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Kreis Borken: Neustrukturierung der Notarztversorgung im Raum Vreden - Klinikum Westmünsterland stellt weiterhin die Versorgung sicher

Erstellt von pressemeldungen@kreis-borken.de (Kreis Borken) | | Pressemeldung

Mit dem anstehenden Jahreswechsel kommt es zu einer Neustrukturierung der Notarztversorgung im Raum Vreden: Aufgrund von sich ändernden Rahmenbedingungen im Personalbereich des Klinikums Westmünsterland wird der Notarzt ab Januar 2020 von den Krankenhäusern Ahaus und Stadtlohn gestellt. Bislang erfolgte dies über das Krankenhaus in Vreden. Das teilt jetzt Dr. Elisabeth Schwenzow, Dezernentin für Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung Borken, mit. Über die Änderung wurden bereits die Stadt Vreden und die örtliche Ärzteschaft informiert.

Der Kreis Borken hat als Träger des Rettungsdienstes die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung und des Krankentransports zu gewährleisten. Dabei haben die Krankenhäuser die Notärzte zu stellen. Hierzu gibt es entsprechende Verträge zwischen dem Kreis Borken und dem Klinikum Westmünsterland. Das Klinikum hat nun den Vertrag zur Notarzt-Gestellung durch das Krankenhaus Vreden mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 kündigen müssen. Gleichzeitig sichert es aber die notärztliche Versorgung des Raumes Vreden über die Krankenhäuser Ahaus und Stadtlohn zu.

In den vergangenen Jahren sei es in allen Krankenhäusern zu einer zunehmenden Verdichtung der ärztlichen Klinikarbeit gekommen, erläutert Tobias Rodig, Pressesprecher im Klinikum Westmünsterland, die Entscheidung seines Hauses. Das habe dazu geführt, dass die Doppelfunktion des Notarztes in der Klinik und im Rettungsdienst zunehmend unattraktiv für junge Medizinerinnen und Mediziner geworden sei. Immer weniger Ärzte legten daher den für die Notarzt-Tätigkeit notwendigen Nachweis "Fachkunde Rettungsdienst" ab. Durch die Neuregelung werde es im Klinikum Westmünsterland möglich, die Notarzteinsätze effektiver zu strukturieren. So könne dafür Sorge getragen werden, dass dauerhaft Ärzte vorhanden seien, die nicht nur über die notwendige Fachkunde verfügen, sondern gleichzeitig sehr gut auf rettungsdienstliche Notsituationen vorbereitet sind – zum Beispiel durch intensivmedizinische Erfahrungen und Kenntnisse in der Versorgung von Schwerverletzten.

Nicht berührt von der Neuerung werden laut Dr. Schwenzow rettungsdienstliche Notfalleinsätze ohne Notarztanforderung sowie die Krankentransporte. Die rund um die Uhr besetzte Rettungswache Vreden wird weiterhin mit ihrem qualifizierten Personal (Rettungsassistenten und Notfallsanitäter) die Versorgung der Bevölkerung gewährleisten.

Dr. Schwenzow zeigt sich erleichtert, dass eine Lösung gefunden werden konnte, mit der die rettungsdienstliche Versorgungssicherheit im Raum Vreden nahtlos sichergestellt wird. Sie verwies zudem darauf, dass die Zahl der Alarmierungen des Notarztes in Vreden in den vergangenen Jahren leicht gesunken sei (2018: 360, 2017: 423). Der Grund dafür liege vor allem darin, dass aufgrund inzwischen deutlich höherer Ausbildungsstandards die Notfallsanitäter mehr medizinische Aufgaben übernehmen dürfen.

Unabhängig von der Entwicklung in Vreden bereitet der Kreis Borken bereits die Einführung des "Tele-Notarzt-Systems" vor. Dabei kann im Einsatzfall von den vor Ort tätigen Rettungskräften ein Notarzt digital zugeschaltet werden. Darüber hatte Dr. Schwenzow bereits in der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung des Kreises am 16. September 2019 informiert. Sie hofft, dass es dazu in Kürze grünes Licht von den Krankenkassen geben wird, damit dann die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können.

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