Afrikanische Schweinepest

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine durch einen Virus hervorgerufene Infektionskrankheit, die ausschließlich Schweine – Haus- und Wildschweine – betrifft. Die Afrikanische Schweinepest ist hochansteckend und für die Schweine meist tödlich. Der Erreger (African Swine Fever Virus (ASFV)) kam ursprünglich nur in afrikanischen Ländern vor. 2007 traten erste Infektionen mit der Tierseuche in Russland und Georgien auf, seit 2014 sind mehrere osteuropäische Staaten und zuletzt auch Belgien betroffen.

Ist die Krankheit für Menschen gefährlich?

Für den Menschen ist das ASP-Virus ungefährlich. Auch für andere Tiere besteht keine Ansteckungsgefahr.

Wie wird die ASP übertragen?

Übertragen wird die Krankheit hierzulande entweder direkt von Tier zu Tier oder über kontaminierte Gegenstände, beispielsweise auch über Speisereste (Fleisch- und Wurstwaren) oder Jagdkleidung. Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, in den afrikanischen Ländern, kann die Erkrankung über Lederzecken übertragen werden. Dieser Übertragungsweg spielt aber in den hiesigen Breiten keine Rolle.

Was ist zu tun, wenn ich ein totes Wildschwein finde?

Verendet aufgefundene Wildschweine sind unverzüglich dem Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken zu melden (02861-821003 oder tiereundlebensmittel(at)kreis-borken.de).

Alternativ steht die App Tierfund-Kataster in den Stores zum Download bereit:

 

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Eine Behandlung ist nicht möglich. Anders als gegen die Klassische Schweinepest (KSP) gibt es gegen die ASP keinen Impfstoff. Es können ausschließlich hygienische Maßnahmen und Populationsregulation zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Welche Präventionsmaßnahmen gibt es?

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die von der Sachverständigengruppe ASP des Landes NRW gefordert wird, ist die Reduzierung der Wildschweindichte. Des Weiteren ist die Information der Bevölkerung über das Risiko, das von unsachgemäß entsorgten virushaltigen Lebensmitteln ausgeht, ein wesentlicher Punkt. Nicht ordnungsgemäß entsorgte Abfälle, insbesondere auf Autobahnraststätten und Parkplätzen, stellen die größte Eintragsquelle für ASP in die Wildschweinpopulation dar. Appell: Bitte entsorgen Sie keine Lebensmittelreste in freier Natur oder in offenen, leicht zugänglichen Mülleimern.

Was passiert im Falle eines Ausbruchs?

Bricht die Tierseuche unter Wildschweinen aus, werden  um den Fundort des Wildschweines nach den Vorschriften der Schweinepestverordnung verschiedene Restriktionszonen (z.B. gefährdetes Gebiet, Pufferzone) mit unterschiedlichem Radius eingerichtet, in denen jeweils abgestuft unterschiedlich starke Beschränkungen für die Schweinehalter, Bewohner und Spaziergänger (z.B. Betretungsverbote, Anleinpflicht für Hunde) etc. gelten.

Bricht die Tierseuche bei Hausschweinen aus, wird ein Sperrbezirk mit einen 3-km-Radius und ein Beobachtungsgebiet mit einen 10-km-Radius um den betroffenen Betrieb eingerichtet, in denen ebenfalls abgestuft unterschiedlich starke Beschränkungen für Schweinehalter gelten.

Um zu verhindern, dass die ASP in Schweinebeständen eingeschleppt wird oder sich aus einem bereits unentdeckt infizierten Schweinebestand weiterverschleppt wird, gelten umfangreiche Schutzmaßnahmen und Vermarktungsbeschränkungen.

Informationen zur ASP

Informationen des FLI zur ASP https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

Informationen des LANUV zur ASP incl. Merkblätter für Pilzsammler, Landwirte und Jäger  https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/

Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/rahmenplan.htm

 

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