SGB II-Arbeitslosenquote im Januar im Kreis Borken leicht gestiegen - Landrat Dr. Kai Zwicker: "Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist aber erfreulicherweise gesunken!"

Die Zahl der SGB II-Arbeitslosen ist im Januar 2018 leicht angestiegen. Das teilt das "Jobcenter im Kreis Borken" mit. Für den ersten Monat im neuen Jahr weist die Statistik insgesamt 4.612 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Das sind 206 Personen mehr als im Dezember, allerdings immer noch 155 Personen weniger als im Januar 2017.

Damit liege die Arbeitslosenquote gemäß SGB II mit 2,2 Prozent (Dezember: 2,1 Prozent) weiterhin auf sehr niedrigem Niveau, erklärte dazu Landrat Dr. Kai Zwicker. In der Winterzeit sei ein Anstieg nicht ungewöhnlich, erläuterte er. Hinzu komme aktuell, dass Sprachkurse für anerkannte Flüchtlinge ausgelaufen sind. Deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer würden nun als arbeitslos gezählt. Dr. Zwicker: "Für sie wird jetzt in jedem Einzelfall eine Anschlussperspektive geprüft." Die Zahl der Menschen mit Fluchthintergrund, die im Rechtskreis SGB II als arbeitslos gezählt werden, ist aufgrund dieser Entwicklung im Vergleich zum Vormonat um 77 Personen angewachsen.

"Der Hilfebedarf insgesamt ist im Januar aber erneut zurückgegangen", freute sich der Landrat. So sank die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gegenüber dem Vormonat um 118 auf 10.870 Personen, die in 7.927 Bedarfsgemeinschaften Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging damit um 81 zurück. Rückläufig war dabei gleichermaßen die Zahl der deutschen Bedarfsgemeinschaften (-48), der aus EU-Ländern (-11) und der aus Drittstaaten (-22). Die Entwicklung bei den Bedarfsgemeinschaften aus Drittstaaten, zu denen auch Flüchtlingsfamilien zählen, wertete Dr. Kai Zwicker als bemerkenswert, widerspräche das doch den allgemeinen Erwartungen. Insgesamt lebten 16.344 Personen im Januar in diesen Bedarfsgemeinschaften – 171 weniger als im Dezember und 373 weniger als im Januar 2017.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

 

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