„Wissen wo der Schuh drückt“- Jugendverbandsarbeit im Wandel

Jährliches Treffen für die Geschäftsführer der Jugendverbände auf Kreisebene

Am Montag, den 28.01.2019  trafen sich die Geschäftsführer der Vereine und Verbände aus dem Bereich der Jugendverbandsarbeit im Kreishaus Borken. Jährlich findet dieses Geschäftsführertreffen aller Jugendverbände und –vereine statt, die über einen entsprechenden Kreis- bzw. Bezirksvorstand verfügen. Das Kreisjugendsamt Borken unterstützt die Vereine und Verbände finanziell und steht Ihnen auch mit fachlich-inhaltlichen Fragen beratend zur Seite. „Die Jugendverbandsarbeit im Kreis Borken ist fast ausschließlich ehrenamtlich organisiert. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient unsere Anerkennung und Unterstützung,“ so Ute Isferding Abteilungsleiterin für den Bereich der Kinder- und Jugendförderung. Die Jugendverbandsarbeit ist seit geraumer Zeit im Umbruch und nimmt die veränderten Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen deutlich wahr. Diese waren u.a. auch Thema bei dem Jahrestreffen.

Faktoren wie die Digitalisierung aber auch beispielsweise der flächendeckende Ausbau der Ganztagsangebote stellt die Arbeit vor neue Herausforderungen. Das Handy wird als ständiger Begleiter der Jugendlichen wahrgenommen und auch im Bereich der Vereins- und Verbandsarbeit immer mehr für die Kommunikation zu den Jugendlichen genutzt. Auch die Akquise von Vereinsangeboten sowie die Erledigung notwendiger formeller Angelegenheiten laufe fast ausschließlich nur noch über die digitale Kommunikation. Für die Durchführung der eigentlichen Vereins-bzw. Verbandsangebote seien mittlerweile klare Regeln im Umgang mit dem Handy unerlässlich.

Auch wurde thematisiert, dass Jugendliche immer weniger Zeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren und Gruppenstunden immer weiter in den Abendbereich verlagert werden müssen oder aber auch andere Angebotsformate z.B. an den Wochenenden wichtiger würden. Es sei zu beobachten, dass Schule einen hohen Stellenwert bei den Jugendlichen einnimmt und immer mehr Zeit- und Leistungsdruck die Anforderungen  an die Jugendlichen steigen lassen.

Insgesamt zeichnete sich aber ab, dass die Jugendverbandsarbeit insbesondere durch die Veränderung der Schullandschaft und der damit verbundenen zeitlichen Auslastung der jungen Menschen, einem deutlichen Wandel unterliegt. Je nachdem, in welchem Bereich die Jugendverbandsarbeit inhaltlich unterwegs ist, bieten sich z.T. auch Möglichkeiten der Kooperation mit Schule bzw. Ganztagsangeboten in Form regelmäßiger, aber durchaus auch punktueller Angebote wie  z.B. zu Projekt- oder Präventionstagen. .

Im Vordergrund stehe aber nach wie vor die eigene Vereins- und Verbandsarbeit außerhalb von Schule, so der Tenor aus der Runde.  Jugendverbandsarbeit bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten sich zu engagieren, auszuprobieren und schafft für junge Menschen eigene Erfahrungsräume und ist ein maßgeblicher Akteur für eine jugendgerechte Gesellschaft. Politik und Gesellschaft müssen Bedingungen schaffen, unter denen Jugendliche und junge Erwachsene die Herausforderungen meistern können, die mit der Lebensphase Jugend verbunden sind. „Gerade durch ehrenamtliches Engagement können Jugendliche erleben, dass ihr Handeln bedeutsam ist“, so Isferding.

