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Tierseuchen

Kontakt

zentrale Anlaufstelle:

Mail: tiereundlebensmittel(at)kreis-borken.de
Tel.: +49 2861/681-3801

Rufbereitschaft
Den tierärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie montags - mittwochs bis 17:00 Uhr, donnerstags bis 18:00 Uhr und freitags bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer +49 2861 681-3801.
Außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte in dringenden Einzelfällen an die Leitstelle des Kreises Borken unter Telefonnummer +49 2861 681-1272.

Öffnungszeiten & Adressen

Dienststellen der Kreisverwaltung Borken bleiben mit Terminvereinbarung unter Berücksichtigung von „3G“ geöffnet

Um die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung Borken zu gewährleisten und die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus beispielsweise in Wartezonen zu vermindern, ist der Zutritt zu den Dienststellen dieser Behörde (Kreishaus Borken und Nebenstellen im Kreisgebiet) ab Mittwoch, 01.12.2021, nur noch unter Einhaltung der „3G-Regelung“ (Geimpft, Genesen, Getestet) möglich. Ein entsprechender Nachweis ist mitzuführen und bei Aufforderung vorzuzeigen. Im Besuchsverkehr wird damit das umgesetzt, was für die Beschäftigten der Kreisverwaltung bereits seit der vergangenen Woche verbindlich gilt.
 

Wichtiger Hinweis in dem Zusammenhang: Persönliche Besuche sind mit Ausnahme der Ausländerbehörde weiterhin nur nach Terminvereinbarung möglich.

Ausländerbehörde:

Die Ausländerbehörde des Kreises Borken ist zu den gewohnten Servicezeiten (montags, dienstags und freitags: 08.00 -12.00 Uhr und donnerstags: 08.00 - 16.00 Uhr) für den freien Publikumsverkehr geöffnet. Eine persönliche Vorsprache unter Einhaltung der Hygieneregeln ist möglich. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht notwendig - jedoch ist ein 3G-Nachweis zu erbringen.

 
Führerscheine:

Die neuen, zurzeit geltenden Regelungen bezüglich der Führerscheinbeantragung und -abholung finden Sie auf der Seite „Auto & Verkehr

 

Kfz-Zulassung:

Die Bearbeitung von Zulassungsvorgängen ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung  (online) in den drei Zulassungsstellen in Ahaus, Bocholt und Borken möglich.

 

Jagdscheine:

Die Verlängerung von Jagdscheinen erfolgt zurzeit nur schriftlich. Der Antrag ist an die Anschrift: Kreis Borken, untere Jagdbehörde, Burloer Str. 93, 46325 Borken zu richten. Persönliche Vorsprachen in den Zulassungsstellen in Ahaus und Bocholt sind nicht möglich.

 

Elterngeldstelle:

Die Elterngeldstelle ist für den freien Publikumsverkehr geschlossen. Eine telefonische Beratung erfolgt über die Servicerufnummer 02861/681-1466. Von zwischenzeitlichen Anfragen über den Bearbeitungsstand oder über den Eingang von Unterlagen bitten wir Abstand zu nehmen. Sie erhalten unaufgefordert Nachricht.

 

Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz:

Für die Einsichtnahme in ausgelegte Antragsunterlagen oder Genehmigungsbescheide im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung von Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz nutzen Sie bitte vordringlich die Einsichtnahme über das Internet (www.kreis-borken.de/bauen-bekanntmachungen). Die Auslegungszeiträume werden auf Grund der Sondersituation bis zur Einwendungs- bzw. Klagefrist ausgeweitet. Sollte Ihnen eine Online-Einsicht nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an die Immissionsschutzbehörde (Kontakte unten auf der Seite).

 

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Um das Auftreten von Tierseuchen zu verhindern, wird die Gesundheit von Tieren regelmäßig überprüft. Schon bei Verdacht von Tierseuchen werden schnellstmöglich alle erforderlichen Seuchenbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Bestimmte hochansteckende Tierseuchen sind anzeigepflichtig,  z. B. Schweinepest, Maul- und Klauenseuche, Faulbrut bei Bienen. Hierbei ist der Tierhalter und der bestandsbetreuende Tierarzt verpflichtet den Verdacht unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt anzuzeigen.

