Handel mit Gefahrstoffen birgt besondere Risiken - Pharmazeutischer Dienst im Kreisgesundheitsamt berät und überwacht die heimischen Betriebe und Einrichtungen

Der Handel mit Gefahrstoffen birgt besondere Risiken. Dabei dürfen manche von ihnen sogar ohne spezielle Sachkunde verkauft werden. Daher ist der Umgang mit diesen Stoffen und Gemischen streng reglementiert und wird zudem behördlich überwacht. Darauf weist die Amtsapothekerin des Kreises Borken, Dr. Marie-Christin Stollner, vor dem Hintergrund der in jüngster Zeit erfolgten Verschärfung der einschlägigen Rechtsvorschriften hin.

Regelmäßig überprüft das Fachpersonal des Pharmazeutischen Dienstes im Kreisgesundheitsamt daher insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes die Betriebe und Einrichtungen im Kreisgebiet, die Gefahrstoffe lagern oder diese im Einzelhandel verkaufen. Dazu gehören u. a. Landhandelunternehmen, Baumärkte, Farben- und Tapetengeschäfte, Gärtnereien und Gartencenter, Tankstellen und Supermärkte.

Gefahrstoffe sind Produkte, von denen bestimmte Gefahren ausgehen können und die nach ihrem Gefährdungspotential eingestuft werden. Hierbei kann es sich um einzelne Stoffe wie beispielsweise Säuren oder um Zubereitungen von Stoffen (zum Beispiel Putzmittel) handeln, die aus mehreren Bestandteilen bestehen. Die Hersteller sind verpflichtet, ihre Produkte hinsichtlich ihrer Gefährlichkeitsmerkmale zu kennzeichnen und ausreichend sicher zu verpacken.

Um sich rechtlich korrekt verhalten zu können, empfiehlt Amtsapothekerin Dr. Stollner dem heimischen Handel, die eigenen Warenbestände darauf zu prüfen, ob sie gefährliche Stoffe und Gemische (erkennbar an den Gefahrensymbolen) umfassen. Wenn dies der Fall ist, gelte es folgende Fragen zu beanworten:

 

 

Dürfen die gefährlichen Produkte nur von sachkundigen Personen abgegeben werden?

Fällt ein Teil der vorhandenen Gefahrstoffe unter das Selbstbedienungsverbot?

Ist eine behördliche Gifthandelserlaubnis (Erlaubnis nach § 6 Chemikalienverbotsverordnung) für den Verkauf erforderlich?

 

 

Dementsprechend haben sich dann die Verantwortlichen im Handel zu verhalten. Selbstverständlich stehen die Fachleute des Kreises auf Wunsch auch für Beratungsgespräche zur Verfügung. Zu erreichen sind sie im Borkener Kreishaus wie folgt:

 

 

Amtsapothekerin Dr. Marie-Christin Stollner, Telefon: 02861 82-1057, E-Mail: m.stollner@kreis-borken.de

Pharmazeutisch-technische Assistentin Silke Sundrum, Telefon: 02861 82-1056, E-Mail: s.sundrum@kreis-borken.de

 

 

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