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Asyl- und Flüchtlingsschutz

Kontakt

Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte

Borken, Heiden, Gescher
Frau Uphues +49 2861 82-2007 L.Uphueskreis-borkende
Isselburg, Raesfeld, Reken, Velen, Ahaus
Herr Schwan +49 2861 82-2007 C.Schwankreis-borkende
Gronau, Heek, Legden, Schöppingen
Frau Tubes +49 2861 82-2009 L.Tubeskreis-borkende
Rhede, Stadtlohn, Südlohn, Vreden
Frau Hollands +49 2861 82-2009 M.Hollandskreis-borkende

Öffnungszeiten & Adressen

Öffnungszeiten der Abteilung Ausländerwesen:

  • montags, dienstags und freitags: 08.00 -– 12.00 Uhr
  • donnerstags: 08.00 –- 16.00 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Etage 0A

E-Mail (Funktionspostfach): abh(at)kreis-borken.de

Was ist Asyl und wer ist zu Asyl berechtigt?

Nach Artikel 16a des Grundgesetzes (GG) der Bundesrepublik Deutschland genießen politisch Verfolgte Asyl. Jemand, der Asyl beantragt, ist ein Asylbewerber.

Der Aufenthalt von Asylbewerbern im Bundesgebiet ist während ihres gesamten Asylverfahrens gestattet (Aufenthaltsgestattung). Der Asylantrag ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu stellen. Das Bundesamt entscheidet hierbei auch über die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft (s.u.), einer subsidiären Schutzberechtigung oder über das Bestehen bestimmter Abschiebungsverbote.

Das Asylrecht wird in Deutschland nicht nur - wie in vielen anderen Staaten - auf Grund der völkerrechtlichen Verpflichtung aus der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) von 1951 gewährt, sondern hat als Grundrecht Verfassungsrang. Es ist das einzige Grundrecht, das nur Ausländern zusteht.

Asylbewerber, denen vom Bundesamt Asyl gewährt wird, erhalten eine Aufenthaltserlaubnis
 

Im Rahmen eines Asylantrags prüft das BAMF immer, ob dem Betroffenen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen ist. Für die Zuerkennung von Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention müssen folgende Voraussetzungen vorliegen: Nach § 3 Abs. 1 AsylVfG wird ein Ausländer als Flüchtling anerkannt, wenn er sich aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe außerhalb seines Herkunftslandes befindet, dessen Schutz er nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht nicht in Anspruch nehmen will.


Asylbewerber, die als Flüchtlinge anerkannt werden, steht ebenfalls die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zu.

Bei der Entscheidung über einen Asylantrag prüft das Bundesamt neben der Asylberechtigung und dem Flüchtlingsschutz auch, ob dem betroffenen subsidiärer Schutz gewährt wird. Subsidiär schutzberechtigt sind Menschen, die stichhaltige Gründe dafür vorbringen, dass ihnen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht. Dies kann zum Beispiel der Fall sein bei der bevorstehenden Vollstreckung einer Todesstrafe.


Asylbewerber, die vom Bundesamt als subsidiär schutzberechtigt eingestuft werden, erhalten ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis - allerdings für einen kürzeren Zeitraum (ein bis zwei Jahre).
 

Wenn die drei Schutzformen - Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz - nicht greifen, kann bei Vorliegen bestimmter Gründe durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Abschiebungsverbot erteilt werden.

Ein schutzsuchender Mensch darf nicht rückgeführt werden, wenn die Rückführung in den Zielstaat eine Verletzung der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) darstellt, oder dort eine erhebliche konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit besteht.

Wird ein nationales Abschiebungsverbot festgestellt, darf keine Rückführung in den Staat erfolgen, für den dieses Abschiebungsverbot gilt. Den Betroffenen wird von der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis erteilt.