Planung des Kreisjugendamtes Borken für das kommende Kindergartenjahr 2017/18 steht fristgerecht: über 7.000 Kinder werden betreut - Alle Bedarfe können gedeckt werden - Kreisjugendhilfeausschuss trifft die erforderlichen Beschlüsse

Die Planung des Kreisjugendamtes Borken für das kommende Kindergartenjahr 2017/18 steht fristgerecht. Dabei können alle von den Eltern geäußerten Bedarfe gedeckt werden – insgesamt sind dies über 7.000 Plätze im Kindergarten und in der Kindertagespflege. Mit dieser positiven Nachricht stimmten Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster und Kreisjugendamtsleiter Christian van der Linde am Dienstagabend (14.03.2017) die Mitglieder des Kreisjugendhilfeausschusses auf die Planungsdaten ein. Unter Leitung der Ausschussvorsitzenden Christel Wegmann gab das Gremium nach detaillierter Information durch den Kita-Planer des Kreises, Markus Grotendorst, einstimmig „grünes Licht" und beauftragte die Kreisverwaltung, die notwendigen Förderanträge beim Landesjugendamt zu stellen. Damit stehen nun für jede Kita der Betreuungsbedarf und damit auch die Höhe der zu finanzierenden Betriebskosten fest. 

Alljährlich müsse die Betreuungsbedarfsplanung aufgrund der engen zeitlichen Vorgaben des Landes unter großem Zeitdruck erfolgen, erklärte Grotendorst, der das Familienbüro im Kreisjugendamt leitet. Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören die Kommunen im Kreis bis auf Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau. Zusammen mit den Ortsbehörden wurden Anfang Oktober 2016 alle Eltern der unter dreijährigen Kinder über die Angebote der Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sowie über das anstehende Anmeldeverfahren informiert. Ende Oktober gab es zudem zwei Informationsveranstaltungen für die Kita-Träger, Einrichtungsleitungen und Ortskommunen. Bis zum 1. Dezember hatten die Träger daraufhin die von den Eltern geäußerten Betreuungsbedarfe mit den jeweiligen Betreuungszeiten (25, 35 oder 45 Stunden) dem Kreisjugendamt zu melden. Das wiederum musste dann aus diesen Angaben die jeweiligen Einrichtungsbudgets ermitteln und vor Ort abstimmen. 

Bis kurz vor der Sitzung des Jugendhilfeausschuss würden sich dabei immer noch Planungsänderungen ergeben, erklärte Grotendorst. Sehr erfreulich sei aber, dass alle Betreuungsbedarfe berücksichtigt werden können, unterstrich Jugendamtsleiter Christian van der Linde. Allerdings sei leider nicht immer die Wunschkita möglich. Außerdem werde es notwendigerweise auch Übergangslösungen geben, die zusammen mit den Trägern und Kommunen sowie dem Landesjugendamt erarbeitet worden seien. 

Zu den Daten des künftigen Kindergartenjahres 2017/18:

413 Platzpauschalen mehr als im Vorjahr wurden berücksichtigt, ein Zeichen für den deutlichen Platzausbau. Dies geht vor allem auf eine gestiegene Zahl von Plätzen für unter 3-jährige Kinder zurück: Diese Zahl stieg von 1.688 um 216 auf 1.904 Plätze – 1.386 davon in Kitas. Hier spielt aber auch die Tagespflege mit 518 Plätzen eine immer stärkere Rolle. Insgesamt werden im nächsten Kindergartenjahr rund 41 Prozent der unter 3-jährigen Kinder betreut (Vorjahr 38,5 Prozent). 

Nimmt man die Betreuungsplätze für Kinder ab 3 Jahren hinzu, stehen Plätze für insgesamt rund 6.400 Kinder im Kindergarten zur Verfügung. 

Gleichzeitig nahm auch der wöchentliche Betreuungsumfang zu. Für 41,6 Prozent haben die Eltern einen Betreuungsumfang von 45 Wochenstunden gebucht. Hierdurch können je Gruppe weniger Kinder betreut werden. Das wiederum macht zusätzliche Plätze erforderlich. Neben der stärkeren Nachfrage von Eltern nach Kindertagesbetreuung wirkt sich der Anstieg bei den Geburten- und den Zuzugszahlen auf die Bedarfe aus. Daher sind aktuell in den 13 Kommunen des Kreisjugendamtsbezirks 18 Kita-Bau- bzw. Erweiterungsmaßnahmen vorgesehen. 

Rund 50 Millionen Euro Betriebskostenzuschüsse werden im nächsten Kindergartenjahr an die Träger der Tageseinrichtungen ausgezahlt. Die Gesamtbetriebskosten werden zu ca. 47 Prozent durch das Land NRW getragen. Der übrige Teil ist durch das Jugendamt (31 Prozent), die Träger der Einrichtungen (10 Prozent) und durch Elternbeiträge (12 Prozent) aufzubringen.

 

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