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Aids, sexuell übertragbare Krankheiten: Beratung & Testung

Öffnungszeiten & Adressen

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken

Telefon: +49 2861 681 5809
Fax: +49 2861 681 821580
fb.gesundheit@~@kreis-borken.de


Nebenstellen des Fachbereichs Gesundheit

Bahnhofstr. 93
48683 Ahaus
Telefon: +49 2861 681 5814
Fax: +49 2861 681 821590

Ostwall 67
46395 Bocholt
Telefon: +49 2861 681 5817
Fax: +49 2861 681 821600

Eschweg 8
48599 Gronau (Westf.)
Telefon: +49 2861 681 6083
Fax: +49 2861 681 821610

 

 

Bei uns sind Sie richtig, wenn Sie sexuell aktiv sind, ein urteilfreies sowie vertrauliches Gespräch wünschen, sich kostenfrei (auch Ihre Krankenkasse wird nicht beteiligt) und anonym testen lassen möchten auf Chlamydien, Gonorrhoe, HIV und Syphilis.

Hierfür ist eine Blutentnahme und/oder eine Urinprobe bzw. eine Selbstabstrich-Entnahme erforderlich.

Chlamydien und Gonorrhoe gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und können je nach Art der sexuellen Kontakte verschiedene Körperbereiche betreffen. Getestet werden Urin und/oder Abstriche von der Scheide, dem Rachen und/oder dem Analbereich.

Die Proben werden nach Anleitung in Selbstentnahme gewonnen. Sie werden körperlich nicht untersucht. Die Tests sind sehr einfach durchzuführen und die Laborergebnisse liegen innerhalb weniger Tage vor.

Männer, Trans*Personen und andere Menschen mit einem Penis bzw. einer langen Harnröhre sollten mindestens 2 Stunden vor dem Termin nicht mehr zur Toilette gehen, damit die Urinprobe gewonnen werden kann.

Frauen, Trans*Personen und andere Menschen mit einer Vagina bzw. einer kurzen Harnröhre führen einen oder mehrere Abstriche durch. Die Proben können auch problemlos während der Regelblutung gewonnen werden.

Die Geschlechtsidentität von Menschen ist weder aus dem Aussehen noch aus dem Namen verlässlich abzuleiten. Gerne können Sie uns mitteilen, wie Sie angesprochen werden möchten.

Unsere Ziele:

  • Abbau von Vorurteilen
  • sexuell übertragbare Infektionen rechtzeitig zu erkennen, um die betroffenen Personen schnellstmöglich einer ärztlichen Behandlung zuzuführen und somit gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen
  • die Ausbreitung von sexuell übertragbaren Infektionen zu verringern, bestenfalls zu vermeiden

Ergänzend bietet unsere Gynäkologin eine wöchentliche Sprechstunde an.

Testanfragen bitte per Telefon (Doris Baron: 02861/681-5912; Elisabeth Telöken: 02861/681-5867) bzw. per E-Mail (d.baron@~@kreis-borken.de oder e.teloeken@~@kreis-borken.de).

HIV

HIV ist eine Abkürzung und bedeutet "Humanes Immundefizienz-Virus". Übersetzt bedeutet es: menschliches Abwehrschwäche-Virus. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte, die wir auch Immunsystem nennen.
Der Körper kann bei einer HIV-Infektion die eindringenden Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen. Im unbehandelten Fall treten dann bestimmte lebensbedrohliche Erkrankungen auf, zum Beispiel seltene Tumorerkrankungen oder schwere Lungenentzündungen. Dann spricht man von aidsdefinierenden Erkrankungen oder dem Aids-Vollbild:

Aids

Aids ist deshalb keine eigenständige Krankheit, sondern kann sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten ausdrücken, die wegen des immer schwächer werdenen Immunsystems auftreten (Aids = Aquired Immuno Deficiency Syndrom = Erworbenes Immunschwäche-Syndrom).

Gegen HIV gibt es heute sehr wirkungsvolle Medikamente. Sie verhindern die Vermehrung des Virus im Blut. Dank der kombinierten medikamentösen Therapie können die meisten HIV-infizierten Menschen heute lange Zeit mit dem Virus leben, ohne an Aids zu erkranken.
Die Medikamente müssen allerdings lebenslang eingenommen werden und auch sind in manchen Fällen schwere Nebenwirkungen nicht auszuschließen.

STI

STI ist die Abkürzung für Sexuell übertragbare Infektionen. Hierzu gehören etwa Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe oder Hepatitis-Formen.

