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Erwerbstätigkeit

Öffnungszeiten & Adressen

Öffnungszeiten der Abteilung Ausländerwesen:

  • montags, dienstags und freitags: 08.00 -– 12.00 Uhr
  • donnerstags: 08.00 –- 16.00 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Etage 0A

E-Mail (Funktionspostfach): abh(at)kreis-borken.de

1. Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder EWR-Staatsangehöriger

sind Sie berechtigt, jede Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Im Folgenden finden Sie Informationen, was Sie bei Ihrer geplanten Einreise zum Zweck der Erwerbstätigkeit beachten bzw. beantragen müssen.

2. Erwerbstätigkeit mit Aufenthaltserlaubnis/Niederlassungserlaubnis

Mit jeder Erteilung eines Aufenthaltstitels entscheiden die Mitarbeiter der  Ausländerbehörde, ob und in welchem Umfang Sie arbeiten dürfen. Es wird zunächst unterschieden zwischen einer unselbständigen Tätigkeit (Arbeitnehmer/in) und einer selbständigen Tätigkeit (z. B. Unternehmer).
Die Erwerbstätigkeit oder Beschäftigung ist nur dann erlaubt, wenn es im Aufenthaltstitel ausdrücklich vermerkt ist.

Anträge auf Erteilung einer Arbeitserlaubnis sind an die Ausländerbehörde zu richten.

Inhaber von einer deutschen Ausländerbehörde ausgestellten Niederlassungserlaubnis oder einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU dürfen jeder Erwerbstätigkeit nachgehen. Dies gilt auch für Aufenthaltstitel alter Fassung (zum Beispiel Aufenthaltsberechtigung), die weiterhin Gültigkeit haben.

In allen anderen Fällen sollte vor Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zunächst Rücksprache mit der zuständigen Ausländerbehörde gehalten werden.

3. Einreise zum Zweck der Erwerbstätigkeit/Ausbildung

Ausländerinnen und Ausländer, die in Deutschland eine Erwerbstätigkeit/Ausbildung aufnehmen möchten, benötigen abhängig von der Staatsangehörigkeit vor der Einreise ein Visum.

Visumsfreie Einreise:
Staatsangehörige der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz haben uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Sie benötigen weder für die Einreise noch für die Erwerbstätigkeit in Deutschland ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis. Ein gültiger Personalausweis reicht aus, ein Pass ist nicht erforderlich. Bei einem Aufenthalt länger als 3 Monate in Deutschland muss der Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt angemeldet werden.
Staatsangehörige der Staaten Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den USA können visumsfrei einreisen und den erforderlichen Aufenthaltstitel nach Einreise innerhalb von 3 Monaten bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland beantragen. Zu beachten ist jedoch, dass die angestrebte Erwerbstätigkeit  erst nach Erteilung des Aufenthaltstitels aufgenommen werden darf.

Visumspflicht:
Ausländische Staatsangehörige aller anderen Staaten müssen vor der Einreise nach Deutschland ein Visum zum Zweck der Erwerbstätigkeit/Ausbildung bei einer deutschen Auslandsvertretung in ihrem Heimatland beantragen. Es ist wichtig, mit einem Visum einzureisen, das dem tatsächlichen Zweck des Aufenthaltes entspricht. Nur dann ist eine reibungslose Verlängerung/Umschreibung Ihres Visums in eine Aufenthaltserlaubnis durch die zuständige Ausländerbehörde in Deutschland möglich. Sollte ein Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit vorhanden sein, wird keine zusätzliche Arbeitserlaubnis benötigt.

4. Blaue Karte EU

Die blaue EU-Karte ist 2012 als Aufenthaltstitel für besonders qualifizierte Arbeitnehmer eingeführt worden. Sie wird nach der Einreise für zunächst maximal vier Jahre oder die Dauer des Arbeitsvertrages plus drei Monate ausgestellt.

Beantragen kann die Blaue Karte-EU, wer einen anerkannten ausländischen oder deutschen Hochschulabschluss und ein Mindestgehalt von 52.000 € oder 40.560 € bei Mangelberufen (z.B. Ärzte, Mathematiker und IT-Techniker) erhält. Liegt kein deutscher Hochschulabschluss vor, muss die Ausländerbehörde die Zustimmung der Arbeitsagentur einholen.

5. Fachkräfte mit Berufsausbildung

Ausländer/innen, die eine nicht-akademische Berufsausbildung in einem Staat außerhalb der Europäischen Union absolviert haben, können zum Arbeiten nach Deutschland einreisen, wenn sie eine in Deutschland anerkannte Berufsausbildung, einen Arbeitsplatz oder ein verbindliches Stellenangebot in Deutschland haben und in diesem angestrebten Beruf ein Fachkräftemangel (sh. Positivliste der BA) besteht