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Aids, sexuell übertragbare Krankheiten: Beratung & Testung

Mobilfunknummer: 0160/72111679
aidsberatung(at)kreis-borken.de

Öffnungszeiten & Adressen

Allgemeine Öffnungszeiten der Kreisverwaltung

  • montags bis mittwochs:
    8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr
  • donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr
  • freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Kreishaus in Borken

Burloer Str. 93
46325 Borken


Nebenstellen des Fachbereichs Gesundheit

Bahnhofstr. 93
48683 Ahaus

Ostwall 67
46395 Bocholt

Eschweg 8
48599 Gronau (Westf.)

 

 

Sie haben Fragen zu HIV und Aids oder zu anderen sexuell übertragbaren Krankheiten?
Sie suchen Testangebote zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen?
Wir beraten und informieren Sie anonym, kostenfrei und vertraulich.

HIV

HIV ist eine Abkürzung und bedeutet "Humanes Immundefizienz-Virus". Übersetzt bedeutet es: menschliches Abwehrschwäche-Virus. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte, die wir auch Immunsystem nennen.
Der Körper kann bei einer HIV-Infektion die eindringenden Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen. Im unbehandelten Fall treten dann bestimmte lebensbedrohliche Erkrankungen auf, zum Beispiel seltene Tumorerkrankungen oder schwere Lungenentzündungen. Dann spricht man von aidsdefinierenden Erkrankungen oder dem Aids-Vollbild:

Aids

Aids ist deshalb keine eigenständige Krankheit, sondern kann sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten ausdrücken, die wegen des immer schwächer werdenen Immunsystems auftreten (Aids = Aquired Immuno Deficiency Syndrom = Erworbenes Immunschwäche-Syndrom).

Gegen HIV gibt es heute sehr wirkungsvolle Medikamente. Sie verhindern die Vermehrung des Virus im Blut. Dank der kombinierten medikamentösen Therapie können die meisten HIV-infizierten Menschen heute lange Zeit mit dem Virus leben, ohne an Aids zu erkranken.
Die Medikamente müssen allerdings lebenslang eingenommen werden und auch sind in manchen Fällen schwere Nebenwirkungen nicht auszuschließen.

STI

STI ist die Abkürzung für Sexuell übertragbare Infektionen. Hierzu gehören etwa Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe oder Hepatitis-Formen.

Der HIV-Suchtest, auch Aids-Test genannt, wird in der Beratungsstelle anonym und kostenlos durchgeführt. Mit dem Test ist stets ein Beratungsangebot verbunden, das selbstverständlich vertraulich ist. Zur Durchführung des HIV-Suchtests wird Blut entnommen. Der Test kann erst einige Zeit nach einem möglichen Ansteckungsrisiko das HI-Virus als Erreger für Aids sicher ausschließen, weil im Blut nicht nach dem Virus selbst, sondern nach den Antikörpern und Antigenen gesucht wird. Diese werden bei einer Ansteckung erst nach einigen Wochen gebildet.

Die Beratungsstelle zu HIV, Aids und sexuell übertragbaren Krankheiten bietet den HIV-Suchtest in zwei Varianten an: als Labortest (Ergebniswartezeit: 3-7 Tage) und als Schnelltest (Ergebniswartezeit: etwa 40 Minuten). Beide Testverfahren sind frühestens 2 Wochen nach HIV-Risikokontakten möglich. Der Labortest kann bereits 6 Wochen nach einem Ansteckungsrisiko eine HIV-Infektion ausschließen, der Schnelltest erst 12 Wochen nach einem Ansteckungsrisiko.

In der Tabelle finden Sie die Unterschiede als Übersicht:

  Labortest Schnelltest
Ergebnis nach ... 3 - 7 Tagen <40 Minuten
Diagnostisches Fenster 6 Wochen 12 Wochen
Anbieter Labor Krone, Bad Salzufflen Fa. Alere, Köln
Untersuchung von Vollblut (venös) Vollblut (venös) / Kapillarblut

Aids ist bis heute nicht heilbar und es gibt noch keine Impfung gegen das Virus. Medikamente können den Verlauf einer HIV-Infektion günstig beeinflussen, das Virus jedoch nicht unschädlich machen. Wer über die Ansteckungswege und die Folgen einer HIV-Infektion Bescheid weiß, kann sich selber besser schützen, und durch vorbeugende Maßnahmen eine Anstreckung vermeiden.

Wer von einer HIV-Infektion betroffen ist, steht vor einer Reihe von Fragen und Problemen, ebenso wie Angehörige und Freunde. Dabei ist häufig Hilfe von außen nötig. Eine persönliche Beratung kann dabei helfen, eigene Unsicherheiten zu beseitigen.

Die Aids-Beratungsstelle bietet umfassende Beratung, persönliche Gespräche und vermittelt weitergehende Hilfen. Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen. Alle persönlichen Beratungen werden vertraulich behandelt. Die Beraterin unterliegt der Schweigepflicht.

Auch der HIV-Antikörper-Test (sog. "Aids-Test") ist mit einer eingehenden Beratung verbunden. Der Test wird anonym und kostenlos während der Sprechstunden oder nach Absprache durchgeführt. 

Die Beratungsstelle führt Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen für Gruppen, Institutionen und Einrichtungen durch oder ist bei deren Organisation behilflich. Info-Materialien werden nach Bedarf zusammengestellt.

Im Auftrag der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Borken soll das Thema Sexuelle Gesundheit in unserer Region stärker ins Blickfeld rücken. Im Mai 2011 richtete die Aidskoordination eine entsprechende Arbeitsgruppe ein, an der sich hiesige Akteure engagiert und tatkräftig einbringen.

Die Kolleginnen und Kollegen befassen sich in kooperativer Zusammenarbeit mit Arbeitsfeldern der

  • Sexualpädagogik,
  • Sozial- bzw. Konfliktberatung zu Schwangerschaft,
  • Hilfen in wirtschaftlichen Notlagen bei Schwangerschaft,
  • Gesundheitsförderung von Frauen und Männern,
  • Kinder- und Jugendförderung,
  • Sexualberatung oder auch
  • medizinische Information und Hilfen bei sexuell übertragbaren Krankheiten.
Mitglieder der AG Sexuelle Gesundheit im Kreis Borken sind: