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Zertifikatskurs für neue Beratungslehrkräfte im Kreis Borken gestartet - Regionale Schulberatungsstelle bildet Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller weiterführenden Schulen im Auftrag der Bezirksregierung weiter

Erstellt von pressemeldungen@kreis-borken.de (Kreis Borken) | | Pressemeldung

Wie kann hilfreiche Beratung von Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern in der Schule gelingen? Und wie kann die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen gestaltet werden, um verschiedenen Herausforderungen des Schulalltags gerecht zu werden? Mit diesen und weiteren Fragen werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des aktuellen Zertifikatskurses für Beratungslehrkräfte im Kreis Borken auseinandersetzen. Insgesamt 19 Lehrerinnen und Lehrer aller weiterführenden Schulformen und Förderschulen nehmen an der einjährigen Fortbildung teil. Diese wird im Auftrag der Bezirksregierung Münster von der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken durchgeführt.

Geleitet wird die Fortbildung von den Schulpsychologen Michael Sylla (Leiter der Schulberatungsstelle), Kristina Timm und Philipp Deing. Zur Auftaktveranstaltung im Kreishaus wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ihre Schulleitungen von Elisabeth Büning, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Schule, Kultur und Sport, begrüßt. Sie hob hervor, dass bereits viele Beratungslehrkräfte den Zertifikatskurs mit Erfolg absolviert hätten, sodass im Kreis Borken mittlerweile ein flächendeckendes Netzwerk von Beratungslehrkräften entstanden sei. Manfred Schumann vom Dezernat für Lehrerfortbildung der Bezirksregierung Münster begrüßte ebenfalls die angehenden Beratungslehrkräfte und sagte die organisatorische Unterstützung für diese Fortbildungsmaßnahme zu.

Ein Schwerpunkt der Fortbildung liegt in der Auseinandersetzung mit systemischem Denken und systemischer Beratungspraxis bei schulischen Problemstellungen. Dabei gehe es laut Michael Sylla darum, Ursachen für Schulprobleme nicht allein Kindern und Jugendlichen zuzuschreiben, sondern zu verstehen, wie sie im Kontext von Familie und Schule einzuschätzen sind. Die angehenden Beratungslehrkräfte lernen, eine konstruktive Haltung einzunehmen, und bekommen zudem handfeste Strategien und erprobte Konzepte an die Hand, die ihnen als Leitlinien in den alltäglichen Routinen Sicherheit vermitteln können.

Beratung in der Schule ist ein umfangreiches Feld, auf dem verschiedene Fachleute sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulen aktiv sind: Schulsozialarbeiter, Sonderpädagogen, Psychologen und Psychiater. Beratungslehrkräfte übernehmen laut entsprechendem Runderlass dabei eine wichtige "Lotsenfunktion", um vorhandene Netzwerke und Angebote zu nutzen, sowie entsprechende Beratungskompetenzen zu vermitteln. Sie werden bei ihrer Tätigkeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Beratungsanlässe wie beispielsweise Mobbing, Begabungsfragen, Teilleistungsstörungen und Schulabsentismus konfrontiert und stehen sowohl den Jugendlichen und Eltern als auch Kolleginnen und Kollegen beratend zur Seite. Unterstützung darin finden sie auch nach der Fortbildung bei der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken, die den Schulen im Kreis Borken mit vielfältigen Angeboten zur Seite steht. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.rsb-borken.de.

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