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Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Kontakt

zentrale Anlaufstelle:

Mail: tiereundlebensmittel(at)kreis-borken.de
Tel.: +49 2861/681-3801

Rufbereitschaft
Den tierärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie montags - mittwochs bis 17:00 Uhr, donnerstags bis 18:00 Uhr und freitags bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer +49 2861 681-3801.
Außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte in dringenden Einzelfällen an die Leitstelle des Kreises Borken unter Telefonnummer +49 2861 681-1272.

Öffnungszeiten & Adressen

Achtung: Dienststellen der Kreisverwaltung Borken vorsorglich für den freien Publikumsverkehr geschlossen - Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Warndreieck

Um die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung zu gewährleisten und die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus (beispielsweise in Wartezonen) zu vermindern, sind die Dienststellen größtenteils für den freien Publikumsverkehr geschlossen. Dies geschieht aus Vorsorge, um das Funktionieren der Behörde im Interesse der öffentlichen Daseinsvorsorge sicherzustellen.

 
Ausländerbehörde:

Die Ausländerbehörde des Kreises Borken ist zu den gewohnten Servicezeiten (montags, dienstags und freitags: 08.00 -12.00 Uhr und donnerstags: 08.00 - 16.00 Uhr) für den freien Publikumsverkehr geöffnet. Eine persönliche Vorsprache unter Einhaltung der Hygieneregeln ist möglich. Eine vorherige Terminvereinbarung und ein negatives Testergebnis sind nicht erforderlich.

 
Führerscheine:

Die neuen, zurzeit geltenden Regelungen bezüglich der Führerscheinbeantragung und -abholung finden Sie auf der Seite „Auto & Verkehr

 

Kfz-Zulassung:

Die Bearbeitung von Zulassungsvorgängen ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung  (online) in den drei Zulassungsstellen in Ahaus, Bocholt und Borken möglich. Für die Termine ist kein negativer Schnelltest erforderlich.Außerbetriebsetzungen und Ersatzscheinausstellungen für nicht im Kreis Borken zugelassene Fahrzeuge werden derzeit nicht durchgeführt.

 

Jagdscheine:

Die Verlängerung von Jagdscheinen erfolgt zurzeit nur schriftlich. Der Antrag ist an die Anschrift: Kreis Borken, untere Jagdbehörde, Burloer Str. 93, 46325 Borken zu richten. Persönliche Vorsprachen in den Zulassungsstellen in Ahaus und Bocholt sind nicht möglich.

 

Elterngeldstelle:

Sprechstunden der Elterngeldstelle in der Nebenstelle des Kreises in Ahaus finden bis auf Weiteres nicht statt.

 

Gelbfieberimpfstelle:

Der Corona-bedingte Shut-down wird gelockert. Ab dem 28.07.2020 ist die Gelbfieberimpfstelle am Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken wieder wie gewohnt dienstags und donnerstags Nachmittag geöffnet. Terminvereinbarung bitte bei Herrn Dr. Ettlinger unter 0170 3277636. Der Zutritt zum Kreishaus ist nur mit Mund-Nase-Schutz gestattet.

 

Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz:

Für die Einsichtnahme in ausgelegte Antragsunterlagen oder Genehmigungsbescheide im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung von Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz nutzen Sie bitte vordringlich die Einsichtnahme über das Internet (www.kreis-borken.de/bauen-bekanntmachungen). Die Auslegungszeiträume werden auf Grund der Sondersituation bis zur Einwendungs- bzw. Klagefrist ausgeweitet. Sollte Ihnen eine Online-Einsicht nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an die Immissionsschutzbehörde (Kontakte unten auf der Seite).

 

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Alle Schlachttiere, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr verwendet werden soll, müssen vor und nach der Schlachtung durch amtliche TierärztInnen und amtliche FachassistentInnen untersucht werden. Die Räumlichkeiten der Betriebe, in denen die Schlachtungen durchgeführt werden, unterliegen der Hygieneüberwachung.

Die Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie die Hygieneüberwachung werden von den zuständigen amtlichen Tierärzten und amtlichen Fachassistenten durchgeführt.

Alle Schlachttiere werden vor, die Tierkörper und die Organe nach der Schlachtung untersucht. Ggf. sind je nach Befund und Tierart auch weiterführende Laboruntersuchungen erforderlich (z.B. Trichinenuntersuchung bei Schweinen und Pferden, Rückstandsuntersuchung, bakteriolog. Untersuchung). Das Fleisch wird nach dem Untersuchungsergebnis als für den menschlichen Verzehr tauglich bzw. untauglich beurteilt und entsprechend gekennzeichnet. Untaugliche Tierkörper bzw. Tierkörperteile werden beschlagnahmt und deren unschädliche Beseitigung überwacht.

