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Wohnen: Mietwohnraumförderung

Kontakt

Fachabteilungsleitung; Förderung von Mietwohnungen und Heimplätzen; Aufsichtsangelegenheiten; Wohnraumförderung
Brune, Claudia +49 2861 82-2361 c.brunekreis-borkende
Technische Prüfung; Beratung für behindertengerechtes Wohnen
Eynk, Helga +49 2861 82-2359 h.eynkkreis-borkende
Wohnraumförderung; barrierefreies Bauen
Hörst, Werner +49 2861 82-2359 w.hoerstkreis-borkende

Öffnungszeiten & Adressen

Öffnungszeiten des Fachbereiches "Bauen, Wohnen und Immissionsschutz":

  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Neubau und die Neuschaffung von qualitätsvollen, energieeffizienten und barrierefreien Mietwohnungen durch Investoren  für Haushalte mit mittlerem und niedrigem Einkommen. Die Förderung erfolgt durch die Vergabe von zinslosen oder zinsgünstigen Darlehen  und Gewährung von attraktiven Tilgungsnachlässen bis zu 50 %.

Als Gegenleistung ist für die Zeitdauer der Förderung eine Mietpreis- und Belegungsbindung zu Gunsten von Haushalten mit niedrigen und mittlerem Einkommen einzuräumen.

Fördermittel können beim Kreis Borken beantragt werden, sobald ein Förderobjekt in Planung ist. Ein vorzeitiger Baubeginn schließt eine spätere Förderung aus. Als vorzeitiger Beginn ist der Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen anzusehen, die der Ausführung zuzurechnen sind. Planung, Grunderwerb und Bodenuntersuchung gelten nicht als Beginn des Bauvorhabens.

Gefördert wird der Neubau und Neuschaffung im Gebäudebestand von

  • Mietwohnungen und Genossenschaftswohnungen
  • zur Vermietung bestimmter Eigentumswohnungen
  • Mieteinfamilienhäusern
  • bindungsfreien Wohnungen gegen Einräumung von Besetzungsrechten an geeigneten Ersatzwohnungen
  • Gruppenwohnungen

Gefördert werden  im Zusammenhang mit dem Neubau/der Neuschaffung auch

  • Gemeinschaftsräume
  • Räume zur Verbesserung der wohnungsnahen sozialen Infrastruktur
  • bauliche Maßnahmen für Schwerbehinderte
  • Sinnesgärten, Quartiersplätze, Nahmobilitätsangebote
  • Pflegebäder in Gruppenwohnungen
  • baulicher Mehraufwand infolge von Brandschutzauflagen für Gruppenwohnungen

Kreditwürdige natürliche und juristische Personen.
 

Vergabe zinsloser/zinsgünstiger Darlehen und attraktiver Tilgungsnachlässe (=Geldgeschenke) abhängig von

  • der Größe der Wohnung
  • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde)
  • dem Einkommen des Mieterhaushaltes (Einkommensgruppe A/B)
  • der Art der Baumaßnahme
  • Mietpreis- und Belegungsbindung von 20/25 Jahren als Gegenleistung

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass in der Regel zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Darlehenshöhe je m² Wohnfläche beim Neubau
Wohnungen für Mieterhaushalte der Einkommensgruppe A Wohnungen für Mieterhaushalte der Einkommensgruppe B Tilgungsnachlass für Einkommensgruppe A und B
Mietniveau 2: Ahaus, Heek, Legden, Schöppingen, Gescher, Isselburg, Reken, Südlohn, Velen 1.550 € 750 € 15%
Mietniveau 3: Bocholt, Borken, Gronau, Heiden, Raesfeld, Rhede, Stadtlohn, Vreden 1.780 € 1.050 € 15%
Darlehenshöhe je m² Wohnfläche bei Neuschaffung im Bestand
Wohnungen für Mieterhaushalte der Einkommensgruppe A Wohnungen für Mieterhaushalte der Einkommensgruppe B Tilgungsnachlass für Einkommensgruppe A und B
Mietniveau 2: Ahaus, Heek, Legden, Schöppingen, Gescher, Isselburg, Reken, Südlohn, Velen 1.120 € 560 € 15%
Mietniveau 3: Bocholt, Borken, Gronau, Heiden, Raesfeld, Rhede, Stadtlohn, Vreden 1.280 € 790 € 15%

Für folgende( Bau)-Maßnahmen sind Zusatzdarlehen möglich:

Maßnahme Darlehen Tilgungsnachlass
Kleine Wohnungen bis 55 m² 5.000 € Tilgungsnachlass 15 %
Aufzüge 15.000 € pro Aufzug und 10.000 € pro Geschoss, das durch einen Aufzug erschlossen wird, maximal 55.000 € Tilgungsnachlass 15 %
Aufzüge für Liegendtransport 25.000 € pro Aufzug und 10.000 € pro Geschoss, das durch einen Aufzug erschlossen wird, maximal 65.000 € Tilgungsnachlass 15 %
Familienwohnung (ab 5 Zimmer und mit 2. WC) 5.000 € Tilgungsnachlass 15 %
Zusatzangebote wie Sinnesgärten, Quartiersplätze, Spielplätze, Bolzplätze, Bewegungsfelder, Dach- und Fassadenbegrünung 75 % der Herstellungskosten, maximal 500 € pro m² gestalteter Fläche Tilgungsnachlass 15 %
alternative, barrierefreie Nahmobilitätsangebote (z. B. Abstellanlagen für (Lasten-)Fahrräder, Car-Sharing, Ladestationen für Elektromobilität), Stellplatzschlüssel in der Baugenehmigung muss unter 1,0 liegen 75 % der Herstellungskosten, maximal 500 € pro m² gestalteter Fläche Tilgungsnachlass 15 %
Mieteinfamilienhaus 10.000 € Tilgungsnachlass 15 %
Passivhausstandard 100 € pro m² förderfähiger Wohnfläche Tilgungsnachlass 15 %
Zusatzdarlehen für Gruppenwohnungen
Pflegebäder in Gruppenwohnungen 20.000 € Tilgungsnachlass 15 %
baulicher Mehraufwand infolge von Brandschutzauflagen für Gruppenwohnungen 2.500 € pro Appartment oder Wohn-/Schlafraum Tilgungsnachlass 15 %
Bäder, die konkret einem Mieterzimmer zugeordnet sind in Gruppenwohnungen mit Wohn-/Schlafräumen 4.000 € pro Bad Tilgungsnachlass 15 %
     
