Presse-Mitteilung des Kreises Coesfeld: - Stärkung der kommunalen Jobcenter / Münsterland-Runde diskutiert Koalitionsvertrag

"Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung bietet den kommunalen Jobcentern neue Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten" – zu diesem Ergebnis kam nun eine besondere "Münsterland-Runde", die im Coesfelder Kreishaus tagte: Die heimischen Bundestagsabgeordneten Sybille Benning (Münster), Marc Henrichmann (Havixbeck) und Reinhold Sendker (Warendorf) trafen sich mit Verantwortlichen aus den Jobcentern der vier Münsterlandkreise und der Stadt Münster.

Es wurde begrüßt, dass die Koalition die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt mit einem ganzheitlichen Ansatz vorantreiben will. Ein positives Ziel sei es dabei, bei der Betreuung der Langzeitarbeitslosen die ganze Familie in den Blick zu nehmen. "Denn genau hier liegt auch die Stärke der kommunalen Jobcenter", betonte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Diese zeichneten sich durch eine sozialpolitische Perspektive aus, die einen individuellen, persönlichen Blick auf die Arbeitsmarktintegration jedes einzelnen Leistungsbeziehers erlaube. "Die Jobcenter sind dabei lokal sehr gut vernetzt", unterstrich Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (Kreis Borken). Gerade das bewährte Zusammenspiel mit anderen kommunalen Aufgaben – wie der Jugendhilfe, der Bildungspolitik, der Arbeit in der Ausländerbehörde, der Integration von Flüchtlingen oder der Wirtschaftsförderung – trage zum nachhaltigen Erfolg der Jobcenter bei, hielt die Runde fest: Sehr erfreuliche Arbeitsmarktdaten im Münsterland belegten, dass es seinerzeit richtig war, im Wege der Option die Umsetzung des SGB II in die kommunale Zuständigkeit zu nehmen.

Neben dem Anspruch, Langzeitarbeitslose auf den "Ersten Arbeitsmarkt" zu bringen, bleibt auch die Integration von Flüchtlingen durch Arbeit ein wichtiges Ziel – und eine große Herausforderung für das ganze Münsterland, wie sich die Runde einig war. Allerdings gehe es bei diesem Ziel nicht darum, Flüchtlingen schnellstmöglich eine Arbeit zu vermitteln, sondern vielmehr darum, dass sie eine ausreichende schulische und berufliche Ausbildung erhalten. Die "Münsterland-Runde" betonte hierbei auch die besondere Bedeutung der Berufskollegs mit ihren Flüchtlingsklassen, ohne die eine "Integration durch Arbeit" kaum zu schaffen wäre.

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