Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende im 1. Halbjahr 2018 günstiger als prognostiziert - Top-Werte wieder im landesweiten Vergleich - Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster als Sozialdezernent des Kreises loben die

Die Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist im Kreis Borken in den ersten sechs Monaten dieses Jahres günstiger verlaufen als prognostiziert. Damit setzt sich der außerordentlich positive Trend des Vorjahres – mit zum Teil "historischen" Bestwerten seit der Übernahme der Betreuung von Langzeitarbeitslosen 2005 – auch im Jahr 2018 fort. Dies teilen Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster als Sozialdezernent der Kreisverwaltung mit. Auf diese Weise kann das "Jobcenter im Kreis Borken" seine im münsterland- und NRW-weiten Vergleich bislang schon sehr gute Position festigen. Die erfreuliche Kunde aus dem Borkener Kreishaus resultiert aus dem jetzt vorliegenden Kennzahlenbericht zum SGB II für das 1. Halbjahr 2018. Dieser Bericht dient stets in der Jahresmitte zur Standortbestimmung. Neben den günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Westmünsterland habe vor allem die engagierte Arbeit in den örtlichen Jobcentern für das hervorragende Ergebnis gesorgt, loben Landrat und Kreisdirektor deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In einem Schreiben an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der 17 kreisangehörigen Kommunen, denen die Jobcenter zugeordnet sind, danken daher beide ausdrücklich für die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Halbjahr. "Aus der Gesamtschau des Kreises ist bereits seit Sommer 2017 der Hilfebedarf in der Grundsicherung für Arbeitsuchende rückläufig", konstatieren sie. Die aktuelle Halbjahresstatistik belege nun, dass sich dieser Trend weiter fortgesetzt habe. So sank der Bestand an SGB II-Bedarfsgemeinschaften seit Anfang Januar 2018 kreisweit um fast 200. Besonders positiv sei, dass diese Entwicklung alle Nationalitätengruppen betrifft. Sowohl die Zahl der Bedarfsgemeinschaften mit Personen aus Deutschland und aus den weiteren Ländern der EU als auch aus Drittstaaten (darunter Bedarfsgemeinschaften mit Fluchthintergrund) war deutlich rückläufig.

"Auf die Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich wirken sich die flüchtlingsbedingten Zugänge bislang weiterhin kaum aus", merken Dr. Zwicker und Dr. Hörster an. Das liege daran, dass viele der Flüchtlinge gegenwärtig an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen und dem Arbeitsmarkt damit noch nicht zur Verfügung stehen. Die SGB II-Arbeitslosenquote befindet sich somit auf einem anhaltend niedrigen Niveau von zuletzt gerade einmal 2,1 Prozent, wobei es bei den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet durchaus Unterschiede gibt. Auch finanziell wirkt sich die positive Entwicklung aus: Der große Kostenblock der laufenden Leistungen zum Lebensunterhalt sowie der Unterkunftskosten hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert – im ersten Halbjahr 2018 von insgesamt 42 auf 39 Mio. Euro.

"Die derzeit gute Situation versetzt uns in die Lage, uns verstärkt solchen Personen zuzuwenden, die zuletzt nicht im Fokus stehen konnten", begrüßen Landrat Dr. Zwicker und Kreisdirektor Dr. Hörster die Ansprache neuer Zielgruppen durch die Jobcenter. Mit Blick auf entsprechende, neu eingeführte Eingliederungsinstrumente bestehe Zuversicht, auch diesen Personenkreisen gerecht werden zu können. Für die kommenden Wochen und Monate erwarten sie weiterhin eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt bei gleichzeitig niedrigen Übergangsraten von Flüchtlingen in den SGB II-Hilfebezug. Allerdings zeigen sich Landrat wie Kreisdirektor vorsichtig mit konkreten Prognosen. Viel hänge davon ab, ob den Städten und Gemeinden im Kreis Borken erneut Flüchtlinge zugewiesen werden.

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