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Erste 5G-Vernetzungsveranstaltung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr in Kaiserslautern - mit dabei: Kreis Borken - Grund: Projekt 5G-Telerettung - Weiterentwicklung des "Telenotarztsystems"

Erstellt von pressemeldungen@kreis-borken.de (Kreis Borken) | | Pressemeldung

Auf Einladung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr hat jetzt in Kaiserslautern ein besonderes Treffen stattgefunden: Aus ganz Deutschland kamen dort rund 160 Fachleute von vom Bund geförderten 5G-Mobilfunk-Forschungsprojekten zu einem ersten Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen. Mit dabei war auch Caren Heidemann von der Stabsstelle des Kreises Borken. Vom Kreishaus in Borken aus koordiniert sie das Vorhaben 5G-Telerettung – Weiterentwicklung des "Telenotarztsystems". Der Kreis Borken ist nämlich "Lead-Partner" bei diesem Vorhaben, an dem ein ganzes Konsortium von Institutionen und Unternehmen mitwirkt. Bis Ende 2024 untersuchen die Beteiligten, wie die Potenziale, die der 5G-Mobilfunkstandard bietet, für das derzeit bereits auf insgesamt vier Rettungsfahrzeugen an den Standorten in Ahaus, Borken, Reken, Vreden installierte Telenotarztsystem nutzbar gemacht werden können. Dazu werden vor allem zwischenzeitlich auf 5G basierende Geräte und Leistungen in den Blick genommen.

Zunächst bestand für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern die Gelegenheit, Entwicklungen der dortigen Modellregion "5G für Stadt, Land und Arbeit" in Augenschein zu nehmen. Danach folgten Vorträge zu weiteren der insgesamt 50 Projekte, die zurzeit im Rahmen des Bundesprogramms gefördert werden. Alle Forschungsvorhaben wurden zudem im Rahmen einer "Poster-Session" präsentiert. Überdies fanden verschiedenste Workshops rund um das Thema 5G statt.

Für das Konsortium nahm neben Caren Heidemann auch Jan Stock, Geschäftsführer des beteiligten Unternehmens L2R aus Kürten, teil. Dieses Unternehmen hat sich auf E-Learning im Bereich Rettungsdienst und Gefahrenabwehr spezialisiert.

Zum Hintergrund:

Das Telenotarztsystem, das Anfang 2021 im Kreis Borken eingeführt wurde, arbeitet ergänzend zum "realen" Notarzt. Es ermöglicht den vor Ort im Rettungseinsatz tätigen Kräften eine unmittelbare, sichere und zuverlässige Konsultation mit einem in einer Telenotarzt-Zentrale befindlichen Notfallmediziner.

Der Mobilfunkstandard 5G hat aus Sicht der Projektbeteiligten das Potential, durch Einbindung neuer Sensorik- und Diagnostiklösungen das Einsatzspektrum des Telenotarztes deutlich zu erweitern. Dies kann – bei gleichzeitiger Entlastung knapper Notarztressourcen – die notärztliche Versorgung gerade im ländlichen Raum nachhaltig verbessern. Um hierzu innovative Lösungen zu entwickeln, haben sich folgende Institutionen und Unternehmen zu einem Projektkonsortium zusammengeschlossen (in alphabetischer Reihenfolge):

 

Aachener Institut für Rettungsmedizin und zivile Sicherheit

Fachhochschule Südwestfalen

Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie Bocholt als assozierte Partnerin

L2R GmbH, Kürten

Klinikum Westmünsterland GmbH

Kreis Borken (Abteilungen Kreisentwicklung als "Lead Partner" und Rettungsdienst)

Oculavis GmbH, Aachen

umlaut telehealthcare GmbH, Aachen

Weinmann Emergency Medical Technology GmbH + Co. KG, Hamburg

Westfälische Hochschule am Standort Bocholt

 

Dieses Konsortium bewarb sich mit einem entsprechenden Forschungskonzept um Bundesförderung, die das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (vormals Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) dann im Dezember 2021 für einen Zeitraum bis Ende 2024 bewilligte.

Im Zentrum der Entwicklung steht die Einbindung von mobiler Sonographie unter telemedizinischer Anleitung in den Rettungsdienst. Zusätzlich soll weitere medizinische Technologie, wie "Smart Glasses" (Datenbrillen, in denen Informationen im Sichtfeld des Benutzers hinzugefügt werden können) genutzt und weitere Medizingeräte, wie z. B. ein Beatmungsgerät, in das Telenotarztsystem integriert werden. Die technische Systementwicklung sowie die Überprüfung möglicher Vorteile von 5G sollen im "5G-Campusnetz" am Standort Bocholt der Westfälischen Hochschule erfolgen und im Praxiseinsatz anschließend erprobt werden. Dabei werden sowohl die theoretischen 5G-Potenziale als auch die realen Einsatzmöglichkeiten in eher ländlich geprägten Regionen wie dem Kreis Borken untersucht.

Auch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat zu dem Treffen eine Pressemitteilung veröffentlicht, die auf dessen Website unter https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-im-alltag.html zu finden ist.

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