Zusatzdarlehn für rollstuhlgerechte Wohnungen
Wohnraum für Rollstuhlfahrer/innen 4.000 € pro Wohnung Tilgungsnachlass 50 % !!!
je Tür mit Nullschwelle zum Freibereich 1.000 € Tilgungsnachlass 50 % !!!
je Tür in Wohnung und Gebäude mit elektrischer Bedienung 1.500 € Tilgungsnachlass 50 % !!!
je rollstuhlgerechte, unterfahrbare Einbauküche 5.000 € Tilgungsnachlass 50 % !!!

Zinsen:
0,0 % für Orte im Mietniveau 3 für die ersten 10 Jahre
0,5 % für Orte im Mietniveau 2 und nach Ablauf von 10 Jahren für Orte im Mietniveau 3
für die Dauer der Miet- und Belegungsbindung (wahlweise 20 oder 25 Jahre), danach marktübliche Verzinsung

Tilgung:
1 % pro Jahr bzw. auf Antrag 2 % pro Jahr

Verwaltungskostenbeitrag:
0,4 % einmalig vom Darlehensbetrag
0,5 % pro Jahr laufend vom Darlehensbetrag

Bewilligungsmiete je m² Wohnfläche
Ahaus, Gescher, Heek, Isselburg, Legden, Reken, Schöppingen, Südlohn, Velen 5,35 €
Bocholt, Borken, Gronau, Heiden, Raesfeld, Rhede, Stadtlohn, Vreden 5,70 €

Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5 % bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit möglich.
 
Neben der Miete dürfen die Betriebskosten, eine Sicherheitsleistung (Kaution) und ggf. eine Betreuungspauschale erhoben werden.

Für Wohnungen mit Passivhausstandard erhöhen sich die Mietobergrenzen um 0,30 € pro m² Wohnfläche.

Bei eigenständig gewerblicher Lieferung von Wärme reduzieren sich die Mietobergrenzen um 0,20 € pro m² Wohnfläche.

Die geförderte Wohnung darf nur Wohnungssuchenden mit Wohnberechtigungsschein überlassen werden (Einkommensgruppe A bzw. B).

Die Dauer der Mietpreis- und Belegungsbindung beträgt für alle geförderten Wohnungen wahlweise 20 oder 25 Jahre. Die einmal getroffene Wahl ist bindend. Rückzahlungen des Darlehens verkürzen die Bindungsfrist nicht.
 

20 % der Gesamtkosten des Förderobjektes sind als Eigenleistung zu erbringen.

Als Eigenleistung können eigene Geldmittel, der Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Baugrundstücks und der Wert der Selbsthilfeleistungen berücksichtigt werden.

Als Eigenleistung können auch Fremdmittel berücksichtigt werden, deren Besicherung nicht oder im Grundbuch im Rang nach den Fördermitteln erfolgt und die der Finanzierung der Gesamtkosten dienen.

Die zu gewährenden Tilgungsnachlässe können auf Antrag bis zur Hälfte auf den Betrag der erforderlichen Höhe der Eigenleistung angerechnet werden.

Für die Mietwohnungen muss ein Bedarf in der Kommune bestehen, in der sie gebaut werden sollen.

Die Wohnungen sind im Wesentlichen barrierefrei entsprechend der DIN 18040 Teil 2 zu errichten und müssen weiteren Qualitätsanforderungen genügen, z. B. muss jede geförderte Wohnung mit einem Balkon, einer Terrasse oder Loggia ausgestattet sein.

Bei Neuschaffung im Bestand müssen die Baukosten mindestens 700 € pro m² Wohnfläche betragen.

Mietwohnungen werden nur gefördert, wenn ihre Wohnfläche in einem angemessenen Verhältnis zur Raumzahl steht.

Wohnflächenobergrenzen
Wohnungen bestehend aus barrierefrei barrierefrei mit zusätzlicher Badewanne Rollstuhlfahrer
1 Zimmer, Küche, Nebenräume 47qm 52qm 55qm
2 Zimmer, Küche, Nebenräume 62qm 67qm 70qm
3 Zimmer, Küche, Nebenräume 77qm 82 qm 87qm
4 Zimmer, Küche, Nebenräume 92qm 97qm 102qm
5 Zimmer, Küche, Nebenräume 107qm 112qm 117qm


Bei Wohnungen mit mehr als 5 Zimmern erhöht sich die Wohnflächenobergrenze um 15 m² für jedes zusätzliches Zimmer.

Wohnungen, die für eine Person bestimmt sind, müssen mindestens 35 m² groß sein.

Aus planerischen Gründen und auch bei Mieteinfamilienhäusern ist ggf. eine Überschreitung der Wohnflächenobergrenze möglich.

Für die Förderzusage wird eine Verwaltungsgebühr von 1 % von der Darlehnssumme erhoben.
 

Antragsvordrucke werden auf Anfrage übersandt.