European Energy Award®

Der Kreis Borken macht seit dem Sommer 2012 beim European Energy Award mit.

Der European Energy Award® (eea) ist ein Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierungssystem.
Der Qualitätsmanagementprozess zum Schutz des Klimas und zur Steigerung der Energieeffizienz wird im Wesentlichen von der Kommune selbst getragen. Für die Begleitung des Projektes EEA hat der Kreis Borken den externen eea-Berater Reiner Tippkötter vom infas enermetric (Integrale Facility Management Systeme GmbH) aus Greven engagiert. Die Projektleitung im  liegt bei Hubert Grothues, Leitender Kreisbaudirektor. In dem eea-Prozess wird er durch den Fachbereich Natur und Umwelt unterstützt.  

Während des Projektes, das über 4 Jahre läuft, also bis Sommer 2016, werden in der Kreisverwaltung eine prozessorientierte Energiepolitik, sowie fachübergreifendes Handeln eingeführt, mit dem Ziel die kommunale Energiearbeit zum Erfolg führen. Dabei sollen die Punkte: Effizienter Umgang mit Energie, Verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, nachhaltige kommunale Energiepolitik Beachtung finden.

Durch die Teilnahme wird deutlich, wie gut der Kreis Borken schon im Thema Klimaschutz und Steigerung der Energieeffizienz aufgestellt ist. Er soll zudem dazu beitragen, sich weiterhin dauerhaft und nachhaltig in den Themen zu engagieren. Das Verfahren orientiert sich an dem Managementzyklus „Analysieren – Planen – Durchführen – Prüfen – Anpassen“.

Dabei wird eine systematische Ist-Analyse und die Bewertung aller energierelevanten Maßnahmen vorgenommen. Ferner ermöglicht der eea die Identifizierung der effektivsten Projekte und die konkrete Maßnahmenplanung und er führt zur Umsetzung von Projekten und kontinuierlicher Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz in der Kommune. Zudem gewährleistet er die regelmäßige interne Kontrolle der Erfolge und die Optimierung der Energiearbeit in einem stetigen Prozess.

Die jährliche Erfolgskontrolle und Anpassung der Ist-Analyse und des Arbeitsprogrammes werden entsprechend des Managementzyklus durchgeführt.

Die folgenden Handlungsfelder werden eea mit den angegebenen Gewichtungen (%-Zahlen) regelmäßig unter die Lupe genommen:

Bereich 1: Entwicklungsplanung, Raumordnung (19%)

Bereich 2: kreiseigene Liegenschaften und Anlagen (21%)

Bereich 3: Versorgung, Entsorgung (10%)

Bereich 4: Mobilität (11%)

Bereich 5: interne Organisation (14%)

Bereich 6: Kommunikation, Kooperation (25%).

Um die Bereiche regelmäßig „unter die Lupe“ nehmen zu können, wurde ein Energieteam gegründet, dass sich 4 – 6 mal pro Jahr zusammenfindet. In den Sitzungen wurde ein umfassendes Arbeitsprogramm aufgestellt hat, welches stetig ergänzt und erweitert wird.   

Der Maßnahmenkatalog umfasste bei der „Bestandsaufnahme“ im Januar 2013 bereits insgesamt 88 Maßnahmen. Diese sind zum März 2014 auf insgesamt 132 Maßnahmen angestiegen.

Neben dem Qualitätsmanagementsystem beinhaltet der eea auch ein Zertifizierungsverfahren mit anschließender Auszeichnung, das auf europäischer Ebene entwickelt wurde und umgesetzt wird.

Eine Auszeichnung erhält, wer mindestens 50 Prozent der Punkte (von max. 500) erreicht hat. Die Auszeichnung wird vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und der EnergieAgentur NRW mit dem „EEA“ überreicht. Bei Erreichung von 75 Prozent der Punkte bekommt die Kommune vom Europäischen Forum EEA e.V. den „EEA Gold“ verliehen.

Der Kreis Borken bewirbt sich im Jahr 2015 direkt um die Gold-Auszeichnung.

⇒ Weitere Informationen zum eea finden Sie unter: http://www.european-energy-award.de/

 

 

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