Sozialplanungen und Konzepte (Soziales)

Sozialplanung - eine besondere Verpflichtung gegenüber benachteiligten Personengruppen

Eine besondere Verpflichtung hat Sozialplanung den Personengruppen gegenüber, die ihre Probleme nicht ohne die öffentliche Hand lösen können. Die hohe Lebenserwartung führt zu einer immer größer werdenen Zahl von alten Menschen. Gleichzeitig nimmt die Zahl derjenigen, die alte Menschen innerhalb der Familie versorgen, weiter ab. Außerdem zählen zu den benachteiligten Personengruppen insb. pflegebedürftige Menschen und Menschen mit einer Behinderung. Ständige Veränderungen des Bedarfs, der Bedürfnisse von Betroffenen, aber auch an gesellschaftspolitischen Vorstellungen erfordern eine dauerhafte Planung der Versorgungsmöglichkeiten von benachteiligten Personengruppen.

Rechtliche Grundlagen:

  • § 71 Sozialgesetzbuch XII (Altenhilfeplanung)
  • § 16 Landespflegegesetz NW (Behindertenbedarfsplnung)
  • § 5 Landespflegegesetz NW (Pflegebedarfsplanung)

Ziel der Sozialplanung ist es, für benachteiligte Personengruppen, insb. alte Menschen, Menschen mit einer Behinderung und Pflegebedürftige, ein angemessenes Angebot an erforderlichen Hilfen im Kreis Borken vorhalten zu können. Hierfür muss ermittelt werden, in welchem Umfang Hilfen angeboten werden und inwieweit das Angebot den Bedarf deckt. Besteht eine Versorgungslücke, werden Maßnahmen zur Behebung des Defizits getroffen. Eine Maßnahme kann dabei auch sein, Träger von sozialen Diensten auf die Defizite in der Bedarfsdeckung hinzuweisen und diesen Hilfestellung bei der Umsetzung zu geben.

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