"Wie manage ich große Schadensereignisse und andere Krisensituationen in meiner Kommune?" - Workshop für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Borken

Dass auch im Westmünsterland besondere Schadensereignisse auftreten können, hat sich noch im Juni des vergangenen Jahres gezeigt: Aufgrund der starken Regenfälle waren die hiesigen Flüsse über die Ufer getreten und hatten bereits einzelne Ortslagen überflutet. Zudem drohten Deiche zu brechen. Für Landrat Dr. Kai Zwicker war dies seinerzeit Anlass, Katastrophenalarm auszurufen. Bei der Schadensbekämpfung wirkten damals selbstverständlich die Städte und Gemeinden mit ihren örtlichen Verwaltungsleitungen mit. Wenngleich dabei das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte hervorragend funktionierte, gab es in der Folgezeit doch den einhelligen Wunsch der Bürgermeisterinnen und Bürger, sich unabhängig von einem Schadensfall einmal mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für das Krisenmanagement zu befassen. Landrat Dr. Kai Zwicker griff den Faden auf und ließ vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung einen entsprechenden Workshop vorbereiten, der nun im Borkener Kreishaus ausgerichtet wurde. Alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, weitere leitende Kräfte der Kommunen, Kreisbrandmeister Johannes Thesing, seine beiden Stellvertreter Thomas Deckers und Marco van Schelve sowie der Verwaltungsvorstand der Kreisverwaltung nahmen daran teil. 

Für die Ausrichtung fachlich verantwortlich zeichnete das „Institut für Gefahrenabwehr" aus St. Augustin. Referent Hanns Roesberg stellte insbesondere die Anforderungen und Rahmenbedingungen vor, die Städte und Gemeinden beim Aufbau und Einsatz eigener Krisenstabsstrukturen zu beachten haben. Außerdem skizzierte er, wie im Katastrophenfall die Aufgaben von Kreis und Kommunen abgegrenzt sind. 

Anhand der Hochwasser-Ereignisse des vergangenen Jahres berichtete überdies der stellvertretende Kreisbrandmeister, Branddirektor Thomas Deckers aus Bocholt, über das damalige Einsatzgeschehen im südlichen Teil des Kreises Borken. Vor allem die Entscheidungsabläufe und die Koordinierung des Vorgehens zwischen den beteiligten Akteuren nahm er dabei in den Blick. 

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Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller 17 Städte und Gemeinden im Kreis, dazu weitere leitende Kräfte der Kommunen, Kreisbrandmeister Johannes Thesing, seine beiden Stellvertreter Thomas Deckers und Marco van Schelve sowie der Verwaltungsvorstand der Kreisverwaltung nahmen an dem Workshop teil.

 

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