Uli Borowkas Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker - Autorenlesung am Montag, 12. November, um 19 Uhr im Lukas-Krankenhaus in Gronau / Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte"

Der ehemalige Bremer Bundesliga- und Nationalspieler Uli Borowka war zu seiner aktiven Zeit ein gefürchtetes Abwehrbollwerk. Sein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker konnte er vor Fans und Öffentlichkeit jahrelang verheimlichen. Erst vier Jahre nach seinem Abschied aus der Bundesliga gelang ihm im Jahr 2000 nach viermonatiger stationärer Therapie der Ausstieg aus der Alkoholsucht. Über diese Zeit berichtet Uli Borowka nun bei einer Autorenlesung in Gronau: Im Rahmen der Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte" vom 7. bis 16. November in Gronau laden die Veranstalter zur Autorenlesung ein: am Montag, 12. November, um 19 Uhr in der Cafeteria des Lukas-Krankenhauses in Gronau ein. Der Eintritt ist frei.

"Jeder Tag, an dem ich keinen Alkohol getrunken habe, ist mehr wert als jeder Titel, den ich gewonnen habe", sagt Uli Borowka, Ex-Bundesligaprofi und Ex-Nationalspieler, heute im Rückblick über sein bisheriges Leben. In seiner typisch direkten und kompromisslosen Art berichtet er von Alkohol und Fußball, Freunden und Feinden, Enttäuschungen und Unterstützung. Dabei spart er nichts aus und gibt einen schonungslosen Einblick hinter die Kulissen des Profifußballs. Er beschreibt zudem, wie die verantwortlichen Trainer, Funktionäre und andere Bundesligaspieler mit seiner Sucht umgegangen sind. 

"Uli Borowka zeigt auf, wie der Teufelskreis von Leistungsdruck, Erfolg und Niederlage nicht nur das Leben des Bundesligaspielers, sondern auch des Ehemanns und Familienvaters drastisch und rasant schnell in die Ausweglosigkeit getrieben hat", sagt  Regina Kasteleiner vom der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken. Anhand eines solch lebhaften Beispiels darstellen zu können, welchen Einfluss Alkohol auf unser Leben haben kann, ist für  Jugendliche ebenso wie für Erwachsenen besonders einprägsam. Bei Fans, ebenso wie auch auf dem Spielfeld bilden Alkohol und Fußball häufig eine unselige Allianz. Aus diesem Grund sollen mit der Veranstaltung vor allem auch Fußballinteressierte und Aktive aus dem Bereich des Fußballs angesprochen werden.

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