Die staatliche Tierseuchenbekämpfung dient in erster Linie dem Schutz vor Krankheiten, die von Tier zu Tier oder vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Ferner werden gefährliche Tierseuchen bekämpft, da sich der einzelne Tierhalter nicht ausreichend schützen kann oder die Seuchen ihn existentiell bedrohen.  Um einen wirtschaftlich erheblichen Schaden für eine größere Anzahl von Tierhaltern in einer Region abzuwenden werden bei Seuchenausbrüchen größeren Schutzzonen  gebildet.

Grundvoraussetzung für eine effektive Tierseuchenbekämpfung ist eine umfassende Datenermittlung, die von einer Registrierung und Erfassung der landwirtschaftlichen Betriebe über die Kennzeichnung der einzelnen Tiere sowie der Erfassung der Handelswege reicht. Beim Ausbruch von Seuchen werden unverzüglich weitreichende Maßnahmen für den betreffenden Bestand, ggf. für die Region, ergriffen, die über Bestandssperre, Abgabeverbote von Tieren, Tötungsmaßnahmen, Gebietssperren (Errichtung von Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten) bis zum totalen Verbringungsverbot reichen. Es ist wichtig, möglichst früh Krankheitserscheinungen in Tierbeständen zu erkennen. Das geschieht u.a. über staatliche Überwachungsprogramme. Hierzu werden in regelmäßigen Abständen Blut-, Milch- oder Kotuntersuchungen durchgeführt. Unter besonderer Beobachtung stehen Tiere, die aus Drittländern eingeführt bzw. aus EG-Ländern nach Deutschland verbracht werden. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, die Menschen vor Zoonosen und einzelne Tierbestände, Regionen bis hin zum gesamten Bundesgebiet vor Seuchen und finanziellen Schäden zu schützen.

Informationen zur Tierseuchenlage finden Sie auf der Internetseite des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, des Friedrich-Löffler-Instituts, dem Tierseucheninformationssystem.

Rechtliche Grundlagen:

VO (EU) 2016/429 sowie weitere delegierte Verordnungen EU

Tiergesundheitsgesetz
Viehverkehrsverordnung
Binnenmarkttierseuchenschutz-VO
Durchführungsverordnungen des Bundes und des Landes NRW zu einzelnen Seuchen

 

Newsletter - Tierseuchen


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Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine durch einen Virus hervorgerufene Infektionskrankheit, die ausschließlich Schweine – Haus- und Wildschweine – betrifft. Die Afrikanische Schweinepest ist hochansteckend und für die Schweine meist tödlich. Der Erreger (African Swine Fever Virus (ASFV)) kam ursprünglich nur in afrikanischen Ländern vor. 2007 traten erste Infektionen mit der Tierseuche in Russland und Georgien auf, seit 2014 sind mehrere osteuropäische Staaten und zuletzt auch Belgien betroffen.

Seit September 2020 hat das ASP-Infektionsgeschehen offiziell die deutsche Wildschweinpopulation in Brandenburg und Sachsen erreicht. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen steigt seitdem kontinuierlich an. Das Verschleppungsrisiko innerhalb der Wildschweinpopulation ist als hoch einzustufen.

Im Juli 2021 wurde erstmals eine Übertragung auf einzelne Hausschweinebestände in Brandenburg nachgewiesen. Hierbei handelt es sich um kleine Hobbyhaltungen sowie eine Freilandhaltung.

Ist die Krankheit für Menschen gefährlich?

Für den Menschen ist das ASP-Virus ungefährlich. Auch für andere Tiere besteht keine Ansteckungsgefahr.

Wie wird die ASP übertragen?

