Förderrichtlinien

über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege durch die Naturfördergesellschaft
 

1. Zuwendungszweck

Gemäß § 2 Ziffer 1 seiner Satzung vom 11.12.1990 verfolgt die Naturfördergesellschaft den Zweck, freiwillig, unabhängig und in Ergänzung zu den Maßnahmen der Behörden und sonstigen Institutionen die Natur und Landschaft im Kreis Borken zu pflegen und zu entwickeln.

Zu diesem Zweck gewährt sie Zuwendungen für Maßnahmen, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft nachhaltig sichern.


2. Gegenstand der Förderung

2.1 Gefördert werden können Maßnahmen

  • die dazu bestimmt und geeignet sind, die Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege (§§ 1 und 2 Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen -LG NW-) zu verwirklichen,
  • zur Instandsetzung und Unterhaltung von Einrichtungen im Zusammenhang mit Naturschutz und Landschaftspflege,
  • zur Sicherung oder Arrondierung von landschaftlich relevanten Bereichen durch die ordentlichen Mitglieder des Vereins,
  • zur Gestaltung von Flächen, die für die ökologische Vernetzung der Landschaft von Bedeutung sind (z. B. Anpflanzungen, Anlegen von Kleingewässer u. Ä.),
  • zum Schutz und zur Pflege wild wachsender Pflanzen, wild lebender Tiere und zur Sicherung ihrer Lebensstätten,
  • die dazu geeignet sind, die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Borken über den Aufgabenbereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu informieren (Öffentlichkeitsarbeit).

2.2 Nicht gefördert werden

  • Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Sinne der §§ 4 bis 6 LG NW, die von der Landschaftsbehörde aufgrund von Eingriffen in Natur und Landschaft gefordert wurden.

 
3. Zuwendungsempfänger

  • Einzelpersonen, Personengruppen, ideelle Vereine des BGB.

 
4. Zuwendungsvoraussetzungen

Zuwendungen können vom Vorstand bewilligt werden, wenn die Maßnahme vom Fachbeirat des Vereins gemäß § 11 seiner Satzung fachlich geprüft und befürwortet worden sind. Die öffentlich-rechtlichen bzw. privatrechtlichen Voraussetzungen für eine dauerhafte Sicherung des Zuwendungszwecks müssen vorliegen.

Ein Rechtsanspruch auf Zuwendungen besteht nicht.


5. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Zuwendungsart: Projektförderung
Finanzierungsart: Festbetragsfinanzierung
Es kann sich dabei um eine vollständige Übernahme der anfallenden Kosten oder um eine teilweise Übernahme handeln.

 
6. Sonstige Zuwendungsbestimmungen

  • Der Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, soweit nicht bereits anderweitig geregelt, die geschaffenen Einrichtungen dauerhaft zu unterhalten und zu pflegen.
  • Er ist verpflichtet, innerhalb einer durch die Naturfördergesellschaft gesetzten Frist etwaige Mängel zu beseitigen.
  • Die Zweckbindung für die mit Zuwendungen der Naturfördergesellschaft durchgeführten Maßnahmen wird mit der Bewilligung festgelegt.

7. Verfahren

  • Anträge sind formlos bei der Geschäftsstelle der Naturfördergesellschaft e.V. zu stellen. Dem Antrag sind alle notwendigen Informationen (Text und ggf. Karte) beizufügen.
  • Bei einer Bewilligung erfolgt die Auszahlung jeweils nach Durchführung der Maßnahme, ihrer Abnahme durch Vertreter des Fachbeirates der Naturfördergesellschaft und nach Vorlage der entsprechenden Rechnungsbelege.

 
8. In-Kraft-Treten

Diese Rahmenrichtlinie tritt mit Wirkung vom 01.01.1999 in Kraft.

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