutlich. Bei Nachweis eines Ergänzungspraktikums in einer weiteren Berufsrichtung können Interessierte auch eine andere Fachrichtung studieren.

Annika Freckmann aus Ahaus-Alstätte beendete im Jahr 2016 die Fachoberschule mit Schwerpunkt Sozialwesen. Anschließend nahm sie eine Ausbildung zur Erzieherin auf – ebenfalls am Berufskolleg Lise Meitner. "Vieles, was ich in der FOS gelernt habe, kommt nun auch in meiner Ausbildung vor", erzählt die 20-Jährige. Doch nicht nur in der Schule habe sie dadurch Vorteile. "Auch in der Praxis kann ich von meinem Vorwissen profitieren", berichtet Freckmann. In der Jahrgangsstufe 11, dem ersten Jahr der FOS, verbringen die Schülerinnen und Schüler nämlich drei bzw. vier Praxistage pro Woche in einer sozialpädagogischen oder pflegerischen Einrichtung. Das können – je nach Schwerpunkt – zum Beispiel Altenheime, Jugendzentren, Kinderheime, Krankenhäuser oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sein. An den anderen Unterrichtstagen erfolgt die Ausbildung in der Schule. "Falls es Probleme oder Fragen im Praxisalltag gibt, konnten wir diese im Unterricht direkt mit den Lehrkräften besprechen", hebt die ehemalige FOS-Schülerin positiv hervor. Sebastian Kotte ergänzt: "Es ist ein großer Vorteil für die Schülerinnen und Schüler, dass das Praktikum schulisch begleitet wird. Auch bei der Suche nach dem Jahrespraktikumsplatz werden wir gerne unterstützend tätig." In der Regel sei es jedoch kein Problem, einen Platz zu finden, weiß Bildungsgangleiter Christoph Sommer: "Jahrespraktikanten und Fachkräfte werden in den Bereichen stark gesucht." Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt seien demnach sehr groß.

In der Jahrgangstufe 12 findet der Unterricht an fünf Tagen in der Woche in der Schule statt. "Es ist uns wichtig, wohnungsortnah zu unterrichten", unterstreicht Kotte. Daher werde der Bildungsgang an allen drei Standorten des Berufskollegs – Ahaus, Gronau und Stadtlohn – angeboten. Davon profitierte auch Kim Föcking aus Südlohn, die Ende Juni 2019 die Fachoberschule mit Schwerpunkt Gesundheitswesen am Berufskolleg Lise Meitner beendete. Die 18-Jährige konnte den Unterricht am Standort Stadtlohn besuchen. "Das kann durch die große Nachfrage am Bildungsgang möglich gemacht werden. Wir haben für die Fachoberschule pro Jahrgang um die 100 Anmeldungen", berichtet Christoph Sommer erfreut.

Bei der FOS mit Schwerpunkt Sozialwesen sind die Erziehungswissenschaften das Hauptfach. Als Nebenfach haben die Schülerinnen und Schüler dann Gesundheitswissenschaften zu belegen. "Bei der FOS mit Schwerpunkt Gesundheitswesen ist es genau andersherum", merkt Kim Föcking an. Zudem befasst sich der Bildungsgang mit berufsbezogenen Lernbereichen wie Biologie, Englisch, Mathematik, Soziologie und Wirtschaftslehre sowie berufsübergreifenden Fächern wie Deutsch, Politik/Gesellschaftslehre, Religionslehre und Sport. "Im Unterricht spielt der Mensch immer eine zentrale Rolle", konstatiert Sebastian Kotte. Es werde so oft es geht Bezug auf sozialpädagogische oder pflegerische Themen genommen: "Im Englisch-Unterricht wird zum Beispiel besprochen, wie Kindergärten in Großbritannien aufgebaut sind. Im Religionsunterricht diskutieren die Jugendlichen über Sterbebegleitung. In Mathe wird die Bakterienentwicklung berechnet", nennt Kotte nur einige Beispiele. "Den Schülerinnen und Schülern fällt es so oft leichter, die Themen zu verstehen", weiß Christoph Sommer. Das kann auch Annika Freckmann bestätigen: "Die Unterrichtsinhalte haben mich interessiert und das hat mich besonders motiviert zu lernen."

Aufnahmevoraussetzungen für die Klasse 11 der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen ist die zehnjährige Vollzeitschulpflicht und der Sekundarabschluss I (Fachoberschulreife) oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Zudem müssen Interessierte einen Vertrag einer einschlägigen Praktikumsstelle nachweisen können. Was das Berufsfeld ausmacht, weiß FOS-Absolventin Kim Föcking: "Wer es gerne ruhig hat, ist in dem Bereich nicht gut aufgehoben. Hier geht es vor allem um den Kontakt mit Menschen und das macht mir einfach Spaß!"

Berufsorientierungsmesse BOMAH am 8. und 9. Oktober in Ahaus

– Allgemeine Informationen –

Die eigenen Interessen, Kompetenzen und Ziele zu kennen, ist oft gar nicht so einfach. Das gilt vor allem für junge Leute, die sich speziell während der Berufsorientierung damit auseinandersetzen müssen. Dabei haben sie wichtige Fragen zu beantworten wie: In welche Richtung soll es künftig gehen? Studium, Beruf oder eine schulische Ausbildung? Welches Berufsfeld passt zu den eigenen Interessen? Welche Anforderungen stellt die Arbeitswelt? Eine Hilfe bei der Orientierung und Entscheidungsfindung ist da nun schon zum 23. Mal die Berufsorientierungsmesse BOMAH in Ahaus. Sie findet in diesem Jahr erneut an zwei Tagen – am 8. und 9. Oktober 2019 – auf dem Gelände der drei Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises Borken statt.

Bei der BOMAH zeigen unterschiedliche Hochschulen, Innungen, Unternehmen und viele weitere Ausstellerinnen und Aussteller, welche Möglichkeiten es für junge Menschen in unserer Region gibt. Rund 100 Ausbildungsberufe – sowohl klassische als auch neue Berufsbilder – werden dort vorgestellt. Die Schirmherrschaft über die Berufsorientierungsmesse hat Landrat Dr. Kai Zwicker übernommen. Die BOMAH ist am Dienstag, 8. Oktober, von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 9. Oktober, sind die Ausstellerinnen und Aussteller von 8 bis 13 Uhr vor Ort.

Seit einigen Jahren gibt es auch eine kostenlose "BOMAH-App". Sie ist eine Alternative beziehungsweise sinnvolle Ergänzung zum Flyer, den es auch weiterhin zur Orientierung gibt. Sie kann über einen QR-Code auf den Flyern und Plakaten sowie über den App-Store des Smartphones heruntergeladen werden.

Der Eintritt zur BOMAH ist frei. Eine Anmeldung ist – mit Ausnahme der Schulen – nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Berufsorientierungsmesse gibt es im Vorfeld der Messe unter www.bomah.de.

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