Übertragen wird die Krankheit hierzulande entweder direkt von Tier zu Tier oder über kontaminierte Gegenstände, beispielsweise auch über Speisereste (Fleisch- und Wurstwaren) oder Jagdkleidung. Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, in den afrikanischen Ländern, kann die Erkrankung über Lederzecken übertragen werden. Dieser Übertragungsweg spielt aber in den hiesigen Breiten keine Rolle.

Was ist zu tun, wenn ich ein totes Wildschwein finde?

Verendet aufgefundene Wildschweine sind unverzüglich dem Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken zu melden (02861-681-3801 oder tiereundlebensmittel(at)kreis-borken.de).

Alternativ steht die App Tierfund-Kataster in den Stores zum Download bereit:

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Eine Behandlung ist nicht möglich. Anders als gegen die Klassische Schweinepest (KSP) gibt es gegen die ASP keinen Impfstoff. Es können ausschließlich hygienische Maßnahmen und Populationsregulation zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Welche Präventionsmaßnahmen gibt es?

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die von der Sachverständigengruppe ASP des Landes NRW gefordert wird, ist die Reduzierung der Wildschweindichte. Des Weiteren ist die Information der Bevölkerung über das Risiko, das von unsachgemäß entsorgten virushaltigen Lebensmitteln ausgeht, ein wesentlicher Punkt. Nicht ordnungsgemäß entsorgte Abfälle, insbesondere auf Autobahnraststätten und Parkplätzen, stellen die größte Eintragsquelle für ASP in die Wildschweinpopulation dar. Appell: Bitte entsorgen Sie keine Lebensmittelreste in freier Natur oder in offenen, leicht zugänglichen Mülleimern.

Für Hausschweinehalter ist dringend zu empfehlen, die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen für den jeweiligen Betrieb einzuhalten. Zur besseren Beurteilung der Situation im eigenen Betrieb kann die ASP-Risikoampel genutzt werden, die unter www.risikoampel-uni-vechta.de frei zugänglich ist. Sie wurde durch die Universität Vechta in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Löffler Institut sowie einem bundesweit aufgestelltem Expertenteam erarbeitet.

Was passiert im Falle eines Ausbruchs?

Bricht die Tierseuche unter Wildschweinen aus, werden  um den Fundort des Wildschweines nach den Vorschriften des EU-Tierseuchenrechts verschiedene Restriktionszonen (Sperrzone I - III) mit unterschiedlichem Radius eingerichtet, in denen jeweils abgestuft unterschiedlich starke Beschränkungen für die Schweinehalter, Bewohner und Spaziergänger (z.B. Betretungsverbote, Anleinpflicht für Hunde) etc. gelten.

Bricht die Tierseuche bei Hausschweinen aus, wird ein Sperrbezirk mit einen 3-km-Radius und ein Beobachtungsgebiet mit einen 10-km-Radius um den betroffenen Betrieb eingerichtet, in denen ebenfalls abgestuft unterschiedlich starke Beschränkungen für Schweinehalter gelten.

Um zu verhindern, dass die ASP in Schweinebeständen eingeschleppt wird oder sich aus einem bereits unentdeckt infizierten Schweinebestand weiterverschleppt wird, gelten umfangreiche Schutzmaßnahmen und Vermarktungsbeschränkungen, die zu existentiellen Problemen für die Betriebe führen können.

 

Allgemeine Informationen zur ASP:

Informationen des FLI zur ASP

Informationen des LANUV zur ASP incl. Merkblätter für Pilzsammler, Landwirte und Jäger 

Video des Umweltministeriums NRW: Afrikanische Schweinepest - NRW ist vorbereitet

Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

ASP-Status für schweinehaltende Betriebe

Im Falle des Nachweises des Erregers der Afrikanischen Schweinepest bei einem verendeten oder einem erlegten Wildschwein werden nach den rechtlichen Vorgaben des EU-Tierseuchenrechts weiträumige Restriktionszonen (Sperrzone I-III) rund um den Fund- bzw. Erlegungsort eingerichtet. Das Verbringen von Schweinen (Zuchtschweine, Mastferkel und Schlachtschweine) innerhalb oder aus den Restriktionszonen heraus, ist nur unter bestimmten Voraussetzungen mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

