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Jahresabschluss der Führungskräfte der Feuerwehren im Kreisgebiet mit Landrat Dr. Kai Zwicker - Treffen in Schöppingen

Erstellt von pressemeldungen@kreis-borken.de (Kreis Borken) | | Pressemeldung

Auf Einladung des neuen Kreisbrandmeisters des Kreises Borken, Stefan van Bömmel aus Stadtlohn, kamen jetzt die Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Kreis Borken im "Kraftwerk" in Schöppingen zu ihrem traditionellen Jahresabschluss zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen ein Rückblick auf die Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres, ein Ausblick auf neue Aufgaben sowie ein Fachvortrag zum Thema "Bedrohungslagen" von Marc Hübner, Institut der Feuerwehr aus Münster.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Kreisbrandmeister übermittelten Ortsbürgermeister Franz-Josef Franzbach sowie Landrat Dr. Kai Zwicker die Grüße der kommunalen Familie des Kreisgebietes und dankten zudem für das vorbildliche Engagement für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Dabei stellte der Landrat heraus, dass es bislang 2019 glücklicherweise keine Großschadenslagen gegeben habe. Dennoch seien die heimischen Feuerwehren tagtäglich zu Einsätzen gerufen worden, vom Kleinbrand bis zum Feuer mit Menschenleben in Gefahr, von der Ölspur bis zum ABC-Alarm.

Eine Selbstverständlichkeit bedeute es, die Feuerwehrkräfte mit geeigneter persönlicher Ausrüstung vor Gefahren und Einwirkungen am Einsatzort zu schützen. Genauso selbstverständlich müsse es sein, sie mit den psychischen und seelischen Belastungen aus Einsätzen nicht alleine zu lassen, erklärte Dr. Zwicker weiter. Er zeigte sich daher sehr erfreut darüber, dass im Kreis Borken das System der Psychosozialen Unterstützung für Feuerwehrleute neu strukturiert und weiter ausgebaut werden konnte: Inzwischen sorgen drei Einsatzteams – Team Nord, Team Mitte und Team-Süd – dafür, dass rund um die Uhr schnelle Hilfe geleistet werden kann. Rund 70 überwiegend ehrenamtliche Feuerwehrkräfte wirken in den Teams mit. Für eine einheitliche Ausstattung der Kräfte hat der Kreis Borken besondere Polo-Shirts und Funktionswesten beschafft.

Wie der Landrat weiter ausführte, habe 2019 ein wichtiges Projekt einen entscheidenden Schritt vorangebracht werden können. So würden jetzt die Feuerwehren Stadtlohn und Vreden den gemäß Konzept des Landes NRW von jedem Kreis zu stellenden Verletzten-Dekontaminationsplatz betreiben. Ausdrücklich dankte er den beiden Feuerwehren wie den zuständigen Stadtverwaltungen für ihre Unterstützung. Es sei sicherlich eine große Herausforderung für rein ehrenamtlich strukturierte Feuerwehren, dies zusätzlich zu den eigentlichen Aufgaben zu "stemmen", so Dr. Zwicker. Das für die Aufgabe benötigte Wechselladerfahrzeug werde derzeit beschafft und gemeinsam mit dem Abrollbehälter "V-Dekon" bei der Feuerwehr Stadtlohn stationiert.

Der Einsatzerfolg der Feuerwehren sei entscheidend von der Aus- und Fortbildung abhängig, betonte der Landrat. Er sprach daher den Verantwortlichen der Feuerwehr Bocholt Dank und Anerkennung für die professionelle Planung der Feuerwehrausbildung im Kreis Borken aus und bezog ausdrücklich alle Ausbilderinnen und Ausbilder mit ein. In diesem Zusammenhang sicherte er zu, dass der Kreis weiterhin in die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren investieren werden. So würden beispielsweise die Brandübungen auf dem Trainingsgelände in Weeze mittlerweile zum festen Bestandteil im Ausbildungsprogramm gehören. Die Kosten für einen einzigen Übungstag dort belaufen sich auf rund 16.000 Euro. Auch im neuen Jahr werde der Kreis dafür die notwendigen Finanzmittel bereitstellen, versprach Dr. Zwicker.

Über das "Zusammenwirken von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst bei Bedrohungslagen" referierte anschließend Marc Hübner vom Institut der Feuerwehr aus Münster. Seit einigen Jahren habe sich für Einsatzkräfte etwas Gravierendes verändert, konstatierte er eingangs. Mitunter würden sie vor Ort nicht mehr mit offenen Armen empfangen. Stattdessen werde ihnen mit Gewalt und Drohungen entgegengetreten. Angriffe auf Rettungskräfte füllen inzwischen regelmäßig die Schlagzeilen der Medien. Aber auch auf Amok-Lagen wie seinerzeit an einer Schule in Emsdetten müsse sich die Feuerwehr vorbereiten. Welche Einsatz-Taktiken dafür infrage kommen können, stellte der Experte dann im Einzelnen vor.

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