Kleingewässer

Kleingewässer zählen zu den artenreichsten Lebensräumen von Pflanzen und Tieren. Besonders typische Bewohner sind Lurche und Frösche sowie eine Vielfalt von Libellenarten. Sie sind Laichplätze für Libellen und Amphibien und dienen als Brut- und Rastplätze für Wasservögel, bieten Trink-, Bade- und Nahrungsmöglichkeiten für eine Fülle von Tierarten.

Kleingewässer weisen eine artenreiche Pflanzenwelt auf. Neben den typischen Sumpfpflanzen, wie Binsen, Seggen, Schilfrohr, Rohrkolben, entwickeln sich dort eine Vielfalt von Pflanzen und Pflanzengesellschaften, von denen ein Teil vom Aussterben bedroht ist.

Tümpel, Weiher, Teiche und Blänken waren bis vor einigen Jahrzehnten in der Nähe eines jeden Bauernhofes, in den Wiesen und Weiden und an den Waldrändern zu finden. Teilweise mit Röhricht und Wasserpflanzen bewachsen, von einer Weiden- oder Erlengruppe begleitet, prägten sie das Bild unserer heimischen Landschaft.

Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und entsprechenden agrarstrukturellen Maßnahmen wurden sie bis auf einige wenige trocken gelegt, zugeschüttet, ausgebaggert und manchmal auch in Müllgruben verwandelt.

Die Naturfördergesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Landschaftselement wieder verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stellen.
Rd. 20 Kleingewässer wurden in den letzten Jahren auf Initiative, mit fachlicher Unterstützung und mit finanzieller Förderung der Naturfördergesellschaft im Kreisgebiet Borken angelegt.

Weitere müssen aber noch folgen, soll der Verlust dieser Biotope einigermaßen ausgeglichen werden.

Die Naturfördergesellschaft möchte besonders Landwirte und andere Grundstücksbesitzer im Außenbereich sowie Naturschutzverbände, aber auch Vereinigungen (z. B. Heimatvereine) anregen und aufrufen, geeignete Kleingewässer für die Artenvielfalt anzulegen.

Auskünfte über fachliche und finanzielle Unterstützung beim Anlegen von Kleingewässern erteilt die Geschäftsstelle der Naturfördergesellschaft.

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