Vermittlungsstelle zählt sieben Adoptionen im vergangenen Jahr - Der Kreis Borken und die Städte Ahaus, Borken und Gronau werben für die Aufnahme von Pflegekindern als Alternative

Sieben Adoptionen konnte die Adoptionsvermittlungsstelle, die der Kreis Borken gemeinsam mit den Städten Ahaus, Borken und Gronau betreibt, im Jahr 2018 abwickeln. Bei sechs dieser Fälle wurden Kinder von Verwandten oder Stiefelternteilen adoptiert, bei einem Kind handelte es sich um die Adoption eines fremden Kindes. Im Jahr 2017 fanden insgesamt 13 Adoptionen statt.

Aktuell liegen der Vermittlungsstelle Bewerbungen von neun Paaren vor, die Adoptiveltern werden wollen. Eine realistische Hoffnung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Borken und der Städte Ahaus, Borken und Gronau aber nur wenigen von ihnen machen. "Der Vielzahl der Bewerber, die sich eine Adoption wünschen, steht eine kleine Anzahl von Kindern gegenüber, die zur Adoption freigegeben werden", erklärt Andrea Homann von der Vermittlungsstelle in Gescher. "Nur wenige Eltern, die ihr Kind nicht selbst versorgen können, sind bereit, in eine Adoption mit allen Konsequenzen einzuwilligen." Eine Alternative für Paare, die einem Kind ein Zuhause bieten wollen, sei es deshalb, ein Pflegekind aufzunehmen, um das sie sich dann vorübergehend oder dauerhaft kümmern.

Paare und Familien sollten sich mit den Voraussetzungen und Anforderungen bezüglich der Aufnahme eines Pflege- oder Adoptivkindes auseinandersetzen, betont Andrea Homann. Unterstützt und geschult werden sie hierbei durch die zuständigen Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstelle und der Pflegekinderdienste. Dabei werden die Besonderheiten eines Pflege- oder Adoptivkindes besprochen. Außerdem wird thematisiert, wie es gelingen kann, ein fremdes Kind in die eigene Familie zu integrieren. Zeigen sich die Bewerberpaare als geeignet, haben sie die Möglichkeit, ein Kind in ihre Familie aufzunehmen.

Die Pflegekinderdienste suchen Paare und Familien, die ein Kind bei sich aufnehmen möchten. "Die Aufgabe ist eine besondere Herausforderung und bereichert den Alltag der Familien in vielfältiger Weise", sagt Andrea Homann. Dank der Pflegeeltern haben viele Kinder die Chance, wieder Vertrauen in sich und ihr Umfeld zu gewinnen und sich gesund zu entwickeln.

Nähere Informationen, auch zur Aufnahme eines Pflegekindes, gibt es bei der "Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Städte Ahaus, Borken, Gronau und des Kreises Borken" im Fachbereich Jugend und Familie der Kreisverwaltung Borken, Nebenstelle Gescher, unter Tel. 02542/9567-24 sowie bei den Jugendämtern der Städte Ahaus, Borken und Gronau.

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