Die Räumlichkeiten, in denen Schlachtungen durchgeführt werden, unterliegen strengen hygienerechtlichen Bestimmungen, die ebenfalls vom amtlichen Tierarzt überwacht werden. In den größeren Schlachtbetrieben sind Untersuchungsstellen eingerichtet, die während der gesamten Schlachtdauer besetzt sind.

Rechtliche Grundlagen:

EU-Verordnung 178/2002,
EU-Verordnungen 852/2004 - 853/2004,
EU-Verordnung 2017/625,
Tierschutzgesetz und andere tierschutzrechtl. Bestimmungen

Der Kreis Borken ist in sogenannte Beschaubezirke eingeteilt, für die jeweils ein/e zuständige/r Tierarzt / Tierärztin und einer/m StellvertreterIn benannt sind. Der für die einzelnen Bezirke zuständige Tierarzt kann unter den unter Kontakt genannten Mitarbeitern erfragt werden.

Beabsichtigte Schlachtungen müssen rechtzeitig, spätestens am letzten Werktag vor der Schlachtung, telefonisch bei den für die Untersuchungsstellen bzw. für die Beschaubezirke zuständigen amtl. Tierärzten angemeldet werden.

Vorgeschriebene Fleischuntersuchung

Die amtliche Fleischuntersuchung bei erlegtem, frei lebenden Wild ist nur dann vorgeschrieben, wenn vor oder nach dem Erlegen bedenkliche Merkmale festgestellt werden.

Die Trichinenuntersuchung bei erlegten Wildschweinen ist jedoch immer durchzuführen.

Übertragung der Trichinenprobenentnahme auf jagende Personen

Auf Grund geltender Rechtslage kann der Kreis Borken als zuständige Behörde einer jagenden Person die Entnahme von Proben zur Untersuchung auf Trichinen übertragen.

Die Voraussetzungen für die Übertragung sind

1. die nachgewiesene Zuverlässigkeit der Person (AntragstellerIn) und es wird von der notwendigen Zuverlässigkeit dann ausgegangen, wenn ein gültiger Jagdschein vorgelegt werden kann und keine Anhaltspunkte vorliegen, die daran Zweifel aufkommen lassen.

2. der Nachweis einer Schulung zur Entnahme und Kennzeichnung der Trichinenproben

Die notwendige Schulung für die Entnahme von Trichinenproben und die Kennzeichnung ist in die vom Landesjagdverband und seinen örtlichen Vertretungen durchgeführten Schulungen der Jäger zur „kundigen Person“ integriert. Daher erfüllen Personen, die den Nachweis einer „kundigen Person“ erbringen können, die o.g. Voraussetzungen. Gleiches gilt für Personen, die ihre Jägerprüfung in NRW nach dem 31.03.2010 abgelegt haben. Im Übrigen ist für den Fall, dass der Nachweis der „kundigen Person“ nicht erbracht werden kann, auch die Teilnahme an einer Schulung nach der VO (EG) 853/2004 Anhang III, Abschn. IV, Kap. I für den Nachweis der erforderlichen Kenntnisse ausreichend.

Der Antrag auf Übertragung der Trichinenprobenentnahme ist gebührenpflichtig bei der Kreisverwaltung zu stellen, in dem die jagende Person wohnt.

Die Übertragung ist bundesweit gültig und verliert auch bei einem Umzug nicht ihre Gültigkeit, soweit die Voraussetzungen für die Erteilung weiterhin vorliegen.

Hinweis:

Es können nur diejenigen Anträge weiterbearbeitet werden, die vollständig ausgefüllt sind und denen alle erforderlichen Unterlagen beigefügt sind. Ein entsprechendes Onlineformular finden Sie hier.

 

Antrag auf Übersendung von Wildmarken und Wildursprungsscheinen

Wildursprungsscheine und Wildmarken werden benötigt, wenn eine Übertragung der Trichinenprobenentnahme auf eine jagende Person erfolgt ist. Siehe zu den Voraussetzungen den Eintrag „Übertragung der Trichinenprobenentnahme auf jagende Personen“

Die Wildursprungsscheine und Wildmarken sind zur eindeutigen Kennzeichnung des erlegten Wildes, welches einer Untersuchung auf Trichinen unterliegt (Wildschweine, Dachse) und der hiervon eingereichten Proben, zu verwenden. Darüber hinaus müssen Wildkörper von freilebendem Großwild, die an einen Wildbearbeitungsbetrieb abgegeben werden, von einer von einer kundigen Person ausgefüllten und mit einer Nummer versehenen Erklärung begleitet werden. Für diese Erklärung können in NRW die von der Behörde ausgegebenen Wildursprungsscheine und Wildmarken verwendet werden.

