Pflegebedarfsplanung

Mit Beschlüssen des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit vom 05.02.2014 und 11.09.2014 wurde die Verwaltung beauftragt, 

  • eine umfassende, regionalscharfe Bestandsaufnahme der Pflegesituation im Kreis Borken zu erstellen,
  • die Herausforderungen der Zukunft zu beschreiben,
  • mögliche Lösungsansätze zu beschreiben, um auch zukünftig eine angemessene Versorgung sicherzustellen und
  • die Arbeitsmarktsituation der Pflegekräfte zu analysieren etc.


Ziel dieser Planungen soll die Schaffung einer angemessenen, den Wünschen der Betroffenen entsprechenden und finanzierbaren Pflegeinfrastruktur zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen im Kreis Borken sein.

Untermauert wurde der politische Auftrag im Oktober 2014, als Regelungen zur Erstellung einer verbindlichen Pflegebedarfsplanung in das Alten- und Pflegegesetz NRW (APG NRW) aufgenommen und beschlossen wurden. § 7 APG NRW beinhaltet entsprechende Anforderungen an die örtliche Planung. 

Der Kreistag hat in diesem Zusammenhang am 11.12.2014 einstimmig beschlossen, auf die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Übergangsregelung im APG NRW, eine verbindliche Pflegebedarfsplanung zu erstellen, zu verzichten und stattdessen entschieden, den bisherigen politischen Auftrag mit den gesetzlichen Anforderungen zu verknüpfen.

Vor dem Hintergrund der umfangreichen Arbeiten und der möglichst zeitnahen Erstellung der Pflegebedarfsplanung wurde 2015 das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI), Essen, mit der Erarbeitung einer solchen Planung, die den Anforderungen einer verbindlichen Planung nach dem APG NRW entspricht, beauftragt. Der Entwurf der Pflegebedarfsplanung für den Kreis Borken wurde schließlich nach Einbeziehung aller beteiligten Akteure am 10.12.2015 durch den Kreistag in Form einer nicht verbindlichen Pflegebedarfsplanung beschlossen.

Nach § 7 APG NRW ist die Pflegebedarfsplanung – sofern es sich nicht um eine verbindliche Planung handelt – alle zwei Jahre zu aktualisieren. Der Entwurf der 1. Fortschreibung der Pflegebedarfsplanung für den Kreis Borken 2017 wurde in Eigenregie von der Stabstelle Soziales erstellt und am 16.11.2017 dem Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit vorgestellt.

Anschließend wurde er verschiedenen Akteuren im Kreis (Politik, Kommunen, Kommunale Konferenz Alter und Pflege, Wohlfahrtsverbände, private Träger etc.), die mit der Pflegebedarfsplanung arbeiten oder davon betroffen sind, präsentiert. Aus den Erkenntnissen dieses umfangreichen Beteiligungsprozesses sind anschließend im Mai 2018 Handlungsempfehlungen entwickelt worden, die in der Pflegebedarfsplanung 2017 unter Punkt 7. ergänzt wurden. 

Der Kreistag hat am 11.10.2018 die 1. Fortschreibung der Pflegebedarfsplanung 2017 für den Kreis Borken als nicht verbindliche Planung beschlossen.

Die Berichte stehen Ihnen im Folgenden zum Herunterladen zur Verfügung.

Kontakt:

Telefon: 02861 82-1237
 

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