20 "Interkulturelle Kompetenztrainer" ausgebildet - Kommunales Integrationszentrum und Kreisjugendamt haben Fortbildung für pädagogische Fachkräfte angeboten

Durch Zuwanderung und die große Zahl an Flüchtlingen sind interkulturelle Kompetenzen wichtiger denn je – gerade auch im Bereich der Schule und Jugendhilfe. Schulische und außerschulische Bildung haben die Aufgabe, Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem Hintergrund kultureller Begebenheiten und gesellschaftlicher Werte zu vermitteln und zu fördern. Um diese komplexe Aufgabe meistern zu können, haben sich 20 Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen sowie Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe weitergebildet: Sie sind zu „Interkulturellen Trainern sozialer Kompetenzen“ ausgebildet worden. Angeboten wurde die Fortbildung vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) des Kreises Borken in Kooperation mit der Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreisjugendamtes.

Soziale und interkulturelle Kompetenzen sind bei der Arbeit in Jugendhäusern und als Schulsozialarbeiter wesentlich und haben gerade angesichts der aktuellen Zuwanderunssituation große Bedeutung. Ziel der Fortbildung war es, pädagogische Fachkräfte zu befähigen, interkulturelle Sozialkompetenztrainings zu entwickeln und durchzuführen. Als Referenten leiteten die Diplom-Sozialpädagogen Halil Simsik und Arlend Huober das Seminar. Beide sind zudem Anti-Gewalt- und Deeskalationstrainer, regionale Ansprechpartner beim Institut für Gewaltprävention NRW und Lehrbeauftragte an der Universität Duisburg-Essen. In zwei jeweils viertägigen Blöcken ging es unter anderem um sozialpsychologisches Hintergrundwissen, Gruppendynamik, Umgang mit Konflikten und Gewalt, Handlungsstrategien zum Umgang mit religiös radikalisierten Jugendlichen, das Herausbilden der eigenen Trainerpersönlichkeit und die Anleitung von Trainingselementen. 

„Neben Methoden der sozialen Gruppenarbeit wollten die Referenten aufzeigen, wie Sozialkompetenztrainings dazu beitragen können, Radikalisierung und Extremismus bei Jugendlichen zu verhindern“, erläuterte Gaby Bücker vom KI des Kreises. „Der praktische Anteil war insgesamt sehr hoch, das Gelernte kann unmittelbar umgesetzt werden. So ist ein direkter Bezug zur alltäglichen Arbeit gegeben“, hob Evelyn Walter aus dem Bereich Kinder- und Jugendförderung hervor. Alle 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten am Ende der Fortbildung ein Zertifikat zum „Interkulturellen Kompetenztrainer“. Das Fazit fiel durchweg positiv aus: Den Referenten sei es sehr gut gelungen, Theorie und Praxis zu verknüpfen. „Und alle sind hochmotiviert, das Gelernte in ihrer alltäglichen Arbeit umzusetzen“, erläuterte Evelyn Walter.

 

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