Neben den inhaltlichen Aspekten der  Arbeit in den Vereinen und Verbänden wurden auch die neuen Fördermodalitäten des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes NRW vorgestellt sowie auf weitergehende Förderprogramme hingewiesen. Die Fachabteilung Kinder- und Jugendförderung bietet Beratung und Unterstützung bei Fragen zu Fördermöglichkeiten sowie zu rechtlichen Fragen in der Kinder- und Jugendarbeit an.

online upd@te 2019 - "Homo Digitalis"- Auswirkungen der digitalen Lebenswelt auf uns und unsere Persönlichkeit

Das Netzwerk "online upd@te" feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Seit nunmehr 10 Jahren werden für den Bereich des Jugendmedienschutzes sowie der Medienerziehung Multiplikatorenschulungen über das Netzwerk angeboten. "Waren wir von der Polizei und dem Jugendamt früher noch jeder alleine für die Durchführung von Elternabenden unterwegs in den Schulen und Einrichtungen, so haben wir uns heute deutlich breiter aufgestellt, indem wir Lehrer , Schulsozialarbeiter und andere Fachkräfte zu Multiplikatoren schulen", so Ulrich Kolks von der Kreispolizeibehörde Borken. Er und Ute Isferding von der Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreisjugendamtes haben sich vor 10 Jahren dazu entschlossen, deutlich enger zu kooperieren und gemeinsam das neue Angebotsformat auf den Weg zu bringen, dass bereits im 10. Jahr auf dem Tobit.campus in Ahaus durchgeführt wird.

Der Bereich der digitalen Welt und der für diesen Bereich notwendigen Präventionsangebote hat in den vergangen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. "Der Bereich ist mittlerweile so vielseitig und schnelllebig geworden, dass eine Profession oder Institution mit ihren fachlichen Ausrichtungen nicht ausreicht, um ein derartig umfassendes Schulungs- und Beratungsangebot vorhalten können", so Ute Isferding.

Mittlerweile kooperieren in dem Netzwerk nicht nur die Kreispolizeibehörde, das Kreisjugendamt und Stadtjugendamt Ahaus, sondern auch die Schulpsychologische Beratungsstelle und das Medienzentrum des Kreises Borken, sowie 3 Lehrer als Vertreter unterschiedlicher Schulformen.

In diesem Jahr geht es schwerpunktmäßig um die Auswirkungen digitaler Welten auf die Lebenswelt von Jugendlichen. Interessierte Lehrer/Innen, Schulsozialarbeiter/innen und andere Multiplikatoren können sich unter www.kreis-borken.de/online-update informieren und sich hierüber auch zu der eintägigen Fachtagung anmelden, die jeweils am 12.und 13.03.2019 auf dem Tobit.campus Ahaus durchgeführt wird.

Der diesjährige Hauptreferent Prof. Dr. Chrisitan Montag wird am 12.03.2019 um 19:30 Uhr einen offenen Fachvortrag für alle Interessierten auf dem Tobit.campus anbieten unter dem Titelt: "Homo Digitalis- Auswirkungen digitaler Welten auf uns und unsere Persönlichkeit." Was macht beispielsweise eine übermäßige Smartphone-Nutzung mit uns, welche Folge sie auf unser Gehirn und unsere Entwicklung hat und welche gesellschaftliche Folgen damit verbunden sind, ist u.a. Thema des Abends. Prof. Dr. Montag lehrt molekulare Psychologie an der Universität Ulm und ist Visiting Professor an der University of Electronic Science and Technologie in Chengdu, China. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den genannten Fragen und forscht u.a. im Bereich der Internet- und Smartphonesucht.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter www.kreis-borken.de/homo-digitalis

 

Aktionswoche "Sucht hat immer eine Geschichte"

Am 07.11.2018 startet die Aktionswoche "Sucht hat immer eine Geschichte" in Gronau. Das Programm für die Aktionstage ist gefüllt mit unterschiedlichsten Angeboten rund um das Thema Sucht. Neben Fachvorträgen, Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen, gibt es auch Angebote im Bereich Sport, Ernährung und Kommunikation. Auch die Abteilung Kinder- und Jugendförderung ist bei der Aktionswoche mit zwei Projekten beteiligt. Alle Angebote, Inhalte, Informationen und Ansprechpartner sind im Programmheft zusammengetragen.

