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Energieeffizienz in privaten Haushalten

Bei rund 70% der Wohngebäude im Kreis Borken gibt es unter energetischen Aspekten Nachholbedarf. Eine durchdachte energetische Sanierung, aber auch das richtige Nutzerverhalten etwa beim Heizen und Lüften bringen den Eigentümerinnen und Eigentümern große Vorteile. Der Kreis Borken hat daher gemeinsam mit verschiedenen Partnern Projekte zur energetischen Gebäudemodernisierung angestoßen und umgesetzt.
 

ALTBAUNEU ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen und Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Es unterstützt die teilnehmenden Gebietskörperschaften bei der Beratung ihrer Bürger und Gebäudeeigentümer zur sinnvollen Umsetzung von Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung.

Das Webportal der Initiative bietet Hilfestellungen rund um das Thema Altbausanierung. Hier gibt es unter anderem eine Experten-Datenbank in der Handwerker, Architekten und Ingenieure gezielt gesucht werden können. Außerdem gibt das Portal zahlreiche Tipps zur energetischen Sanierung von Wohnimmobilien.

Der Kreis Borken ist Gründungsmitglied im Netzwerk ALTBAUNEU. Die Teilnahme des Kreises Borken am Netzwerk ALTBAUNEU wird von der Kreishandwerkerschaft finanziell unterstützt.

Die Auszeichnung „ALTBAUNEU - Ausgezeichnet!" richtete sich an Hauseigentümer im Kreis Borken, deren Gebäude vor 1995 errichtet und in Folge energetisch saniert wurden. Die Auszeichnung  als „ALTBAUNEU - Ausgezeichnet!"-Immobilie wurde mit einer Urkunde und einer Plakette für das Haus als ein sichtbares Zeichen für den Vorbildcharakter des Eigenheims geehrt. Der Wettbewerb wurde in den Jahren 2014, 2015 und 2017 durchgeführt. Im Jahr 2017 wurde der Wettbewerb durch eine Ausstellung der Sanierungsobjekte in der Geschäftsstelle der Sparkasse Westmünsterland in Ahaus ergänzt. Partner der Aktion waren die Kreishandwerkerschaft Borken und die Sparkasse Westmünsterland sowie die EnergieAgentur.NRW über das Netzwerk ALTBAUNEU. 
 

Das Projekt „Haus-zu-Haus-Beratungen“ verfolgte das Ziel, im Kreis Borken die Nachfrage und das Interesse an dem Thema Energetische Gebäudemodernisierung zu stärken. Zwischen 2010 und 2017 wurden mit diesem Projekt insbesondere Ein- und Zweifamilienhäuser, die in den 50er, 60er und 70er Jahren erbaut wurden ins Blickfeld genommen, denn diese bergen erfahrungsgemäß das höchste Sanierungspotenzial. Nicht nur ohnehin schon interessierte Bürgerinnen und Bürger sollten so erreicht werden, sondern auch die Gruppe der bislang dem Thema weniger zugewandten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Bürgerinnen und Bürgern dienten die kostenlosen Energieberatungen als Impuls, weitere Maßnahmen in diese Richtung zu ergreifen, beispielsweise die Erstellung von Thermografie-Aufnahmen als Einstieg in eine gründliche Energieberatung zur Sanierung des Wohnhauses.
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Borken, der Sparkasse Westmünsterland, der WFG sowie den jeweiligen Projektkommunen durchgeführt.
 

Auf Initiative der Handwerkskammer Münster wurde münsterlandweit das Projekt "Besser wohnen im Münsterland" gestartet, das neben energiepolitischen Zielen vor allem darauf gerichtet ist, die Nachfrage nach baulichen Leistungen zu stimulieren. Dabei verbindet das Format Fragen der energetischen Sanierung mit weiteren Themenbereichen wie dem Barrierefreien Wohnen oder Smart Home.
Gemeinsam mit den Partnern aus dem Netzwerk „Besser Wohnen im Münsterland wurden in der Vergangenheit verschiedene Maßnahmen und Projekte auf den Weg gebracht, wie z.B.:

  •  Eine Thermografie-Aktion im Jahr 2005,
  •  Verschiedene Infoflyer,
  •  Die Jährliche Herausgabe der Zeitschrift „BAURATGEBER“ (bis 2017),
  •  Eine Website „Besser Wohnen im Münsterland“.

Das Projekt wird im Kreis Borken gemeinsam von der Kreishandwerkerschaft, dem Kreis Borken, der WFG, der Sparkasse Westmünsterland und den Städten und Gemeinden umgesetzt. Weitere Partner wie etwa die VR-Bank Westmünsterland und verschiedene Stadtwerke sind ebenfalls engagiert beteiligt.