Durch die im April 2021 in Kraft getretenen Änderungen im europäischen Tierseuchenrecht wird das freiwillige Programm zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in schweinehaltenden Betrieben nicht unter den bisher geltenden Rahmenbedingungen fortgesetzt. Die Weiterführung des vom Land NRW ins Leben gerufenen beihilfegeförderten Früherkennungssystemes bleibt dennoch weiter möglich. Die Regelungen des neuen EU-Tierseuchenrechts (Durchführungs-VO 2021/605) ermöglichen es durch zeitnah vor dem Verbringen durchgeführte Untersuchungen, die Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung kurzfristig zur erfüllen.

Die bisherigen drei Säulen als Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung zum Verbringen, bleiben weiter gültig. Konkret sind dies:

  • Negative virologische Untersuchung von Falltieren (> 60 Tage alt) innerhalb von 15 Tagen vor dem Verbringen
  • Klinische Untersuchung des Gesamtbestandes innerhalb von 24 Stunden vor dem Verbringen
  • Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen im Betrieb (ein malige amtliche Kontrolle)

Die klinische Untersuchung der Gesamtbestandes durch einen amtlichen Tierarzt (amtliche Beauftragung der Hoftierärzte) muss regelmäßig wiederholt werden. In den Sperrzonen I und II sind jährlich 2 Untersuchungen im Abstand von mindestens 4 Monaten erforderlich und in der Sperrzone III sind Untersuchungen im Abstand von höchstens 3 Monaten notwendig.

Die Pflicht zur klinischen Untersuchung innerhalb von 24 Stunden vor dem Verbringen bleibt für jeder Tiersendung bestehen.

Um im Seuchenfall besser vorbereitet zu sein, wird schweinehaltenden Betrieben angeboten die vorhandenen Biosicherheitsmaßnahmen im Rahmen der üblichen Fachrechtskontrollen durch den Fachbereich Tiere und Lebensmittel vorab überprüfen zu lassen. Dieser “amtliche Biosicherheitscheck” ist für die Betriebe gebührenfrei und soll die Landwirte bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützen.

Für eine Eigenkontrolle können Betriebe sowohl die ASP-Riskoampel der Universität Vechta (www.risikoampel-uni-vechta.de) als auch die Checkliste zur Beurteilung der Biosicherheit es bisherigen Früherkennungsprogramms nutzen.

Den Antrag auf Teilnahme am Früherkennungssystem "ASP-Statusbetrieb" erfolgt über die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Tierseuchenkasse.

Informationen zum freiwilligen Früherkennungsprogramm des Landes NRW gibt es in dem Merkblatt des LANUV NRW.

Zu Ihrer Information können Sie hier folgende Checklisten einsehen, in denen die Anforderungen an die schweinehaltenden Betriebe aufgeführt sind: 

 

Durchführung der Kontrolluntersuchungen 

Die Verordnung zum Schutz gegen die Aujeszkysche Krankheit ist im Dezember 2005 geändert worden. Danach sind auch in den Sauenbeständen (sowohl reine Zuchtbestände als auch Kombibestände) keine regelmäßigen jährlichen serologischen Kontrolluntersuchungen auf AK mehr erforderlich.

Zur Aufrechterhaltung des Status "Frei von der Aujeszkyschen Krankheit" genügen jährliche Stichprobenuntersuchungen in Zucht- und in Mastbeständen. Die Stichprobenauswahl erfolgt ab sofort durch den Fachbereich Tiere und Lebensmittel. Die Betriebe, die für diese Stichproben vorgesehen sind, erhalten von hier künftig eine gesonderte schriftliche Untersuchungsaufforderung mit der Bitte, die Blutprobenentnahme durch den Hoftierarzt durchführen zu lassen.

Die Bekämpfung der BHV1 bei Rindern erfolgt gem. der BHV1-Verordnung des Landes NRW in der Fassung der Bekanntmachung vom 20.10.2014 (GV.NRW S. 857 ff.). Darüberhinaus findet auch die BHV1-VO des Bundes vom 19.05.2015 (BGBl. I S. 767), die durch Artikel 1 der VO vom 03.05.2016 (BGBl. I, S. 1057) geändert wurde, Anwendung.