Die Ausgabe von Wildursprungsscheinen und Wildmarken erfolgt in 10er-Blöcken und von der zuständigen Veterinärbehörde an die Person, denen die Entnahme von Proben zur Untersuchung auf Trichinen übertragen wurde. Die Ausgabe erfolgt gegen Erhebung einer Gebühr, die die Beschaffungskosten deckt.

Die Durchschriften der Wildursprungsscheine sind aus Dokumentationsgründen nach Verwendung noch zwei Jahre aufzubewahren!

Es ist hier die Kreisverwaltung zuständig, in der die jagende Person wohnhaft ist. Dies kann aber auch die Behörde sein, in deren Zuständigkeitsbereich das Jagdrevier liegt.

Hinweis:

Es können nur diejenigen Anträge weiterbearbeitet werden, die vollständig ausgefüllt sind und für die alle erforderlichen Informationen vorliegen. Ein Onlineformular auf Übersendung von Wildursprungsscheinen und Wildmarken finden Sie hier

Bei Hausschlachtungen (= Schlachtungen/Tötungen außerhalb eines zugelassenen Schlachtbetriebes für den eigenen häuslichen Gebrauch) von

a) als Haustiere gehaltenen Huftieren (= Haustiere der Gattungen Rind, einschl. Bubalus und Bisons, Schwein, Schaf und Ziege sowie als Haustiere gehaltenen Einhufer)

und

b) als Farmwild gehaltenen Huftieren

ist seit dem 21.05.2010 grundsätzlich nur eine amtliche Fleischuntersuchung und bei bestimmten Tierarten (Schweine, Pferde oder andere Huftiere, die Träger von Trichinen sein können) eine amtliche Trichinenuntersuchung vorgeschrieben.

Eine vor der Schlachtung durchzuführende Lebenduntersuchung (amtliche Schlachttieruntersuchung) ist nur dann zusätzlich notwendig, wenn der Verfügungsberechtigte unmittelbar vor der beabsichtigten Schlachtung eine Störung des Allgemeinbefindens des Tieres feststellt, die nicht auf einen unmittelbar zuvor eingetretenen Unglücksfall zurückzuführen ist.

Die o.g. Untersuchungen werden durch amtliche Tierärztinnen/Tierärzte durchgeführt und sind bei dem jeweils zuständigen Beschautierarzt/-tierärztin spätestens am letzten Werktag vor der Schlachtung anzumelden. Informationen zum jeweils zuständigen Beschautierarzt/In erhalten Sie auch unter der Telefonnummer 02861-681-3803.

Die Lebenduntersuchung notzuschlachtender Tiere erfolgt durch einen amtlichen Tierarzt oder den Hoftierarzt im Herkunftsbetrieb. Diese Untersuchung ist mit dem Vordruck (Begleitschein), der unten heruntergeladen werden kann, zu dokumentieren. Das Dokument ist zusätzlich noch um Angaben des Lebensmittelunternehmers zu ergänzen.

Das notgeschlachtete Tier ist mit dem Begleitschein anschließend unverzüglich zum Schlachtbetrieb zu transportieren.

Den tierärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie montags - mittwochs bis 17:00 Uhr, donnerstags bis 18:00 Uhr und freitags bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer +49 2861 681-3801.
Außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte in dringenden Einzelfällen an die Leitstelle des Kreises Borken unter Telefonnummer +49 2861 681-1272.

  • Information zur Lebensmittelsicherheit Nach der VO EG 853/2004 müssen bei allen Anlieferungen von Schlachttieren in den Schlachtbetrieben Bescheinigungen mit Informationen zur Lebensmittelsicherheit vorliegen.  Die Verpflichtung zur Vorlage der Bescheinigung gilt uneingeschränkt auch für Geflügel, Hasentiere und Farmwild, bei Farmwild auch unabhängig davon, ob Tiere lebend am Schlachtbetrieb angeliefert oder bereits im Herkunftsbetrieb getötet und entblutet wurden. Den zu verwendenden Vordruck können Sie hier herunterladen:
  • Bei Rindern muss zusätzlich der sogenannte Rinderpass vorliegen und die Schlachtung muss bei der zentralen Datenbank für Rinder (HI-Tier) gemeldet werden.
  • Für Pferde muss bei der Schlachtung der Pferdepass vorhanden sein.
  • Bei Farmwild, das bereits im Haltungsbetrieb getötet und entblutet worden ist, muss eine Gesundheitsbescheinigung mit der Erklärung des amtlichen Tierartzes über die Durchführung der Schlachttieruntersuchung mitgeführt werden.

Soweit die entsprechenden Bescheinigungen der Herkunftsbetriebe nicht vorliegen, darf von den zuständigen amtlichen Tierärzten keine Schlachterlaubnis erteilt werden.