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Entnahme von Grundwasser

Öffnungszeiten & Adressen

Warndreieck

Achtung: Dienststellen der Kreisverwaltung Borken vorsorglich für den freien Publikumsverkehr geschlossen

Um die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung zu gewährleisten und die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus (beispielsweise in Wartezonen) zu vermindern, werden ab sofort die Dienststellen für den freien Publikumsverkehr geschlossen. Dies geschiet aus Vorsorge, um das Funktionieren der Behörde im Interesse der öffentlichen Daseinsvorsorge sicherzustellen.

Die Bearbeitung der Führerschein- und Zulassungsangelegenheiten ist nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Terminvereinbarung für Führerscheinabholungen in Borken nur telefonisch möglich unter 02861/681-1340. Antragsstellungen nur noch schriftlich. Die Dokumente finden Sie auf den jeweiligen Unterseiten. Ab sofort werden keine Führerscheinangelegenheiten mehr in den Nebenstellen in Ahaus und Bocholt bearbeitet.

Die Verlängerung von Jagdscheinen erfolgt ab sofort nur noch schriftlich. Der Antrag ist an die Anschrift: Kreis Borken, untere Jagdbehörde, Burloer Str. 93, 46325 Borken zu richten. Persönliche Vorsprachen in den Zulassungsstellen in Ahaus und Bocholt sind somit nicht mehr möglich. 

Die Bearbeitung von Zulassungsvorgängen ist nur in zwingend notwendigen, unaufschiebbaren Fällen und nur nach vorheriger Terminvereinbarung  (online) in den drei Zulassungsstellen in Ahaus, Bocholt und Borken möglich.


Wir bitten um Ihr Verständnis.

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Die Entnahme und das Zutagefördern von Grundwasser bedarf grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis gemäß § 8 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch die zuständige Wasserbehörde.

Das Grundwasser ist ein besonders schützenswertes Gut. Es ist so zu bewirtschaften, dass es dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dient und vermeidbare Beeinträchtigungen unterbleiben. Das heisst, jedermann ist verpflichtet, eine mit Rücksicht auf den Wasserhaushalt gebotene sparsame Verwendung des Wassers zu erzielen, sowie Verunreinigungen zu vermeiden, um die Leistungsfähigkeit des Wasserhaushaltes zu erhalten. Die Erlaubnispflicht durch die zuständige Wasserbehörde dient u. a. dazu, das Wasserdargebot und seine vielfältigen Nutzungen in der Gesamtheit zu betrachten und vorausschauend zu steuern, um eine schonende Bewirtschaftung bzw. Nutzung der Ressource Grundwasser zu ermöglichen.

Für die Entnahme von Grundwasser ist deshalb grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Sie ist rechtzeitig vor geplantem Förderbeginn zu beantragen. Die Bohrung und der Pumpversuch bedürfen keiner Genehmigung und können vorab durchgeführt werden, so dass Schichtenverzeichnis und Ergebnisse des Pumpversuchs den Antragsunterlagen beigefügt werden können. Ausnahme ist die Durchführung von Bohrungen in Wasserschutzgebieten.

Wird das entnommene Grundwasser zu Trinkwasserzwecken verwendet, ist - auch bei Erlaubnisfreiheit - das Wasser untersuchen zu lassen. In diesem Fall ist der Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken zu unterrichten.

Rechtliche Grundlagen: Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Landeswassergesetz (LWG NRW)

Eine Erlaubnis ist z. B. erforderlich für die Entnahme von Grundwasser für die landwirtschaftliche Beregnung, für Gewerbe- und Industriebetriebe, für Gärtnereien, für Gaststätten, zur Speisung von Fischteichen und für Wärmepumpen. Zuständig für die Erteilung der Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde. Für eine Entnahmemenge über 600.000 m³/a ist die Bezirksregierung Münster zuständig. Erlaubnisse werden grundsätzlich befristet erteilt. Der Zeitraum wird im Einzelfall festgelegt.

Als erlaubnisfrei gilt u. a. die Entnahme von Grundwasser für einen einzelnen Haushalt, für den landwirtschaftlichern Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck (hierunter fallen z. B. kleinere Grundwasserhaltungen bei Bauvorhaben).

Berechnungsgrundlage für die Verwaltungsgebühr ist der Wert der Gewässerbenutzung, der sich aus der erlaubten jährlichen Einleitungsmenge und der Laufzeit der Erlaubnis ergibt.

Die Mindestgebühr beträgt 200 €€.

Die erforderlichen Antragsbestandteile für die wasserrechtliche Erlaubnis sind jeweils in einem Merkblatt zusammengestellt. Die einzelnen Merkblätter können Sie sich jeweils im PDF-Format herunterladen.

Wie in den jeweiligen Merkblättern erwähnt, sind detaillierte Informationen zur Grundwasserförderung in Form eines Fragebogens anzugeben, der ebenfalls im PDF-Format vorliegt.

Für die Grundwasserförderung zur landwirtschaftlichen Beregnung ist ein Wasserbedarfsplan auszufüllen, den Sie sich als Excel-Datei herunterladen können.

Die aufgezählten Vorhaben sind in der Regel als Einzelfälle zu betrachten, so dass mit den Ansprechpartner/innen das Gespräch gesucht werden sollte, um den erforderlichen Antragsumfang abzustimmen.