Die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf sind nun auch seit dem 12.06.2017 von der Kommission der Europäischen Union als frei von der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (BHV1-Infektion des Rindes) anerkannt worden. Somit ist jetzt das gesamte Bundesgebiet als BHV1-freie Region anerkannt.

Der Status "BHV1-frei" ermöglicht es, unsere Rinderbestände durch erweiterte Anforderungen an das Verbringen (sog. zusätzliche Garantien nach Entscheidung/Beschluss 2004/558/EG) besser vor BHV1-Neuinfektionen zu schützen. Der Handel mit anderen BHV1-freien Regionen wird dadurch erleichtert.

Weitere Einzelheiten zu den diesbezüglichen Auswirkungen entnehmen Sie bitte dem "Informationsblatt zur BHV1-Bekämpfung (Stand 07/2016)" sowie dem "Merkblatt des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW für Landwirte, Viehhändler und Tierärzte zum Verbringen von Rindern".

Nähere Einzelheiten besprechen Sie bitte mit Ihrem Hoftierarzt. Wenn nach diesem Gespräch noch Fragen ungeklärt bleiben, können Sie diese mit Herrn Dr. Kerkhoff, Tel.: 02861/681-3871 klären.

Die Tierseuchenkasse NRW zahlt unter gewissen Voraussetzungen Beihilfen zur frühzeitigen Erkennung von Tierseuchen. Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite der Tierseuchenkasse NRW unter https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierseuchenkasse/leistungen/beihilfen/index.htm

Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

Rinder, Schafe und Ziegen dürfen ab sofort mit den Serotypen 4 und 8 gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden, sofern ein inaktiver Impfstoff verwendet wird.

Die Impfgenehmigung geht mit einer Meldepflicht in der HI-Tier-Datenbank einher. Die Genehmigung in Form der Allgemeinverfügung ist befristet bis zum 31.12.2021 und ist für die Betroffenen gebührenfrei. Die Kosten der Impfung hat der Tierhalter allerdings selbst zu tragen (keine Beihilfe). Die Impfung ist vom Hoftierarzt durchzuführen.

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine ansteckende und anzeigepflichtige Tierseuche, die schnell epidemische Ausmaße annehmen und damit hohe Tierverluste zur Folge haben kann. Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit wird als Präventivmaßnahme durchgeführt.

Die Allgemeinverfügung richtet sich an alle Tierhalter mit Rinder-, Schaf- und/oder Ziegenbeständen auf dem Gebiet des Kreises Borken, die diese Tiere freiwillig gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen. Rechtsgrundlage für die Mitteilung ist § 4 Abs. 2 der EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung.


Interessante Informationen finden Sie auch unter folgenden Links:

www.tierseucheninfo.niedersachsen.de

sowie zu zugelassenen Impfstoffen unter:

www.pei.de

Bekämpfung der BVD-Infektion (Bovinen Virusdiarrhoe-Virus)

Die Bundesverordnung vom 27.06.2016 hat das Ziel, alle Virämiker (Dauerausscheider von BVD-Virus) zu erkennen und auszumerzen, um BVD-unverdächtige Bestände zu schaffen.

Somit dürfen seit dem 01.01.2011 nur noch BVD-unverdächtige Zucht- und Nutzrinder (u. a. auch Mastkälber und Fresser) aus einem Bestand bzw. in einen Bestand verbracht werden.

Es muss also bereits vor dem Verbringen für diese Tiere ein negatives BVD-Untersuchungsergebnis vorliegen und auch in der HIT-Datenbank dokumentiert sein. Dies gilt auch für das Verbringen auf Viehmärkte, Ausstellungen und auf Sammelstellen.

Die Rinderhalter sind verpflichtet, alle Kälber, die ab dem 27.06.2016 in Ihrem Bestand geboren sind, bis zur Vollendung des ersten Lebensmonats untersuchen zulassen. Die Untersuchung erfolgt in der Regel bei den neugeborenen Kälbern mittels Gewebeohrstanzprobe, kann aber auch durch Blutprobe erfolgen.

In der Vergangenheit hat sich allerdings gezeigt, dass nicht wenige Kälber ohne BVD-Ergebnis auch aus nicht unverdächtigen Beständen abgegeben bzw. eingestallt worden sind. Dieses liegt hauptsächlich daran, dass die Ohrstanzproben zu lange bei den Landwirten gelagert werden und unter Umständen erst Wochen nach der Entnahme ins Labor gelangen.

Deshalb sind die Ohrstanzproben wöchentlich, spätestens jedoch nach 3 Wochen zu untersuchen. In Betrieben, in denen BVD-infizierte Rinder bereits aufgetreten sind, muss die Ohrstanzprobe sofort nach der Entnahme eingeschickt werden.

Die Ohrstanzohrmarken sind beim LKV Krefeld, Tel-Nr.: 0 21 51-4 11 12 00, Fax-Nr.: 0 21 51-4 11 12 49 zu bestellen.

Befinden sich in einem Bestand bereits BVD-negativ getestete Tiere, sind diese nicht erneut zu untersuchen, da ein Ergebnis lebenslang Geltung hat.

Werden bei der Untersuchung virologisch positive Tiere (Virämiker) ermittelt, so müssen diese unverzüglich ausgemerzt werden (entweder Schlachtung oder Tötung). Eine Beihilfe wird hierfür von der Tierseuchenkasse nicht mehr gezahlt.

Auch ein Tier, welches ein fragliches BVD-Ergebnis aufweist, gilt zunächst als BVD-infiziert. Dieses Tier ist mittels Blutprobe oder Ersatzohrmarke umgehend nach zu beproben.

Jedes einmal positiv oder fraglich getestete Tier zieht eine Bestandssperre nach sich!

In diesem Fall dürfen im Bestand Rinder ab dem Zeitpunkt der Feststellung der BVD-Infektion für einen Zeitraum von 40 Tagen nicht aus dem Bestand verbracht werden,– außer zum Schlachten. Dieses gilt auch für Kälber, die in reine Mastbestände eingestallt werden sollen.

Tragende Rinder dürfen den Bestand bis zur Abkalbung nicht verlassen, es sei denn, diese Tiere standen nachweislich vor der Besamung unter einem sicheren BVD-Impfschutz und wurden nach dem 150. Trächtigkeitstag serologisch mit negativem Ergebnis untersucht.

Die Bestandssperre wird in die HIT-Datenbank eingetragen.

Der Besitzer eines betroffenen Bestandes hat alle Rinder, die noch nicht auf BVD untersucht worden sind (N35; U35; ohne BVD-Status) auf BVD untersuchen zu lassen. Diese Untersuchungspflicht gilt für alle Bestände, in denen sich das betroffene Tier, dessen Muttertier oder dessen Nachkomme befinden.

In der HIT-Datenbank kann unter dem Menü-Punkt „Allgemeine Funktionen zur Tiergesundheit“ und dann unter dem Button „Einzeltierstatus BVD (frei zugänglich)“ der BVD Status von Rindern abgefragt werden, in dem die Ohrmarkennummern dort eingeben werden.

Für das Verbringen aus anderen Mitgliedstaaten gilt Folgendes:

Derzeit enthält die Verordnung keine Regelungen zum „Import“ von Rindern. Grundsätzlich können daher Kälber unter sechs Monate ohne BVD-Status in hiesige reine Endmastbetriebe (nur Mast in Stallhaltung und unmittelbare Abgabe zur Schlachtung) verbracht werden.

Werden Kälber aus anderen Mitgliedstaaten in Fresseraufzuchtbetriebe verbracht, so müssen diese Tiere vor dem Verbringen in andere Rinderbestände zuvor mit negativem Ergebnis auf BVD untersucht werden.

