Kreisweiter "Runder Tisch Psychiatrie" hilft und berät - Nächster Termin am Donnerstag, 16. Mai / Thema "Grenzenlos emotional - von emotional bis Borderline"

Gravierende Schwierigkeiten im Umgang mit den intensiven Gefühlen sind ein hartnäckiges Symptom der Borderline-Erkrankung. Unter dem Titel "Grenzenlos emotional" befasst sich der nächste kreisweite "Runde Tisch Psychiatrie" mit diesem Thema. Betroffene, Angehörige und Fachleute aus dem ganzen Kreisgebiet sind zum gegenseitigen Austausch auf Augenhöhe eingeladen: am Donnerstag, 16. Mai, von 18 bis 20 Uhr im Pfarrheim St. Gudula, Gudulastraße 16, in Rhede. Der Abend ist offen für neue Besucherinnen und Besucher. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen erleben aufgrund von ausgeprägten Emotionen oftmals eine Geschichte von beruflichen Abbrüchen, unglücklichen Liebesbeziehungen, Trennungen und Versöhnungen. Auch die freundschaftlichen Beziehungen sind geprägt von ähnlichen Mustern: Es gibt Zeiten, da stehen sie einer bestimmten Person sehr nahe, verbringen viel Zeit miteinander und idealisieren diese, dann wiederum verkrachen sie sich so sehr, dass die Freundschaft in die Brüche geht. Auch scheinbare Kleinigkeiten können bei Menschen mit Borderline-Erkrankung große Gefühle hervorrufen wie Angst, Schuld, Scham, Wut, Traurigkeit oder Selbsthass. In therapeutischen Verfahren lernen Borderline-Patienten verschiedene Strategien, um auf gesunde Weise mit dem Gefühlschaos umgehen zu können und die innere Spannung zu regulieren. Beim "Runden Tisch Psychiatrie" geht es nun darum, von den Erfahrungen der anderen zu profitieren und neue Sichtweisen kennenzulernen. Das gegenseitige Verständnis ist ein Schlüssel zur Veränderung.

Der Runde Tisch ist ein gemeinsames Angebot von Mitgliedern des Sozialpsychiatrischen Verbundes im Kreis Borken. Weitere Informationen zum "Runden Tisch Psychiatrie" gibt es bei Anne Thesing von der InSel gGmbH unter Tel. 02872/9319353.

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