Abgrabungen

Als Abgrabung wird die oberirdische Gewinnung von mineralischen Bodenschätzen wie Kies, Sand, Ton, Lehm, Kalkstein, Moorschlamm und Torf bezeichnet. Abgrabungen und die anschließende Herrichtung des Gebietes werden von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Borken genehmigt und überwacht.

Der Kreis Borken ist als Abgrabungsbehörde für die Genehmigung und Überwachung von oberirdischen Abgrabungen im gesamten Kreisgebiet zuständig.
Wer eine Abgrabung vornehmen möchte, muß dazu einen Antrag bei der Unteren Landschaftsbehörde einreichen. Abgrabungen geringen Umfanges für den Eigenbedarf eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes sind genehmigungsfrei, soweit sie nicht in einem Natur- oder Landschaftsschutzgebiet liegen. In diesem Fall wäre eine Befreiung von der jeweiligen Schutzvorschrift zu beantragen.
In der Genehmigung einer Abgrabung wird neben der Gewinnung von Bodenschätzen auch die Herrichtung des beanspruchten Geländes nach Abschluß der Abgrabung geregelt. Dies kann zum Beispiel die Verfüllung und Wiedernutzbarmachung als Wald oder landwirtschaftlicher Fläche sein oder, bei Naßabgrabungen, die Anlage eines Baggersees mit Freizeitnutzung oder als Gebiet zum Schutz für Tiere und Pflanzen.
Im Kreis Borken gibt es zur Zeit ca. 20 Abgrabungsgebiete. Dabei handelt es sich um Sand, Kies oder Tonabgrabungen.

Rechtliche Grundlagen:
Abgrabungsgesetz NW
Landschaftsgesetz NW
Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
Landeswassergesetz (LWG NW)

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