Aktuelles

Informationsveranstaltung zur neuen Datenschutz-Grundverordnung für Jugendvereine- und verbände

Am 11.07.2018 hat die Abteilung Kinder- und Jugendförderung Akteure der Kinder- und Jugendarbeit in das Kreishaus eingeladen. Thema war die neue Datenschutz-Grundverordnung und ihre Auswirkungen für die Jugendvereine und Verbände. Referent war Christian Rudde, Wirtschaftsinformatiker und freier Medienreferent. Neben der Aufklärung über den Inhalt und Auftrag der neuen DSGVO beantwortete er ausführlich aufkommende Fragen aus der Praxis. Seine Präsentation, die er am Abend vorstellte, gibt es unter folgendem link als download:

Fortbildungsveranstaltung online-UPD@TE am 06. März 2018

Am 06. März 2018 findet die Fortbildungsveranstaltung online-UPDATE - sicher im Netz unter dem Titel "Wo sind all meine Daten hin...? Big Data in der Medienerziehung" für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter/innen und Fachkräfte aus der Jugendhilfe bei Tobit.Software in Ahaus statt. Mehr Informationen finden sich hier im Flyer. Anmeldungen sind per Mail unter onlineupdate(at)kreis-borken.de möglich.

Fachvortrag für Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule und Gesundheitshilfe

"Burnout-Kids" - Erschöpfungsdepressionen bei Kindern und Jugendlichen als Auswirkung unserer Leistungsgesellschaft

Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort referiert am Montag, den 09.10.2017 um 16 Uhr in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stadtlohn. Nur mit Voranmeldung. Mehr Informationen finden sich hier.

Kabarettveranstaltung mit Funke und Rüther

"Hauptsache gesund" - eine Veranstaltung im Rahmen des Aktionsmonats Seelische Gesundheit am Donnerstag, den 05.10.2017 um 20:00 Uhr in der Landesmusikakademie Heek-Nienborg.

Kartenvorverkauf über das Bürgerbüro der Gemeinde Heek und über die Fachabteilung Kinder- und Jugendförderung. Vorverkauf 10 Euro / Abendkasse 12 Euro. Mehr Informationen hier oder direkt bei der Abteilung Kinder- und Jugendförderung.

 

Projekt "Willkommen, egal wo Du her kommst" im Kreis Borken abgeschlossen

Am 6. April 2017 wurden die Ergebnisse des Begegnungsprojektes "Willkommen, egal wo Du herkommst!" vor rund 130 Gästen im Cinetechkino in Vreden präsentiert. Die drei Filme und zwölf Fotobanner wurden von Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung im Rahmen von Film- und Fotoworkshops entwickelt. Die Begegnung der Jugendlichen stand hierbei im Vordergrund.

Die Ergebnisse werden nun in Rathäusern, Schulen und sozialen Einrichtungen präsentiert. Die Fotobanner können kostenlos gebucht werden.

Das Projekt fand in Kooperation mit der Jugendarbeit im Kreis Borken statt und wurde finanziell gefördert durch Mittel des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes NRW.

Für mehr Informationen wenden Sie sich direkt an die Mitarbeiterinnen der Abteilung Kinder- und Jugendförderung. Kontakt hier.

 

Auf YouTube finden Sie die Filme:

Makingoff Begegnungsprojekt

Filmworkshop Rhede

Filmworkshop Stadtlohn

Abschlussveranstaltung Forschungsprojekt

Am 29.09.2015 fand im Kreishaus Borken die Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt "Entwicklungsstand und Zukunftsperspektiven der Offenen Kinder- und Jugendarbeit am Beispiel von vier Kommunen". Durchgeführt wurde das Forschungsprojekt durch die Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und Entwicklung. Prof. Dr. Ulrich Deinet untersuchte im Kreisgebiet die Offene Kinder- und Jugendarbeit in den vier Referenzkommunen Rhede, Vreden und Legden.

Die abschließenden Daten können Sie hier als PDF downloaden.

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