Bundestagsabgeordneter Karlheinz Busen aus Gronau zu Gast bei Landrat Dr. Kai Zwicker im Borkener Kreishaus - Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Zu seinem Antrittsbesuch bei Landrat Dr. Kai Zwicker kam jetzt Karlheinz Busen aus Gronau, seit der Wahl am 24. September 2017 für die FDP Abgeordneter des Deutschen Bundestages, in das Borkener Kreishaus. Für ihn war das gleichzeitig ein Besuch seiner alten Wirkungsstätte: Von 2004 bis 2014 gehörte er dem Kreistag Borken an, von 2009 bis 2014 war er sogar stellvertretender Landrat des Kreises Borken. Von 2012 bis 2017 war er zudem Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages.

In dem Gespräch ging es insbesondere um die Situation des ländlichen Raumes. Aufgrund der besonderen Innovationskraft vor allem der mittelständischen, in der Regel familiengeführten Betriebe und Unternehmen stehe die heimische Wirtschaft hervorragend da. Das wirke sich außerordentlich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Im Vergleich zu anderen Regionen stehe im Kreis Borken dank kluger Vorsorge bereits ein Netz schneller Datenautobahnen zur Verfügung – gerade für die Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor. Dennoch sehe sich die Region auch vor großen Herausforderungen. Ein ganz besonderes Problem des Westmünsterlandes sprach der Landrat in diesem Zusammenhang deutlich an: Wenn auch die Bevölkerung großes Verständnis für den Ausbau erneuerbarer Energien habe, so dürfe die Realisierung von national bedeutsamen Bauvorhaben wie die Stromleitungen von der Nordsee in die Ballungszentren sowie die neue Gasleitung Zeelink nicht einseitig zu Lasten einzelner Regionen wie den Kreis Borken erfolgen. Andere Räume seien hingegen kaum von größeren Leitungsbauvorhaben betroffen. Angesicht der ohnehin schon sehr angespannten Flächensituation müssten daher ergebnisoffen auch alternative Trassenführungen geprüft werden, forderte Dr. Zwicker. Die kommunale Familie im Kreis Borken werde dazu eine entsprechenden Appell an Bund und Land richten, kündigte er an.

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