"Willkommen, egal wo Du herkommst!" - Kreisjugendamt präsentiert Ergebnisse des Integrationsprojektes / Wanderausstellung derzeit im Kreishaus

Der zunehmende Flüchtlingsstrom stellt die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen – auch den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Die Städte und Gemeinden im Kreis Borken arbeiten aktiv an der Gestaltung von Angeboten und Netzwerken für eine gute Willkommenskultur. Dies kann aber unter Umständen gerade in unserem eher ländlichen Kreisgebiet, das bislang einen sehr geringen Anteil ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger hat, auch zu Unsicherheiten, Angst oder sogar zu Vorurteilen führen. Um diesem Phänomen vorzubeugen, wurde ein Präventionsprojekt in der Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Projektes – Kurzfilme und eine Ausstellung – sind nun vorgestellt worden. Derzeit ist die Wanderausstellung im Kreishaus in Borken zu sehen. Die Filme sind über den Youtube-Kanal des Kreises Borken verfügbar.

„Wir haben im vergangenen Jahr festgestellt, dass insbesondere viele Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sehr stark von Jugendlichen mit Fluchterfahrungen frequentiert werden“, sagt Ute Isferding, Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendförderung beim Kreis Borken. Ziel des Projektes der Kinder- und Jugendförderung war es, ein Willkommensprojekt gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Kreisgebiet und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen durchzuführen, bei dem die Begegnung als Grundlage für Integration im Vordergrund steht. Zudem sollte eine Haltung gegen Phänomene wie Extremismus, Radikalismus und Fremdenhass entwickelt und eine demokratische und offene Grundhaltung bei den jungen Menschen unterstützt werden.

Im Rahmen des Projektes wurden vier professionell begleitete Fotoworkshops und zwei Filmworkshops mit insgesamt rund 80 beteiligten Jugendlichen durchgeführt. Als Kooperationspartner wirkten unter anderem die Jugendwerke Raesfeld, Südlohn, Stadtlohn, die Gesamtschule Gescher, die Pfadfinder Vreden und die Jugendeinrichtung "Villa Bacho" der katholischen Kirchengemeinde St. Gudula aus Rhede mit.

Am vergangenen Donnerstag (6. April) wurden den Projektteilnehmern, Kooperationspartnern und Vertretern der Kommunen bei einer Abschlussveranstaltung die Film- und Fotoergebnisse im Kinocenter Vreden präsentiert. Michael Schürkamp als Bauchredner „Master me“ führte durch das Programm und ließ sowohl die Verantwortlichen und Kooperationspartner des Projektes als auch die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. „Die Politik unterstützt das Projekt aus vollem Herzen“, sagte Christel Wegmann, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, bei der Abschlussveranstaltung zu den Gästen. Das Projekt wurde zudem aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes NRW mitfinanziert.

Durch die Präsentation der Ergebnisse soll erreicht werden, dass Jugendliche über das Projekt hinaus zu einem Denk- und Diskussionsprozess rund um Integration angeregt werden. Die Fotoausstellung ist aktuell noch bis Montag, 24.April, im Kreishaus Borken zu sehen und wird dann auch in den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet ausgestellt. Nähere Informationen zu dem Projekt, die Filmlinks und die weiteren Ausstellungsorte gibt es unter www.jugendarbeit-kreis-borken.de. Die Filme sind direkt unter www.youtube.com/user/KreisBorken zu finden.

 

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