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40. Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November 2021 - Erste landesweite Aktionswoche #wirgegengewalt / 20 Jahre Runder Tisch GewAlternativen im Kreis Borken

Erstellt von pressemeldungen@kreis-borken.de (Kreis Borken) | | Pressemeldung

Der 25. November ist der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen". Anlässlich dieses Gedenk- und Aktionstages, der sich nun zum 40. Mal jährt, finden weltweit Veranstaltungen statt. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen beleuchtet dieses Jahr mit der ersten landesweiten Aktionswoche #wirgegengewalt täglich ein anderes Thema rund um Gewalt an Frauen. Auch der Kreis Borken macht auf Hilfsangebote für Betroffene im Kreisgebiet aufmerksam, um Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen entgegen zu wirken. Zudem wird an dem Tag die Fahne des gemeinnützigen Vereins "Terre des Femmes – Menschenrechte für die Frau" vor dem Kreishaus in Borken gehisst.

"Die Kreispolizeibehörde Borken hat von Januar bis September dieses Jahres 540 Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt aufgenommen", berichtet Landrat Dr. Kai Zwicker. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es 469 Anzeigen. "Der deutliche Anstieg der Fallzahlen ist vermutlich darauf zurück zu führen, dass die Coronakrise viele Familien und Partnerschaften vor große Herausforderungen gestellt und bestehende Konfliktsituationen noch verstärkt hat. Einschränkungen im Alltag, beengte Wohnverhältnisse, Zukunftsängste und finanzielle Sorgen verstärken den Stress und das Risiko für eine Zunahme häuslicher Gewalt", teilt Dr. Zwicker mit. Ein grundsätzliches Problem bei Zahlen zu häuslicher Gewalt sei die Dunkelziffer, die Schätzungen nach bei etwa 90 Prozent liege. Oft verschwiegen die Opfer die Vorfälle – aus Angst, Scham oder weil Kinder im Spiel seien. "Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit zusammenhängen Gebundenheit an das häusliche Umfeld sogar noch höher ist als in den Vorjahren", macht Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken, deutlich. "Dies zeigt, wie wichtig es ist, das gemeinsame Engagement gegen häusliche Gewalt fortzusetzen und möglichst früh und präventiv mit entsprechenden Beratungsangeboten anzusetzen", konstatiert die Gleichstellungsbeauftragte.

Seit dem Jahr 2001 existiert im Kreis Borken der "Runde Tisch gegen häusliche Gewalt – GewAlternativen", dessen Schirmherr Landrat Dr. Kai Zwicker ist. "Hierbei handelt es sich um einen interdisziplinären Zusammenschluss von Fachleuten, die direkt oder indirekt mit Fällen häuslicher Gewalt konfrontiert werden können", erläutert Irmgard Paßerschroer und ergänzt: "Gemeinsam haben wir uns das Ziel gesetzt, gegen häusliche Gewalt im Kreis Borken vorzugehen." Vertreten in diesem Gremium sind unter anderem folgende Bereiche: Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, Frauenberatung, Frauenhäuser, Gleichstellung, Jugendämter, Justiz, Medizin, Polizei, Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder.

Das 20-jährige Jubiläum des "Runden Tisch GewAlternativen" wurde mit vielen besonderen Veranstaltungen gewürdigt. Neben verschiedenen Online-Seminaren sind zum Beispiel auch die Ausstellung zu sexualisierter Gewalt und falscher Opferschuld "Was ich anhatte…", die im September im kult Westmünsterland in Vreden stattgefunden hat, und die "Rote-Bank-Aktion", die seit August in vielen Kommunen des Kreises durchgeführt wird, hervorzuheben. Den Abschluss bildete die Online-Fachtagung zum Thema "Stalking", die es im Rahmen der Aktionswoche des Landes NRW gegeben hat.

Im Kreis Borken gibt es zahlreiche Hilfs- und Unterstützungsangebote wie beispielsweise die Frauenberatungsstelle und der Frauennotruf in Ahaus, die unter der Telefonnummer 02561/3738 zu erreichen sind. Die Rufnummer der Kontakt- und Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt in Ahaus lautet 02561/95230. Zum Frauenhaus Bocholt können Hilfesuchende unter der Telefonnummer 02871/40194 Kontakt aufnehmen und die Frauenschutzwohnung Gronau ist unter der Rufnummer 02562/817340 zu erreichen. Alle Beratungsangebote sind kostenlos und vertraulich. Weitere Informationen zu Beratungsstellen, Schutzeinrichtungen und Hilfsangeboten für betroffene Frauen, aber auch Kinder und Männer gibt es unter www.kreis-borken.de/gewalternativen.

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