"Trompetenbaum & Geigenfeige" lockt mehr als 2.100 Besucher an - Veranstalter ziehen nach zwölf Konzerten positives Fazit der Saison

Die Organisatoren der Konzertreihe "Trompetenbaum & Geigenfeige" ziehen nach den zwölf Stationen im Münsterland und in den benachbarten Niederlanden ein rundum positives Fazit: Das Konzept, jedes Jahr im Sommer Musikgenuss und Gartenkultur zu verbinden, ist erneut sehr gut angenommen worden. Mehr als 2.100 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Konzerten von Juni bis September – damit bleibt das Interesse ähnlich groß wie in den Vorjahren. "Es war insgesamt eine sehr schöne Saison", sagt Antonius Böing vom Kulturamt des Kreises Borken. "Das lag insbesondere auch am Wetter: Es war an elf Terminen hervorragend, manchmal fast zu gut. Die Besucherinnen und Besucher mussten sich des Öfteren ein Schattenplätzchen suchen."

Die inzwischen elfte Saison der Reihe begann am 10. Juni zum "Tag der Gärten und Parks" im Stadtpark in Vreden und endete im September am "Denkmaltag" im Landhaus Rothenberge in Wettringen. Zehn Termine fanden im Münsterland statt, zwei Mal führte die Konzertreihe in die Niederlande – sechs der Konzertstätten waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Bei den Musikgruppen gab es sogar noch mehr Premieren: acht neue Ensembles gestalteten das Programm gemeinsam mit vier "Wiederholungstätern".

"Alle Termine fanden wie geplant statt – manchmal mussten wir vor Ort etwas improvisieren, aber es gab ansonsten keine Probleme", berichtet Böing. Anders als bei manchem Termin in den Vorjahren musste nirgends eine Regen-Alternative gesucht werden. Überhaupt war es nur an einem Termin bewölkt und kalt, blickt Böing zurück: "Im Juni, als wir in Eibergen in den Niederlanden waren, da blies der Wind heftig von der Berkel zum Kruidenhof-Gelände herüber." Beeindruckend war für die Veranstalter erneut auch das Engagement der "Gastgeber". Mit viel Liebe zum Detail seien Veranstaltungsorte hergerichtet, Park- und Gartenführungen vorbereitet worden. Außerdem wurde tatkräftig beim Catering oder Stühle nachholen geholfen.

Die beste Besucherresonanz hatte die Veranstaltung am 22. Juli im Openluchtmuseum Erve Kots im niederländischen Lievelde. Zum Konzert mit der niederländischen Mundartgruppe "Boh Foi Toch" waren rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen. Das Konzert fand im Rahmen des Dialect-Festival "Gren(z)enloos Plat(t)!" statt, in Zusammenarbeit mit dem Dialectkring Achterhoek en Liemers, der Stichting Achterhoek Spektakel, der Stichting Culturele Grenscontacten Achterhoek-Westmünsterland, dem Kulturkreis Schloss Raesfeld und der Kreisheimatpflege Borken. Den ganzen Tag über wurde Kindern und Erwachsenen auf sechs Podien von Dichtern, Vorlesern, Gesangsensembles und Theaterspielern Mundart beiderseits der Grenz geboten. Insgesamt waren rund 1.000 Besucherinnen und Besucher dort.

Besonders gut besucht waren zudem die Veranstaltungen im Stiftsgarten in Metelen, im Heckentheater Kattenvenne in Lienen, im "Waldschlössschen Beckering" in Ahaus-Wüllen, auf dem Hof Schlüter-Müller in Borken-Gemen und an der Villa Rothenberge in Wettringen. Die Reihe hat inzwischen viele Stammgäste, die schon oft bei den Konzerten waren oder gar zu jedem Konzert kommen.

"Trompetenbaum und Geigenfeige" ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier Münsterlandkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie von Münsterland e.V.. Die Organisation übernahmen die Kulturabteilung der Borkener Kreisverwaltung sowie der Münsterland e.V.. Das Land NRW fördert "Trompetenbaum und Geigenfeige" aus Mitteln der Regionalen Kulturförderung Münsterland. Besonderer Dank der Organisatoren gilt den vielen, unterschiedlichen Partnern  und Gastgebern der einzelnen Veranstaltungen. Ohne deren Engagement wäre die Reihe nicht möglich und nicht so erfolgreich. Die Reihe soll auch im Jahr 2019 fortgesetzt werden, sofern die Rahmenbedingungen passen. Einige Besitzer von Gärten und Parks in der Region sowie Musikensembles haben schon Interesse angemeldet.

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