Osteuropäische Musik und schwungvolle Rhythmen am Haus Coerde - Die Gruppe "Tamam" gestaltet das Konzert am Sonntag, 16. Juli, in Münster-Coerde / Teil der Reihe "Trompetenbaum und Geigenfeige"

Gut gelaunt, das Instrument geschultert und Balkantraditionals im Gepäck, ist die Gruppe „Tamam“ ausgezogen, um ihre Leidenschaft für osteuropäische Musik zu teilen. Das machen sie jetzt auch bei uns in der Gegend. In der Reihe „Trompetenbaum & Geigenfeige – Musik in Gärten und Parks im Münsterland“ kommen sie nun nach Münster-Coerde. Am Sonntag, 16. Juli, gestalten sie das Konzert am Haus Coerde, Coermühle 50. Das musikalische Programm beginnt um 16 Uhr. Anschließend, gegen 17.30 Uhr, wird eine Führung über das Gelände von Haus Coerde angeboten, unter anderem durch den Garten oder die alte Apfelwiese entlang der Aa, die mit Hilfe des NABU erhalten und gepflegt wird.

Die Gruppe „Tamam“ sind fünf Freunde: Hannah Heuking (Klarinette), Valentin Katter (Trompete, Gesang), Rainer Ortner (Akkordeon), Deinz Ruks (Schlagzeug) und Jakob Schwarzenau (Tuba). Sie alle mögen osteuropäische Musik. Mit treibenden Beats, herzerwärmenden Melodien und schwungvollen Rhythmen bringen sie das Publikum in Bewegung. Dabei gibt es immer wieder Momente der Besinnung, Lieder bei denen man zuhören kann und zur Ruhe kommt. Im Repertoire finden sich Lieder über den Mond, die Liebe und einen kleinen Marienkäfer. Durch ihre eigene Interpretation dieser Themen entstehen für „Tamam“  Räume für energetische Improvisationen und mitreißende Solopassagen. Näheres zu den Musikern gibt es unter www.tamamband.de.

Die Konzertstätte, Haus Coerde, liegt am nördlichen Standtrand und südlich der Rieselfelder von Münster, einem Vogelschutzgebiet der Europäischen Union. Rund um Haus Coerde liegen Naturschutzflächen, Obstwiesen, Wälder und Felder. Es gibt eine Vielzahl von heimischen und wandernden Vögeln, die in den Rieselfeldern rasten oder dort dauerhaft beheimatet sind. Direkt an Haus Coerde vorbei fließt die Münstersche Aa, vom Aasee kommend, gen Norden. Schon vor rund 1000 Jahren, im Jahr 1123, wurde Haus Coerde erstmals urkundlich erwähnt – damals als Besitzung von Stift Cappenberg. Das Anwesen war ein landwirtschaftlicher Gutsbetrieb mit Ackerbau, Viehzucht und Kleintierhaltung. Im 30-jährigen Krieg wurden Wohnhaus und Mühlen von Haus Coerde stark beschädigt.Nach endlosen Auseinandersetzungen über Pachtzahlungen kaufte der bisherige Pächter Johannes Vrede 1827 schließlich den Gutsbetrieb Haus Coerde. 1859 trat sein Sohn Joseph Vrede das väterliche Erbe an und baute von 1860 bis 1870 das bis heute erhaltene spätklassizistische Herrenhaus mit der Tenne, das Ökonomiegebäude und die Kornscheune in ihrem heutigen Bestand. Heute steht fast die ganze Hofanlage unter Denkmalschutz.

„Trompetenbaum und Geigenfeige“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier Münsterlandkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie von Münsterland e.V.. Das Land NRW fördert „Trompetenbaum und Geigenfeige“ aus Mitteln der Regionalen Kulturförderung. Das Konzert in Coerde findet in Zusammenarbeit mit dem Haus Coerde und der Wohngenossenschaft Haus Coerde statt.

Der Eintritt zum Konzert am Sonntag, 16. Juli, kostet zehn Euro, Ermäßigungen gibt es für Schüler, Studierende und Auszubildende. Karten sind an der Tageskasse ab 15 Uhr erhältlich.  Kartenreservierungen sind möglich beim Münsterland e.V.-Tourismus-Center unter Tel. 02571/949392 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr). Dort gibt es auch weitere Informationen. Am Konzerttag sind die Veranstalter unter Tel. 02861/82-1350 erreichbar. Das Programm der Musikreihe ist darüber hinaus im Internet unter www.trompetenbaum-geigenfeige.eu zu finden.

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