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Apotheken- und Arzneimittelüberwachung

Öffnungszeiten & Adressen

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken


Nebenstellen des Fachbereichs Gesundheit

Bahnhofstr. 93
48683 Ahaus

Ostwall 67
46395 Bocholt

Eschweg 8
48599 Gronau (Westf.)

 

 

Die Kreise und kreisfreien Städte in NRW sind die zuständigen Behörden für die Überwachung von Betrieben, die Arzneimittel im Einzelhandel in den Verkehr bringen. Die Apotheken- und Arzneimittelüberwachung übernimmt Aufgaben, die der Arzneimittelsicherheit beziehungsweise dem Verbraucherschutz dienen. Überwacht werden alle Betriebe und Einrichtungen, die Arzneimittel an Endverbraucherinnen und Endverbraucher abgeben. Dazu gehören insbesondere Apotheken, aber auch Drogeriemärkte, Supermärkte, Reformhäuser und Lebensmittelgeschäfte sowie Einrichtungen, die mit Arzneimitteln umgehen, z. B. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Dazu werden die Betriebe aufgesucht und die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben wird überprüft.

Es ist von Vorteil,  für die Besichtigung der Apotheke vor Ort alle notwendigen Unterlagen bereitzulegen. Eine mit der Apothekerkammer Westfalen Lippe abgestimmte Übersicht über bereitzuhaltende Unterlagen für eine angekündigte Betriebsbegehung finden Sie unter den Downloads.

Weiterhin werden u. a. Anträge zur Eröffnung und Übernahme von Apotheken, Verträge zur Versorgung von Krankenhäusern oder Altenheimen und Anträge zum Versandhandel bearbeitet.

Neben der regelmäßigen Überwachung übernimmt die Amtsapothekerin folgende Aufgaben:

  • erteilt auf Antrag die zum Betreiben einer/mehrerer Apotheke/n erforderliche Betriebserlaubnis (siehe Downloads Merkblätter)
  • genehmigt Verträge zur Versorgung von Krankenhäusern und Heimen mit Arzneimitteln
  • nimmt die Anzeige für den Wechsel der Filialleitung entgegen (siehe Downloads)
  • erteilt die Erlaubnis zum Versand von Arzneimitteln
  • erteilt die Genehmigung zur Verwaltung einer oder mehrerer Apotheken
  • erteilt die Genehmigung von Versorgungsverträgen nach § 14 Apothekengesetz
  • erteilt die Genehmigung von Versorgungsverträgen nach § 12a Apothekengesetz
  • stellt die Anerkennung der Sachkenntnis zur Berufsausübung als Pharmaberater aus

Des Weiteren folgende Anzeigen entgegengenommen und geprüft:

  • Internethandel mit Humanarzneimitteln
  • Durchführung von Arzneimittelsammlungen
  • Einzelhandel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln

Für die Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb einer Apotheke sind eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Die Antragsunterlagen sollen spätestens 6 Wochen vor dem beabsichtigten Eröffnungs- bzw. Übernahmetermin der Amtsapothekerin vollständig vorliegen.

Bestimmte, freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken, jedoch nur nach vorheriger Anzeige und unter Nachweis einer besonderen Sachkunde, durch geschultes Personal verkauft werden. Entsprechend § 67 des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimittel (Arzneimittelgesetz - AMG) haben "Betriebe und Einrichtungen, die Arzneimittel […] in den Verkehr bringen oder sonst mit ihnen Handel treiben [...] dies vor Aufnahme der Tätigkeit der zuständigen Behörde [...] anzuzeigen".
Die entsprechende Anzeige kann formlos, aber schriftlich bei der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde erfolgen.

Betäubungsmittel sind stark wirkende Arzneimittel (z. B. starke Schmerzmittel), die ein besonderes Suchtpotenzial haben. Daher gelten für Betäubungsmittel strenge gesetzliche Vorschriften. Diese Vorschriften regeln die Herstellung, den Handel sowie die Verschreibung und Abgabe von Betäubungsmitteln. Der Betäubungsmittelverkehr wird daher entsprechend überwacht. Dazu gehören Betriebe und Einrichtungen wie Apotheken, Krankenhäuser, Heime, Rettungswachen, sowie Arztpraxen.

Reisen mit Betäubungsmitteln

Patientinnen und Patienten dürfen ärztlich verschriebene Betäubungsmittel in der für die Dauer der Reise angemessenen Menge als Reisebedarf aus- oder einführen. Für Patienten, die auf ihren Auslandsreisen Betäubungsmittel benötigen (z. B. starke Schmerzmittel, Substitutionsmittel, Arzneimittel zur Therapie von ADHS) bestätigt der Pharmazeutische Dienst ärztliche Bescheinigungen. Dazu soll telefonisch vorab ein Termin vereinbart werden.

Zum vereinbarten Termin wird neben der ärztlich ausgefüllten Bescheinigung auch das Ausweisdokument des Reisenden benötigt. Für die Bearbeitung wird eine Verwaltungsgebühr erhoben.

Detaillierte Informationen zu Auslandsreisen mit Betäubungsmitteln finden Sie auf unter den weiterführenden Links auf den Seiten der Bundesopiumstelle.

Die Sozialpharmazie setzt sich mit dem Umgang der Bevölkerung mit Arzneimitteln auseinander. Nach dem Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen sollen Amtsapothekerinnen und Amtsapotheker anhand zur Verfügung stehender Daten den Arzneimittelkonsum der Bevölkerung beobachten, dokumentieren, analysieren und bewerten. Sie können dazu auch selbst Erhebungen durchführen.

Natürlich wird nicht der Medikamentenkonsum einzelner Personen überwacht. Vielmehr sollen grundsätzliche Probleme in der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung aufgedeckt werden. Bei festgestellten Problemen kann der Amtsapotheker über einen verantwortlichen Arzneimittelkonsum aufklären und auf diese Weise helfen, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern. Zu diesem Zweck führen die Amtsapotheker in Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem Landeszentrum Gesundheit NRW gemeinsame Projekte durch, die anschließend ausgewertet und publiziert werden, beispielsweise die Projekte

  • Versorgung mit Arzneimitteln in Alten- und Pflegeheimen
  • Import von Arzneimitteln durch Apotheken
  • Inanspruchnahme des Apothekennotdienstes.

Weitere Informationen zu sozialpharmazeutischen Projekten finden Sie unter den weiterführenden Links beim Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW).

Darüber hinaus finden Sie Informationen zu neuen Vertriebswegen für Arzneimittel, wie den Internetapotheken, dem Drogeriemarkt und Discountapotheken, unter den weiterführenden Links auf den Seiten der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen sowie das Merkblatt "Arzneimittel aus dem Internet - vor illegalen Produkten schützen!", welches vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) herausgegeben wurde.

Deutsche Versandapotheken z.B. benötigen eine behördliche Genehmigung und sind beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) registriert.

Sendungen aus dem Ausland durchlaufen grundsätzlich eine Zollkontrolle. Sollte die Deklaration oder Aufmachung einer Sendung zweifelhaft sein, darf der Zoll solche Sendungen öffnen. Oftmals arbeiten Zoll und Gesundheitsamt zusammen, wenn es darum geht, abzuklären, ob es sich bei den fraglichen Produkten um einfuhrfähige Ware handelt. Handelt es sich um ein nicht einfuhrfähiges Arzneimittel, wird dieses vom Zoll eingezogen und vernichtet oder an den Absender zurückgesandt. So bleibt der Empfänger auf den Kosten für Ware und Versand sitzen. Außerdem kann auch ein Bußgeldverfahren gegen den Empfänger eingeleitet werden.