Planungs- und Arbeitshilfen für Ärztinnen und Ärzte

Dem Gesundheitswesen kommt bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt eine besondere Rolle zu. Oftmals wenden sich Betroffene zuerst an Ärztinnen und Ärzte oder andere Personen von Gesundheitsberufen. Diese leisten erste Hilfe und sie haben Möglichkeiten, Fälle von häuslicher Gewalt aufzudecken.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich deshalb 2004 der Frage gewidmet, welche Rolle der Ärzteschaft bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt zukommt und was sie konkret zur Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Frauen und Kinder leisten kann.

Das Gesundheits- und das Frauenressort haben aus dieser Fragestellung heraus gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesgesundheitskonferenz, insbesondere aus der Ärzteschaft und weiteren Expertinnen und Experten des Gesundheitswesens, Empfehlungen erarbeitet, wie die Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten in der Praxis optimiert werden können.

Die daraus resultierende Planungshilfe „Häusliche Gewalt und Gesundheit“, zu der auch ein Leitfaden sowie ein Dokumentationsbogen zur „Diagnose: Häusliche Gewalt“ für professionell Handelnde im Gesundheitswesen gehören, werden nachfolgend zur Verfügung gestellt.

Auch Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner werden bei der Ausübung ihres Berufs mit den Folgen gewaltbedingter Verletzungen konfrontiert. Die Zahnärztekammer Nordrhein hält deshalb einen Forensischen Befundbogen zur präzisen Dokumentation bereit.

Die Arbeitsgruppe "Häusliche Gewalt und Gesundheit" des Runden Tisches GewAlternativen hat Ende 2014 an alle Hausarztpraxen im Kreis Borken eine Postkarte verschickt. Diese soll auf das Thema aufmerksam machen und Ärztinnen und Ärzten einen ersten Anlaufpunkt nennen.


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