Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster: "Die gute Entwicklung hält an - erstmals weniger als 4.600 Langzeitarbeitslose" - Jobcenter melden für Oktober weiterhin niedrige 2,2 Prozent - Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Kreis Borken weiter rückläufig

"Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im Oktober wiederum zurückgegangen", konstatiert Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, der auch Sozialdezernent in der Kreisverwaltung ist. Das "Jobcenter im Kreis Borken" weist für diesen Monat insgesamt 4.549 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. "Erstmals seit Einführung der Hartz IV-Reformen sind damit weniger als 4.600 Personen aus dem Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II arbeitslos", freut sich Dr. Hörster über die weiterhin positive Entwicklung der heimischen Wirtschafts- und Beschäftigungslage. Im Vergleich zum September ist die Zahl um 58 Personen, gegenüber September 2016 sogar um 151 Personen gesunken. Der bereits seit Sommer anhaltende Trend setze sich folglich fort. Für bemerkenswert hält es der Kreisdirektor zudem, dass auch die Zahl der Menschen mit Fluchthintergrund, die im Rechtskreis SGB II als arbeitslos gezählt werden, erneut gesunken ist – im Vergleich zum Vormonat um 52 Personen. Die SGB II-Arbeitslosenquote bleibt weiterhin stabil auf dem niedrigen Stand von 2,2 Prozent.

Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen verläuft im Kreisgebiet laut Dr. Hörster analog zu den SGB II-Empfängerzahlen insgesamt: Denn auch der Gesamt-Hilfebedarf ist im Oktober weiter zurückgegangen. So sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften gegenüber dem Vormonat um 109 auf 8.125. Erneut war dabei die Zahl der Bedarfsgemeinschaften von Personen aus Staaten außerhalb der EU rückläufig (-46). Hinzu kommt ein weiterer Rückgang von Bedarfsgemeinschaften mit Personen aus EU-Staaten (-3) sowie von deutschen Bedarfsgemeinschaften (-60).

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten liegt derzeit bei 11.163 Personen (- 144 gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Oktober 16.670 Personen (-189) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

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