Verbringen von Zuchttieren aus Mitgliedstaaten:

Das Verbringen von Zuchttieren ohne BVD-Status ist in den ersten Betrieb möglich. Jede Weitergabe in einen anderen Bestand ist nur nach vorheriger BVD-Untersuchung mit negativem Ergebnis möglich.

Durch die Einstallung eines Rindes ohne Status aus einem anderen Mitgliedstaat besteht jedoch das Risiko, dass das zugekaufte Rind mit unbekanntem BVD-Status das Virus in die Herde einschleppt.

Zudem ist die Erlangung des BVD-Unverdächtigkeitsstatus nicht möglich. Ebenfalls liegt das Ausmerzungsrisiko beim aufnehmenden Betrieb. Es ist daher dringend anzuraten, von ausländischen Lieferanten den Status einzufordern.

Alle anderen Rinder dürfen nur mit einer negativen Einzeltieruntersuchung verbracht werden.

Am 10.12.2021 wurde der Verdacht, auf Geflügelpest in einem Betrieb in Hamminkeln-Dingden festgestellt und am 14.12.2021 endgültig durch das Friedrich-Löffler-Institut bestätigt. In den angrenzenden Kreisen Borken und Kleve mussten entsprechende Anschlusssperrzonen eingerichtet werden. Insbesondere die Überwachungszone (10 km Luftlinie um den Ausbruchsbetrieb) reicht weit in das Kreisgebiet Borken und betrifft die Kommunen Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken und Raesfeld. Die Allgemeinverfügung zur Einrichtung einer Überwachungszone wurde mit Wirkung vom 13.01.2022 (0.00 Uhr) aufgehoben.

 

Zusätzlich gilt seit dem 13.12.2021 eine Aufstallpflicht für die Kreise Borken, Wesel und Kleve. Danach mussten auch außerhalb der Überwachungszone alle Geflügelhalter im Kreis Borken dafür Sorge tragen, dass ihr Geflügel kurzfristig aufgestallt wird. Die Aufstallpflicht und das Verbot der Durchführung von Ausstellungen, Börsen, Märkten sowie Veranstaltungen ähnlicher Art, bei denen Geflügel verkauft, gehandelt, zur Schau gestellt werden oder zusammenkommen, wurde für Teilgebiete des Kreises Borken ebenfalls zum 13.01.2022 (0.00 Uhr) aufgehoben werden. Die Aufstallpflicht und das „Veranstaltungsverbot“ gelten nur noch für die Gebiete der Kommunen Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken und Raesfeld (jeweils alle Ortsteile), da diese zuvor von der Überwachungszone betroffen waren. Die entsprechende Aufhebungsverfügung finden Sie unten. Der Kreis Borken ist jedoch optimistisch, dass die Aufhebung der Aufstallpflicht und des Veranstaltungsverbotes für die verbliebenen Kommunen baldmöglich folgt.

 

Aufstallpflicht bedeutet, dass das gehaltene Geflügel entweder in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung (Schutzvorrichtung, Voliere), gehalten werden muss.

 

Aus vorgenannten Gründen wird daher weiterhin eindringlich an alle Geflügelhalter appelliert, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Haltungen zu überprüfen und konsequent anzuwenden (siehe auch unten stehende Verlinkungen). Die Durchführung von Geflügelausstellungen oder –börsen wird bis auf Weiteres untersagt, da das Zusammentreffen von Tieren mit verschiedenen Herkünften ein besonders hohes Risiko für die Virusausbreitung darstellt.

 

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW hat zu erweiterten Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintrags und der Weiterverbreitung der Geflügelpest eine von zahlreichen Institutionen (u.a. Tierärztkammer, verschiedene landwirtschaftliche oder Geflügelwirtschaftsverbände) unterzeichnete gemeinsame NRW-Erklärung veröffentlicht.

 

Aviäre Influenza (von lat. avis, Vogel), umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat. Diese Viren treten in zwei Varianten (gering/hochpathogen) und verschiedenen Subtypen (H1-16 in Kombination mit N1-9) auf. Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome. Allerdings können diese Viren spontan zu einer hochpathogenen Form (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) mutieren, die sich dann klinisch als Geflügelpest zeigt.

Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. Einzelne Subtypen von HPAIV, aber auch einige LPAIV können bei Exposition gegenüber einer hohen Infektionsdosis auch auf den Menschen übertragen werden und dort tödlich verlaufende Erkrankungen auslösen.

 

Restriktionszonen:

Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Schutz und Überwachungszone sowie zur Teilaufhebung des Aufstallungsgebotes und der Teilaufhebung zum Verbot von Geflügelausstellungen und -märkten o.ä. vom 10.01.2022 (gilt ab 13.01.2022 um 0.00 Uhr)

Allgemeinverfügung vom 15.12.2021 betreffend die Einrichtung einer endgültigen Überwachungszone (gilt bis zum 12.01.2022 um 24.00 Uhr)

Allgemeinverfügung vom 12.12.2021 betreffend Einrichtung einer vorläufigen Sperrzone (aufgehoben mit Wirkung vom 16.12.2021)

Allgemeinverfügung vom 12.12.2021 zur Aufstallpflicht und Verbot von Geflügelausstellungen und -börsen im Kreis Borken (in Teilen aufgehoben zum 12.01.2022 um 24.00 Uhr s. neue Allgemeinverfügung!)

 

Amerikanische Faulbrut (AFB) im Kreis Borken

Die AFB ist eine durch ein Bakterium (Paenibacillus larvae) hervorgerufene ansteckende Bienenseuche, bei der die Bienenbrut in ihren Zellen verfault („Faulbrut“). Das Bakterium wird auf vielfältige Weise (räubernde Bienen, infizierter Futterhonig, infizierte Geräte und Beuten etc.) von Bienenvolk zu Bienenvolk verbreitet. Unter Umständen können von der Infektion bis zum Ausbruch der Seuche sogar Jahre vergehen, der Erreger selber kann als Spore über 30 Jahre in der Umwelt überleben.

Anders als in anderen Ländern ist in Deutschland die Bekämpfung der AFB mittels Antibiotika (Tetracycline) verboten. Daher sind in Deutschen Honigen auch keine Antibiotika enthalten.

Für Menschen ist die AFB absolut unbedenklich, der Erreger ist nur für Bienen gefährlich. Der Honig aus infizierten Völkern darf daher bedenkenlos vermarktet werden.

Grundsätzlich dürfen Bienen nur mit einer amtstierärztlichen „Wanderbescheinigung“ von einem zum anderen Standort verbracht werden.

Hasenpest (Tularämie)

Die Hasenpest ist eine Infektionskrankheit, die auch auf Menschen übertragen werden kann. Daher sollte jeglicher Kontakt mit einem verendeten Feldhasen oder Wildkaninchen vermieden werden. Jeder Fall dieser Infektionskrankheit sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ist meldepflichtig. Die Krankheit tritt nur sehr vereinzelt auf. Bei einem verendeten Feldhasen in Ahaus wurde im April 2021 die Hasenpest (Tularämie) festgestellt. Die Erkrankung tritt überwiegend bei wildlebenden Hasen und Wildkaninchen auf. Auffälligste Krankheitsanzeichen sind Schwäche, Mattigkeit, Abmagerung und verändertes Verhalten wie z.B. Ausbleiben des Fluchtreflexes.

Auszug einer Information des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung) vom 06.05.2021 an die Jagdbehörden in NRW

Seit dem 1. Juli 2009 brauchen alle Pferde, Ponys, Esel, Zebras und sonstigen Einhufer, die bisher keinen Equidenpass (Pferdepass) haben, einen Pass und Transponder.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

oder aus dem Merkblatt der Deutschen Reiterlichen Vereinigung E.V ("Chippen von Pferden Transponderapplikation)

Den tierärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie montags - mittwochs bis 17:00 Uhr, donnerstags bis 18:00 Uhr und freitags bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer +49 2861 681-3801.
Außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte in dringenden Einzelfällen an die Leitstelle des Kreises Borken unter Telefonnummer +49 2861 681-1272.