Heimaufsicht

Betreuungseinrichtungen für alte, pflegebedürftige und/oder behinderte Menschen, werden durch die Heimaufsicht kontrolliert und beraten. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Einhaltung der Vorschriften des Wohn- und Teilhabegesetzes zu überwachen und Missstände durch Anordnungen und Auflagen zu beseitigen. Auch die Beratung und Information der Bewerber/innen und der Bewohner/innen sowie deren Angehörigen gehört in ihren Aufgabenbereich.

 

Es gehört zu den Hauptaufgaben der Heimaufsicht, dafür Sorge zu tragen, dass die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen sowie von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen innerhalb des Kreises Borken gewahrt werden. Oder, kurz gesagt, mit dafür zu sorgen, dass Menschen in Betreuungseinrichtungen gut betreut werden.

 

Vor dem Hintergrund der kontinuierlich wachsenden Zahl schwer- und schwerstpflegebedürftiger sowie psychisch beeinträchtigter Menschen in Betreuungseinrichtungen bekommt die Aufgabe Heimaufsicht ein besonderes Gewicht. Da die Bewohnerinnen und Bewohner von Betreuungseinrichtungen oftmals nicht in der Lage sind, ihre Interessen selbst wahrzunehmen, obliegt es der Heimaufsichtsbehörde, verstärkt auf die Betreuung der Menschen in pflegerischer und psychiatrischer Hinsicht zu achten und die Arbeit der Einrichtungen durch eine fachgerechte Beratung zu unterstützen.

 

Das Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) sichert den Bewohnerinnen und Bewohnern von Betreuungseinrichtungen bestimmte Rechte und legt die Pflichten für die Betreiber von Betreuungseinrichtungen fest. So gibt es z.B. Regelungen über bauliche und personelle Mindeststandards, Informationsrechte für die Bewohnerinnen und Bewohner und Vorgaben, wie die Mitbestimmung und Mitwirkung der Menschen in Betreuungseinrichtungen geregelt ist.

 

Die Heimaufsicht ist nicht nur Kontrolle der Betreuungseinrichtungen, sondern im Wesentlichen Beratung und Unterstützung der Betreuungseinrichtung und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Durch regelmäßige Einrichtungskontrollen verschafft sich die Heimaufsicht des Kreises Borken einen Einblick in die verschiedenen Betreuungseinrichtungen. Sie beteiligt dabei den ärztlichen Dienst des Fachbereiches Gesundheit, die Lebensmittelüberwachung, die Bauaufsichtsbehörde sowie das Fachpersonal anderer Behörden (z.B. Brandschutz durch die Städte und Gemeinden). Außerdem arbeitet die Heimaufsicht mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) zusammen, der seinerseits Qualitätsprüfungen in den vollstationären Pflegeeinrichtungen durchführt.

 

Rechtliche Grundlagen:

 

Gesetz über das Wohnen mit Assistenz und Pflege in Einrichtungen (Wohn- und Teilhabegesetz - WTG) Nordrhein-Westfalen (NW)

 

Durchführungsverordnung zum Gesetz über das Wohnen mit Assistenz und Pflege in Einrichtungen (DVO-WTG NW)

 

Sozialgesetzbuch Elftes Buch – Soziale Pflegeversicherung –

 

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