Der HIV-Suchtest, auch Aids-Test genannt, wird in der Beratungsstelle anonym und kostenlos durchgeführt. Mit dem Test ist stets ein Beratungsangebot verbunden, das selbstverständlich vertraulich ist. Zur Durchführung des HIV-Suchtests wird Blut entnommen. Der Test kann erst einige Zeit nach einem möglichen Ansteckungsrisiko das HI-Virus als Erreger für Aids sicher ausschließen, weil im Blut nicht nach dem Virus selbst, sondern nach den Antikörpern und Antigenen gesucht wird. Diese werden bei einer Ansteckung erst nach einigen Wochen gebildet.

Die Beratungsstelle zu HIV, Aids und sexuell übertragbaren Krankheiten bietet den HIV-Suchtest in zwei Varianten an: als Labortest (Ergebniswartezeit: 3-7 Tage) und als Schnelltest (Ergebniswartezeit: etwa 40 Minuten). Beide Testverfahren sind frühestens 2 Wochen nach HIV-Risikokontakten möglich. Der Labortest kann bereits 6 Wochen nach einem Ansteckungsrisiko eine HIV-Infektion ausschließen, der Schnelltest erst 12 Wochen nach einem Ansteckungsrisiko.

In der Tabelle finden Sie die Unterschiede als Übersicht:

  Labortest Schnelltest
Ergebnis nach ... 3 - 7 Tagen <40 Minuten
Diagnostisches Fenster 6 Wochen 12 Wochen
Anbieter Labor Krone, Bad Salzufflen Fa. Biosynex, Exacto pro HIV-Schnelltest
Untersuchung von Vollblut (venös) Vollblut (venös) / Kapillarblut

Aids ist bis heute nicht heilbar und es gibt noch keine Impfung gegen das Virus. Medikamente können den Verlauf einer HIV-Infektion günstig beeinflussen, das Virus jedoch nicht unschädlich machen. Wer über die Ansteckungswege und die Folgen einer HIV-Infektion Bescheid weiß, kann sich selber besser schützen, und durch vorbeugende Maßnahmen eine Anstreckung vermeiden.

Wer von einer HIV-Infektion betroffen ist, steht vor einer Reihe von Fragen und Problemen, ebenso wie Angehörige und Freunde. Dabei ist häufig Hilfe von außen nötig. Eine persönliche Beratung kann dabei helfen, eigene Unsicherheiten zu beseitigen.

Die Aids-Beratungsstelle bietet umfassende Beratung, persönliche Gespräche und vermittelt weitergehende Hilfen. Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen. Alle persönlichen Beratungen werden vertraulich behandelt. Die Beraterin unterliegt der Schweigepflicht.

Auch der HIV-Antikörper-Test (sog. "Aids-Test") ist mit einer eingehenden Beratung verbunden. Der Test wird anonym und kostenlos während der Sprechstunden oder nach Absprache durchgeführt. 

Die Beratungsstelle führt Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen für Gruppen, Institutionen und Einrichtungen durch oder ist bei deren Organisation behilflich. Info-Materialien werden nach Bedarf zusammengestellt.

Im Auftrag der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Borken soll das Thema Sexuelle Gesundheit in unserer Region stärker ins Blickfeld rücken. Im Mai 2011 richtete die Aidskoordination eine entsprechende Arbeitsgruppe ein, an der sich hiesige Akteure engagiert und tatkräftig einbringen.

Die Kolleginnen und Kollegen befassen sich in kooperativer Zusammenarbeit mit Arbeitsfeldern der

  • Sozial- bzw. Konfliktberatung zu Schwangerschaft
  • Hilfen in wirtschaftlichen Notlagen bei Schwangerschaft
  • Gesundheitsförderung
  • Hinführung zum gesundheitlichen Versorgungssystem
  • Kinder- und Jugendförderung
  • Sexualpädagogik
  • Sexualberatung
  • Beratung, Begleitung und gesundheitliche Aufklärung von Menschen , die in der Prostitution tätig sind
  • Prävention, Aufklärung und Unterstützung im Umgang mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen
  • Sexuelle Diversität und – Orientierung
  • Sexualität in der Pflege
Mitglieder der AK Sexuelle Gesundheit im Kreis Borken sind:

Mitglieder-Bereich für den Arbeitskreis Sexuelle Gesundheit: AK SG: Kreis Borken (kreis-borken.de)