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Abgeschlossenheitsbescheinigung

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√Ėffnungszeiten des Fachbereiches "Bauen, Wohnen und Immissionsschutz":

  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Zentrale Auskunft:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Tel. +49 2861 681-6725 oder +49 2861 681-6726.

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Damit ein Geb√§ude in Eigentumswohnungen aufgeteilt werden kann, ben√∂tigen Sie f√ľr das Grundbuchamt des Amtsgerichts eine sogenannte Abgeschlossenheitsbescheinigung der Baubeh√∂rde. Mit dieser Bescheinigung wird nachgewiesen, dass die Wohnungen oder sonstigen R√§ume in sich abgeschlossen sind. Au√üerdem ist eine von der Baubeh√∂rde genehmigte Bauzeichnung (Aufteilungsplan) erforderlich. Ferner muss der Eigent√ľmer in √∂ffentlich beglaubigter Form die Erkl√§rung gegen√ľber dem Grundbuchamt abgeben, dass er das Eigentum an dem Grundst√ľck in Miteigentum aufteilt.

Nach dem Wohnungseigentumsgesetz kann an Wohnungen das Wohneigenturm und an nicht zu Wohnzwecken dienenden R√§umen eines Geb√§udes das Teileigentum begr√ľndet werden. dabei wird f√ľr jeden Miteigentumsanteil von Amts wegen im Grundbuch ein besonderes Grundbuchblatt angelegt.

Gemeinschaftseigentum:

Beim gemeinschaftlichen Eigentum regelt die Wohnungseigent√ľmergemeinschaft die Nutzung. Zum Gemeinschaftseigentum z√§hlen das gesamte Grundst√ľck (bebautet und unbebaute Fl√§che), Geb√§udeteile, die f√ľr den Bestand oder die Sicherheit erforderlich sind (z.B. Fundamente, Grund- und Au√üenmauern, Brandmauern, Fenster, Dach, Schornsteine, Dachbelag usw.), Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienen (z.B. G√§rten, H√∂fe, Trockenpl√§tze, Aufz√ľge, Treppenh√§user usw.) sowie das Verwaltungsverm√∂gen, bestehend aus zum Beispiel gemeinschaftlichen Geldern oder Verwaltungsgegenst√§nden (Heiz√∂lbestand, Rasenm√§her etc.). Soll Gemeinschaftseigentum nachtr√§glich in Sondereigentum umgewandelt werden, bedarf es dazu der Einigung aller Wohnungseigent√ľmer.

Miteigentum:

An all dem, was unter dem Punkt Gemeinschaftseigentum aufgef√ľhrt wurde, steht den Wohnungseigent√ľmern ein Miteigentum nach Bruchteilen zu. Der Miteigentumsanteil nach Bruchteilen kann in verschiedener Art ausgedr√ľckt werden. In der Teilungserkl√§rung wird nach freiem Ermessen die Gr√∂√üe der Miteigentumsanteile festgelegt. Im allgemeinen stimmt aber der Wert der einzelnen Wohnungen (ausgehend von den Wohnfl√§chen) in etwa mit dem Verh√§ltnis der Miteigentumsanteile √ľberein. Entsprechend der Feststellung der Miteigentumsanteile erfolgt dann die Eintragung ins Grundbuch.

Sondereigentum:

Sondereigentum ist echtes Eigentum bzw. Alleineigentum der Wohnungseigent√ľmer. Dazu k√∂nnen Wohnungen oder nicht zu Wohnzwecken dienende und in sich abgeschlossene R√§ume z√§hlen, soweit sie nicht f√ľr den gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigent√ľmer gedacht sind. Ferner z√§hlen zu R√§umen geh√∂rende Bestandteile des Geb√§udes, die ver√§ndert, beseitigt oder eingef√ľgt werden k√∂nnen, ohne dass dadurch das gemeinschaftliche Eigentum beeintr√§chtigt wird, dazu (nichttragende W√§nde, Tapeten, Einbauschr√§nke, Heizk√∂rper, Markisen, und K√ľchen etc.).
Teileigentum: Teileigentum unterscheidet sich vom Wohnungseigentum nur dadurch, dass es sich hier um Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden R√§umen eines Geb√§udes handelt (z.B. L√§den, Werkst√§tten, B√ľro-, Lager- oder Praxisr√§ume.

Sondernutzungsrechte:

Mit Sondernutzungsrechten belegte Fl√§chen oder Geb√§udebestandteile sind gemeinschaftliches Eigentum. Sie werden im Grundbuch eingetragen. Dabei handelt es sich um die Einr√§umung von Gebrauchsvorteilen. Von Sondernutzungsrechten k√∂nnen zum Beispiel Kfz-Abstellpl√§tze, Gartennutzung, Dachterrassen oder Kellerr√§ume betroffen sein. Es ist also bspw. m√∂glich, dass einem Wohnungseigent√ľmer das Recht zur alleinigen Nutzung des Gartens einger√§umt wird. "

Die Geb√ľhr √ľber die Entscheidung zur Bildung von Sondereigentum betr√§gt nach Tarifstelle 2.7.2 der Allgemeinen Verwaltungsgeb√ľhrenordnung NW (AVerwGebO NW) je Sondereigentumsanteil (bspw. je Wohnung) 50 ‚ā¨ bis 150 ‚ā¨¬Ä.
 

Es werden mindestens zwei Ausfertigungen der kompletten Bauvorlagen (Grundriss, Ansicht, Schnitt) ben√∂tigt. Da eine Ausfertigung bei der Bauaufsichtsbeh√∂rde verbleibt, eine Ausfertigung beim Grundbuchamt ben√∂tigt wird und der Antragsteller in der Regel mindestens eine Ausfertigung f√ľr seine Unterlagen behalten will, wird die Vorlage von drei Ausfertigungen empfohlen.

Neben den Ausfertigungen der kompletten Bauvorlagen wird auch ein Lageplan im Ma√üstab nicht kleiner als 1:500 ben√∂tigt, der alle auf dem Grundst√ľck befindlichen Geb√§ude darstellt.

Tipp:
Falls Sie mehrere Ausfertigungen benötigen, Ihr Notar aber nicht selber beglaubigte Abschriften der Abgeschlossenheitsbescheinigung erstellen will oder soll, reichen Sie zwei Ausfertigungen der o.g. Bauvorlagen mehr ein, als Sie Eigentumswohnungen schaffen wollen (je Erwerber sowie Grundbuchamt und Bauaufsichtsbehörde).